{"corpus":"steiner","locus":"GA 103/1908-05-23/p020","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Let us now grasp in accordance with the prevailing thought of that time what men then experienced. Let us especially understand the thoughts that they held. It was declared that people were at one time united with the group-soul and felt their union with the Godhead. Then they developed a downward tendency and this was considered as an entanglement in matter, as a degeneration, a kind of falling away from the Divine, and the question was asked: whence came originally what the human being now possesses? From what has he fallen away? The further we go back in earthly evolution, the more we find the solid, earthly matter passing over into a fluidic state under the influence of warmer conditions. But we know that when the earth was much more fluidic than it became later on, human beings also existed, but they were much less detached from the Godhead than at a subsequent period. To the degree that the earth hardened, human things became materialized. At the time the earth was in a fluidic condition, the human being was contained within the watery element, but he could only walk about upon the earth after it had already deposited solid portions. Therefore, people felt the hardening of the physical body and could say: the human being was born out of the earth when it was still in its fluidic state, but at that time he was still wholly united with the Godhead. All that brought him into matter defiled him. Those who are to remember this ancient connection with the Divine were baptized with water. This was its symbol: Let yourself become conscious of your ancient union with the Godhead, conscious that you have become defiled, that you have descended to your present condition.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"V. The Seven Degrees of Initiation","site_heading":null,"date":"1908-05-23","location":null,"word_count":293,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/103/1908-05-23/p020","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Maud B. Monges","identified_edition":"AP1962","book_title":"The Gospel of St. John","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA103/English/AP1962/19080523p01.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. The translator IS verified for this lecture: its own source names the translator (evidence: the lecture's page, rsarchive's lecture list, or the cover of the book it was published in), and that page's text was matched against this unit (see match_score and source_url). Cite the translator with confidence; attribute the publisher only as probable."},"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/103/1908-05-23/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/103/1908-05-23/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. 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Wir wissen aber, daß damals, als die Erde noch ein flüssiger Planet war, der Mensch auch schon vorhanden war. Aber damals war der Mensch auch noch weniger von der Gottheit losgelöst als später. In demselben Maße, als sich die Erde verfestigte, vermaterialisierte sich auch der Mensch. Der Mensch war, als die Erde flüssig war, schon im Wasser enthalten; aber er konnte nur herumgehen auf einer Erde, die auch schon Festes abgesetzt hatte. Daher fühlte man das Sichverfestigen des Menschen so, daß man sagte: Aus der Erde, die noch Wasser war, wird der Mensch herausgeboren, aber da ist er noch ganz mit der Gottheit verbunden. Alles, was ihn in die Materie hineingebracht hat, hat ihn verunreinigt. Diejenigen, die sich dieses alten Zusammenhanges mit dem Göttlichen erinnern sollten, wurden mit der Wassertaufe getauft. Diese sollte das Symbolum dafür sein: Werdet euch bewußt eures alten Zusammenhanges mit der Gottheit, und daß ihr verunreinigt seid, heruntergekommen seid zu dem heutigen Zustand! - So taufte auch der Täufer, um auf diese Weise den Menschen den Zusammenhang mit der Gottheit nahezubringen. Und so war alle Taufe in den alten Zeiten gemeint. Es ist ein radikaler Ausdruck, aber ein Ausdruck, der uns das, was gemeint ist, zum Bewußtsein bringt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":310,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/103/1908-05-23/p027"},{"locus":"GA 