{"corpus":"steiner","locus":"GA 110/1909-04-12/p011","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"All the holy Rishis speak of that knowledge. In the times when men already saw only in a physical way, the Rishis spoke to them of the spiritual atmospheres, of the spiritual inhabitants of those spheres which are spread out in the spaces of the world.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Lecture I","site_heading":"Primeval Wisdom and the Spiritual Hierarchies","site_heading_note":"A heading the site wrote for this unit from a summary of it; not in the edition, and not the words of Rudolf Steiner or of the translator. 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Nichts, nichts von dem, was man wissen kann aus der Weisheit des Ostens, fehlt in der Weisheit des Westens. Es ist der Unterschied, wenn man von einem solchen Unterschied sprechen will, nur der, daß die Weisheit des Westens die gesamte östliche Lehre, die gesamte östliche Weisheit, die gesamte östliche Forschung zusammennehmen muß und, ohne irgend etwas von ihr verlorengehen zu lassen, sie zu beleuchten hat mit dem Lichte, das durch den Christus-Impuls in der Menschheit entzündet worden ist. So sage niemand, wenn von westlichem Okkultismus gesprochen wird, von demjenigen, der in gewisser Beziehung herrührt von den verborgenen Rishis des Westens, die freilich die Augen nicht sehen, es sage niemand, daß in ihm auch nur ein Jota, ein Häkchen fehle vom östlichen Okkultismus. Nichts, aber auch gar nichts fehlt. Er hat nur alle Dinge neu herauszugebären aus dem Jungbrunnen des Christus-Impulses. Alle die großen Weistümer, die zuerst von dem Munde der heiligen Rishis geklungen haben zur Menschheit über die übermenschlichen Welten, über das übersinnliche Dasein, sie müssen wiederum hereinklingen in das, was über die geistigen Hierarchien und ihre Abschattung in der physischen Welt zu sagen ist. Geradesowenig wie die Geometrie des alten Euklid erwas anderes geworden ist, als was sie war, trotzdem man sie mit den neueren menschlichen Fähigkeiten heute lehrt und lernt, ebensowenig ist die Weisheit der heiligen Rishis etwas anderes geworden dadurch, daß wir sie lehren und lernen mit den durch den Christus-Impuls angefachten Fähigkeiten. So also könnten wir einen großen Teil dessen, was wir über die geistigen Welten zu sagen haben, ohne weiteres östliche Weisheit nennen. Denn man darf in diesen Dingen nichts mißverstehen, und das Mißverständnis liegt so nahe.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":377,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/110/1909-04-12/p009"},{"locus":"GA 110/1909-04-12/p010","passage_number":10,"text":"Diejenigen, welche von den Mißverständnissen nicht zum Verständnis aufrücken wollen, können zum Beispiel etwas, was gestern in dem österlichen Festvortrag gesagt worden ist, sehr leicht mißverstehen. Es könnten da - wir müssen das erwähnen zu unserer Verständigung - solche kommen, die nicht vorrücken wollen zum vollen Verständnis, und könnten sagen: Du hast gestern gesprochen von den großen sogenannten heiligen Wahrheiten des Buddha. Du hast gesagt, daß der Buddha gelehrt und geoffenbart hätte die heiligen Wahrheiten vom Leiden im Leben: Geburt ist Leid, Krankheit ist Leid, Alter ist Leid, Tod ist Leid, von demjenigen getrennt sein, was man liebt, ist Leid, vereint sein mit dem, was man nicht liebt, ist Leid, nicht erhalten, was man begehrt, ist Leid. Und du hast, so könnte mancher sprechen, uns gestern gesagt: Blicken wir einmal in die nachchristliche Zeit zu denjenigen, die den Christus-Impuls wirklich verstanden haben - da sollen wir uns dann zum Bewußtsein bringen, daß durch das Verständnis und die Durchdringung dieses Christus-Impulses die alten heiligen Wahrheiten des Buddha vom Leiden des Lebens nicht mehr ihre volle Gültigkeit hätten, daß sozusagen mit dem Christus-Impuls etwas geschaffen worden ist wie ein Heilmittel gegen das Leid des Lebens. Du hast gesagt, so könnte jemand sprechen, der Buddha lehrt: Geburt ist Leid; aber die Christus-Versteher antworten: Durch die Geburt treten wir ein in ein Leben, das wir mit Christus teilen, und durch den Anteil an Christus wird das Leid des Lebens ausgelöscht; ebenso wird durch die Heilkraft des Christus-Impulses die Krankheit ausgelöscht, und die Krankheit ist nicht mehr Leid für den Christus-Versteher, und Tod ist nicht mehr Leid für den