{"corpus":"steiner","locus":"GA 109/1909-06-07/p019","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"How a child's questions are answered is of great importance; for example, as explanation of the birth of a human being, of death and birth, the butterfly coming into existence out of the chrysalis. This is a picture of man's soul nature emerging from the physical body. But naturally, when we tell this to the child, we must believe it ourselves, for otherwise the child will not believe it either. Facts that confirm the truth of this imagery are to be found in nature everywhere. The occultist knows that the imagery of the butterfly and the chrysalis can serve as a symbol of a process at a much higher level. We must learn to believe again in what only an abstract philosophy will stigmatize as saga and fairy tale. The fairy tale of the stork, also songs such as, “Fly, beetle, fly,” can be ingeniously interpreted. The fairy tale of the stork was not invented in days of yore in order to tell children an untruth, but it was devised by one who knew that at birth something comes down from the spiritual world. In future time it may well be declared that it is a lie that in the past there were people who were expected to believe that at the birth of a new human being the only process that takes place is the physical connection of man and woman. This is a fairy tale, the fairy tale of the nineteenth and twentieth centuries. “We ourselves know better,” that is what will be said in the future. It is to be hoped that those who come after us will understand and be more lenient with our weaknesses than we are with those of our predecessors!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"5. The Physical World as an Expression of Spiritual Forces and Beings.","site_heading":null,"date":"1909-06-07","location":null,"word_count":287,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/109/1909-06-07/p019","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Dorothy S. Osmond","identified_edition":"AP1978","book_title":"Rosicrucian Esotericism","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA109/English/AP1978/19090607p01.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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Die frühere Methode, in den Schulen das Einmaleins einfach auswendig lernen zu lassen: 1-1—1 und so weiter, ist, da sie eine rein gedächtnismäßige ist, bedeutend vorzuziehen der jetzigen abstrakten Methode, an der sogenannten Rechenmaschine das Einmaleins mit roten und weißen Kugeln zu «beweisen». Diese ist entschieden schädlich. Auch hier gilt dasselbe wie beim kleinen Kinde; dieses versteht die Sprache lange Zeit, ehe es selbst sprechen kann. So soll man es auch erst urteilen lassen wollen, wenn es einen guten Gedächtnisschatz für den Ätherleib sich angeeignet, gewisse bleibende Neigungen und Gewohnheiten entwickelt hat. Das Gefühlsleben beim Kinde zu entwickeln, das ist sehr wichtig: Dankbarkeit, Ehrfurcht und heilige Scheu sind Gefühle, die im späteren Leben sich äußern als Kraft des Segnens, der ausströmenden Menschenliebe. Die allerstärksten Impulse werden dem Ätherleib gegeben durch religiöse Erlebnisse, durch das Sich-angegliedert-Fühlen an ein Göttlich-Geistiges, an ein Weltenganzes. Das abstrakte Urteil, das soll erst gegen die Zeit hin ausgebildet werden, in der man so weich und biegsam das gemacht hat, was aus dem Ätherleib fließt, daß die Gefahr einer Angewöhnung des abstrakten und pietätlosen Denkens abgewendet ist. Je bildhafter und symbolischer die Erkenntnis dem Kinde gebracht wird, desto besser. Die Gefühlswelt entwickelt sich durch Gleichnisse und Sinnbilder, besonders durch alles, was aus der Geschichte charakteristischer Menschen vorgeführt wird, und durch Vertiefung in die Geheimnisse und Schönheiten der Natur. Von großer Bedeutung ist dabei, wie Fragen dem Kinde beantwortet werden. Zum Beispiel, als Erklärung für das Werden des Menschen, für Tod und Geburt, das Werden des Schmetterlings aus der Puppe. Es ist dies ein Bild für die Seelenhaftigkeit des Menschen, der aus dem physischen Leib herausstrebt. Aber natürlich, wenn man das dem Kinde sagt, muß man selbst daran glauben, sonst wird das Kind es auch nicht glauben. Für die Wahrheit der Bilder finden sich überall entsprechende Tatsachen in der Natur. Der Okkultist weiß, daß gerade das Bild vom Schmetterling und der Puppe zum Symbol eines viel höheren Vorgangs dienen kann. Wir müssen wieder glauben lernen an das, was heute nur eine abstrakte Philosophie zu Sagen und Märchen stempelt. Auch das Storchenmärchen, auch Lieder wie «Flieg, Käferchen, flieg» können sinnvoll erschlossen werden. Nicht wurde dieses Märchen in alten Zeiten ausgedacht, um dem Kinde eine Lüge zu sagen, sondern es ist von einem solchen erdacht, der da wußte, daß bei der Geburt etwas heruntersteigt aus der geistigen Welt. Später wird man ja ebensogut sagen können: Es ist eine Lüge, daß es in der Vergangenheit Menschen gegeben hat, welche geglaubt haben sollen, daß bei dem Werden, bei der Geburt eines neuen Menschen, kein anderer Vorgang sich abspielt als die physische Verbindung zweier Menschen. Das ist ein Märchen, das Märchen des 19. und 20. Jahrhunderts, wir wissen es wieder besser! - wird man in Zukunft sagen. Und unsere Nachkommen werden dann hoffentlich verständiger und nachsichtiger sein mit unseren Schwächen als wir mit denen unserer Vorfahren.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":575,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/109/1909-06-07/p014"}],"english":["GA 109/1909-06-07/p017","GA 109/1909-06-07/p018","GA 109/1909-06-07/p019"],"method":"length","confidence":"medium","correspondence":"established","length_check":{"de_words":575,"en_words":688,"ratio":1.2,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["length","anchors","reader"],"reader_german":["GA 109/1909-06-07/p014"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":1.11,"band":"comparable","note":null,"word_count":5252,"original_word_count":4749,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Dorothy S. 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