103/1908-05-23/p028","passage_number":28,"text":"Der Christus Jesus sollte mit etwas anderem taufen. Er sollte die Menschen nicht auf die Vergangenheit weisen, sondern durch die Entwickelung der Geistigkeit in ihrem Innern auf die Zukunft. Durch den «heiligen», durch den ungetrübten Geist sollte des Menschen Geistiges zusammenhängend werden mit der Gottheit. Die Wassertaufe war eine Erinnerungstaufe. Die Taufe aber mit dem «heiligen Geist» ist eine prophetische Taufe, die hinweist in die Zukunft. Jener Zusammenhang, der ganz verlorengegangen ist, an den erinnern sollte die Wassertaufe, ist mit verlorengegangen auch in dem, was ausgedrückt wurde im Symbolum des Weines, des Opferweines. Dionysos ist der zerstückelte Gott, der in die einzelnen Seelen eingezogen ist, so daß die einzelnen Teile nichts mehr voneinander wußten. In viele Stücke zersplittert, in die Materie geworfen ist der Mensch durch das, was durch den Alkohol - das Symbol für Dionysos - der Menschheit gebracht worden ist. Aber in der Hochzeit von Kana ist ein großes Prinzip festgehalten. Das ist das pädagogische Evolutionsprinzip. Es gibt zwar absolute Wahrheiten, aber sie können der Menschheit nicht ohne weiteres zu jeder Zeit überliefert werden. Jede Zeit muß ihre besonderen Verrichtungen, ihre besonderen Wahrheiten haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":186,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/103/1908-05-23/p028"},{"locus":"GA 103/1908-05-23/p029","passage_number":29,"text":"Warum dürfen wir heute über Reinkarnation und so weiter sprechen? Warum dürfen wir in einer solchen Versammlung zusammensitzen und Geisteswissenschaft pflegen? Wir dürfen das, weil alle die Seelen, die heute in Ihnen sind, in so und so vielen Körpern so und so oft auf der Erde inkarniert waren. Gar manche von den Seelen, die heute in Ihnen sind, haben einstmals gelebt innerhalb der germanischen Länder, wo die Druidenpriester unter sie getreten sind und das, was geistige Weisheit ist, in Form von Mythen und Sagen an die Seele herangebracht haben. Und weil die Seele das dazumal in jener Form aufgenommen hat, ist sie heute in der Lage, das in einer anderen Form, in anthroposophischer Form aufzunehmen. Damals im Bilde, heute in der Form der Anthroposophie. Aber nicht hätte damals die Wahrheit in der heutigen Form vorgetragen werden können. Sie dürfen nicht glauben, daß der alte Druidenpriester die Wahrheit hätte in dieser Form verkünden können, wie es heute geschieht. Aber Anthroposophie ist diejenige Form, die für die heutigen oder unmittelbar kommenden Menschen taugt. In späteren Inkarnationen wird in ganz anderen Formen die Wahrheit verkündet und für sie gewirkt werden, und das, was man heute Anthroposophie nennt, wird als eine Erinnerung erzählt werden, wie man heute die Sagen und Märchen erzählt. So unsinnig darf der Anthroposoph nicht sein, zu sagen: Es hat in alten Zeiten nur Dummheiten und kindliche Anschauungen gegeben, und «nur wir haben es heute so herrlich weit gebracht». — Das tun zum Beispiel diejenigen, die vorgeben, Monisten zu sein. Wir aber arbeiten in der Geisteswissenschaft, um die nächste Epoche vorzubereiten. Denn würde unsere Epoche nicht da sein, so würde die nächste eben auch nicht kommen. Aber auch keiner darf die Gegenwart mit der Zukunft entschuldigen. Auch mit der Reinkarnationslehre wird da viel Unfug getrieben. Es sind mir Menschen vorgekommen, die gesagt haben, sie brauchten in ihrer heutigen Inkarnation noch keine anständigen Menschen zu sein, dafür hätten sie noch später Zeit. Wenn man aber heute damit nicht beginnt, dann wird die Folge davon gerade in der nächsten Inkarnation eintreten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":338,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/103/1908-05-23/p029"}],"english":["GA 103/1908-05-23/p020","GA 103/1908-05-23/p021"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":834,"en_words":902,"ratio":1.08,"partial":false},"pairing_state":"proposed","verified":false},"witness_completeness":{"ratio":1.06,"band":"comparable","note":null,"word_count":7320,"original_word_count":6933,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Maud B. 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