Christus-Versteher und so weiter. Dann aber könnte jemand erwidern: Ja, aber ich weise dir aus dem Evangelium nach, daß in den Evangelien dieselben Sätze stehen wie in den heiligen Schriften des Buddha; auch im Evangelium können wir nachweisen, daß da steht: Leben sei Leid, Krankheit sei Leid und so weiter. Und so könnte man äußerlich sagen: Nun haben wir diese modernen religiösen Urkunden, doch wir finden ihren Inhalt schon im Buddhismus, es gibt also keinen Fortschritt in den Religionen, keine Entwickelung; alle Religionen enthalten dasselbe. Du aber hast von einem Fortschritt gesprochen, du hast dargestellt, wie sozusagen die alten heiligen Wahrheiten des Buddhismus durch das Christentum nicht mehr wahr sein sollen. - Wer so spricht, würde aber doch nur das grausamste Mißverständnis aussprechen. Denn das wurde nicht gesagt; alles, alles, nur nicht der letzte Satz wurde gesagt. Und es ist wichtig, daß man gerade in diesem subtilen Gebiete ganz genau versteht. Niemals kann der Fanatiker genau verstehen, nur der objektive Mensch kann genau verstehen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":428,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/110/1909-04-12/p010"},{"locus":"GA 110/1909-04-12/p011","passage_number":11,"text":"Niemals wird von irgendeinem, der aus dem Quell der Rosenkreuzer-Weisheit und -Forschung heraus spricht, gesagt werden, daß irgend etwas bekämpft werden soll vom Inhalt der Schriften des großen Buddha, daß irgend etwas nicht wahr sei in den Schriften des großen Buddha. Jeder, der aus dem Quell der Rosenkreuzerei heraus spricht, teilt die Überzeugung Buddhas und der gesamten östlichen Weisheit, keine negiert er. Er sagt: Jawohl, was du, großer Buddha, durch deine Erleuchtung in deinem Innern geschaut hast von den großen Wahrheiten vom Leide des Lebens, es ist restlos wahr; wahr ist es bis zum letzten Häkchen und Jota. — Nichts, aber auch gar nichts wird davon genommen. Es bleibt alles stehen. Und gerade aus dem Grunde, weil alles stehenbleibt, weil es wahr ist, was Buddha gesagt hat, daß Geburt Leid, Krankheit Leid, Alter Leid, Tod Leid und so weiter ist, deshalb ist uns der Christus-Impuls jenes mächtige und wichtige Heilmittel — weil er es ist, der dieses Leid aufhebt, weil es eben wahr ist, daß die Leiden da sind, wenn nicht ein großer Impuls die Welt darüber hinaushebt. Warum hat Christus gewirkt? Weil Buddha die Wahrheit gesprochen hat. Die Menschheit mußte heruntergeführt werden aus geistigen Höhen, wo die Urweltweisheit in reiner Gestalt gewirkt hat; zur Selbständigkeit mußte die Menschheit geführt werden, herunter ins physische Dasein, und damit wurde Leben Leid und Krankheit Leid; aber ebenso mußte in der Fortentwickelung das große Heilmittel kommen gegen diese unumstößlichen Tatsachen. Leugnet derjenige irgendeine Wirklichkeit, der da sagt: Ja, wahr ist es, was über diese Wirklichkeit gesagt wird, aber zu gleicher Zeit wird uns das Heilmittel gegeben, um die Tatsachen, die durch diese Wahrheiten ausgedrückt sind, zu einer gesunden Entwickelung zu bringen. —- Oh, in den Höhen des Daseins, wo wir sie aufsuchen müssen, die Sphären der geistigen Hierarchien, da heißt es nicht: Buddhismus gegen Christentum, Christentum gegen Buddhismus, da reicht der Buddha dem Christus und der Christus dem Buddha die Hand. Aber jedes Verkennen der menschlichen Entwickelung, jedes Verkennen des Aufstieges ist zu gleicher Zeit ein Verkennen der geistigsten Tat, die in unserer Erdenentwickelung geschehen ist, der Christus-Tat. Und so wird es nichts geben, was irgend negiert würde von der Weisheit des Ostens, die in so langen Zeiträumen heruntergebracht hat die Weisheit der heiligen Rishis und damit die Urweltweisheit, aber in diesen langen, langen Zeiträumen, in denen die Weisheit immer geflossen ist in die Menschheit, wurde sozusagen in den großen Massen der Menschen, die nicht in der Lage waren, vorzudringen zu den Quellen der heiligen Mysterien, die Verständigung über diese Weistümer schwer. Gerade die Verständigung wurde schwer.