{"corpus":"steiner","locus":"GA 112/1909-07-02/p009","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"But in addition to consciousness, everything else about man has changed as well. The belief that conditions must always have been as they are today is due to nothing but human shortsightedness. Everything has evolved. Nothing has always been as it is today, not even men's relation to each other. You have already gathered from intimations in the last lectures that in older epochs—up to the time when the Christ impulse entered human evolution—the influence of soul upon soul was much stronger. Such was human disposition at that time. A man did not merely hear what was told him in externally audible words: in a certain way he could feel and know something that the other felt and thought vividly, livingly. Love meant something quite different from what it does today, albeit in those times it was largely a matter of blood ties. Nowadays it has taken on more of a psychic character, but it has lost its strength. Nor will it regain this until the Christ impulse shall have entered all human hearts. In olden times active love possessed at the same time a healing property, a powerful balm, for the soul of its recipient.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"9. The Artistic Composition of the Gospel of St. John","site_heading":null,"date":"1909-07-02","location":null,"word_count":196,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/112/1909-07-02/p009","alignment_confidence":"high","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Samuel and Loni Lockwood","identified_edition":"AP1948","book_title":"The Gospel of St. John","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA112/English/AP1948/19090702p02.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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Heute hat sie einen mehr seelischen Charakter angenommen, aber sie ist schwächer geworden. Sie wird erst ihre Stärke wiedergewinnen, wenn der Christus-Impuls in alle Menschenherzen einzieht. Wenn Liebe gewirkt hat in alten Zeiten, so hatte diese Liebe zugleich etwas wie eine heilende, wie eine balsamische Kraft für die andere Seele. Mit der Entwickelung des Intellektes und der Klugheit, die sich ja auch erst nach und nach gebildet haben, sind diese alten Einflüsse von Seele zu Seele dahingeschwunden.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":185,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/112/1909-07-02/p010"},{"locus":"GA 112/1909-07-02/p011","passage_number":11,"text":"Hineinzuwirken in die Seele des anderen, hinüberströmen zu lassen die Kraft, die man in der eigenen Seele hatte, das war eine Gabe, die den Völkern der alten Zeiten durchaus eigen war. Daher müssen Sie auch an eine viel größere Macht denken, die damals Seele von Seele empfangen konnte, müssen an viel größeren Einfluß denken, der von Seele zu Seele ausgeübt werden konnte. Wenn auch keine äußeren historischen Urkunden davon etwas melden, wenn auch die Steine und Denkmäler nichts sagen, so zeigt uns die hellseherische Beobachtung in der Akasha-Chronik doch, daß in diesen alten Zeiten zum Beispiel Krankenheilungen in umfassender Weise durch psychischen Einfluß von einem Menschen auf den anderen stattfinden konnten. Und vieles andere vermochte die Seele in jenen Zeiten. Was heute dem Menschen wie ein Märchen klingt: daß der Wille des Menschen zum Beispiel die Macht hatte, wenn er es anstrebte, wenn er sich besonders dazu trainierte, besänftigend auf das Pflanzenwachstum zu wirken, das Wachstum der Pflanzen zu beschleunigen oder zu verzögern -, das war in jenen Zeiten eine Tatsache. 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Dazu ist nicht nur notwendig, daß gewirkt wird, sondern daß jemand da ist, der reif ist, diese Wirkung zu empfangen. Wenn in alten Zeiten die Menschen häufiger waren, die solche Wirkungen empfangen konnten, so wird es uns nicht wundern, wenn gesagt wird, daß damals für Krankenheilungen gerade die Mittel da waren, durch welche auf dem Wege des psychischen Einflusses gewirkt wurde, daß aber auch andere Einwirkungen, die heute nur auf mechanischem Wege geschehen können, durch psychischen Einfluß geschehen sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":196,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/112/1909-07-02/p012"}],"english":["GA 112/1909-07-02/p009","GA 112/1909-07-02/p010","GA 112/1909-07-02/p011"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":618,"en_words":592,"ratio":0.96,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 112/1909-07-02/p009","GA 112/1909-07-02/p010"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":0.97,"band":"comparable","note":null,"word_count":7221,"original_word_count":7410,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Samuel and Loni Lockwood","identified_edition":"AP1948","book_title":"The Gospel of St. John","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA112/English/AP1948/19090702p02.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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