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":424,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/110/1909-04-12/p011"},{"locus":"GA 110/1909-04-12/p012","passage_number":12,"text":"Oh, in den voratlantischen Zeiten, in den Zeiten vor der großen Katastrophe, als die großen Massen der Menschen hellseherisch noch, in altem, dumpfem Hellsehen, hinausschauten in die Hiimmelsräume, hinaufschauten zu den geistigen Hierarchien, da sahen sie anders als später in den nachatlantischen Zeiten, als das alte Hellsehen verschwunden war für die großen Massen der Menschen und nur das physische Auge hinaussehen konnte in die physischen Himmelsweiten! Daher hätte es auch keinen Sinn gehabt, in der Zeit vor der atlantischen Katastrophe etwa zu sprechen von denjenigen Himmelskörpern, die heute im Raume verteilt sind. Es sah ja das hellseherische Menschenauge hinaus in die Himmelsweiten, und diese waren geistige Welten. Sinnlos wäre es gewesen, in jenen Zeiten so etwa zu sprechen von Merkur oder Neptun oder Saturn und so weiter, wie unsere Astronomie spricht; denn so wie unsere Astronomie von dem Weltenraum und seinem Inhalt spricht, so gibt sie nur dasjenige wieder, was das sinnlich-physische Auge sieht, wenn es hinaufsieht in die Himmelsweiten. Das war gar nicht da in den atlantischen Zeiten bei der alten hellseherischen Menschheit; da sah man gar nicht, wenn man hinaufschaute, physisch begrenzte Lichtsterne. Dasjenige, was heute das physische Auge sieht, ist sozusagen nur ein äußerer Ausdruck von Geistigem, das man damals sah. Wenn heute das physische Auge hinaufblickt, meinetwillen durch Fernrohre, an die Stelle, wo der Jupiter steht, sieht es sozusagen eine physische Weltenkugel, umgeben von ihren Monden. So das heutige physische Auge. Was war es für den Menschen der alten atlantischen Zeit noch, wenn er sein damals noch hellseherisches Auge hinaufrichtete nach demselben Punkt, wohin heute des Menschen physisches Auge schaut? Was das physische Auge sieht, hätte damals das alte atlantische Auge ebensowenig gesehen, wie heute Ihr physisches Auge das Einzellicht sieht, wenn es hineinsieht in einen dichten Herbstnebel. Es sieht etwas wie eine Nebelaura um das Licht, und das Licht verschwindet in den farbigen Ringen um das Licht. Ebenso hätte das Auge des Atlantiers nicht gesehen den physischen Stern Jupiter, aber es hätte das gesehen, was heute auch mit dem Jupiter verbunden ist, was aber nur die Menschen nicht sehen können: die Aura des Jupiter, eine Summe von geistigen Wesenheiten, für die der physische Jupiter nur der Ausdruck ist. Und so schweifte das geistige Auge des Menschen vor der atlantischen Katastrophe herum in den Weltenräumen, überall Geistiges sehend. Man konnte nur von diesem Geistigen sprechen, denn sinnlos wäre es gewesen, damals, als das physische Auge noch nicht so geöffnet war wie heute, von physischen Sternen zu sprechen. Man sah in den Weltenraum hinaus und sah geistige Wesenheiten, geistige Hierarchien. Wesenheiten sah man.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":426,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/110/1909-04-12/p012"},{"locus":"GA 110/1909-04-12/p013","passage_number":13,"text":"Und in der Fortentwickelung war es so, daß wir es wieder mit folgendem vergleichen können: Wir denken uns, wir treten hinaus in dichten Nebel. Wir sehen nicht die einzelnen Lichter. Alles ist umflort von dieser Nebelaura. Dann zerteilt sich der Nebel, physisch sichtbar werden die einzelnen Lichter. Aber die Auren sind unsichtbar. — Hier ist nur ein physischer Vorgang, der zum Vergleich dienen soll. Beim Jupiter war es aber so, daß das alte Auge die Aura sah. 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In den Zeiten, wo die Menschen bereits nur physisch sahen, sprachen die heiligen Rishis von den geistigen Atmosphären, von den geistigen Bewohnerschaften dieser Weltenkugeln, die im Raume verteilt sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":201,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/110/1909-04-12/p013"}],"english":["GA 110/1909-04-12/p009","GA 110/1909-04-12/p010","GA 110/1909-04-12/p011"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":1856,"en_words":1817,"ratio":0.98,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 110/1909-04-12/p013"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":0.99,"band":"comparable","note":null,"word_count":5480,"original_word_count":5537,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"APC1928","book_title":"The Spiritual Hierarchies (1928)","publisher":"Anthroposophical Publishing Co.","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA110/English/APC1928/19090412a01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. 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