{"corpus":"steiner","locus":"GA 113/1909-08-30/p022","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"‘That which I know is not only my inmost being; it is a reflection of what is taking place externally.’ The old Egyptian felt what thus arises to be a reflection of the hidden gods whom men do not meet between birth and death, but between death and a new birth. Thus did the Egyptians and Chaldeans differ from each other, in that the latter realised through their wisdom what lies behind the world in which we live between birth and death, and the former, the Egyptians, realised through their inspired wisdom the living beings whom man encounters between death and a new birth. Necessarily, however, as may be seen from the whole purpose of this evolution, these inspirations from within, these massed thoughts arising as inspirations, were far removed from the conception of a primordial being in its unity. Men could no longer penetrate as far as during the old Persian period when it was possible still to make use of the astral body. Impressions had all grown fainter; they were not so external, for the outer world had already withdrawn itself considerably. Accordingly man experienced wisdom of the external world within themselves, and no longer experienced the wisdom in the external world itself. Nevertheless those who had learned to appreciate the wisdom of the old Persian epoch in the right manner entertained for it feelings of high respect and deep gratitude. And if we need a short definition of the paradoxical wisdom with which the Chaldeans expressed that which they saw in the spiritual foundations underlying the physical world, we must call these utterances ‘Chaldean Proverbs’; and the collection of Chaldean Proverbs was a very highly valued treasure of wisdom in the old times. World secrets of infinite importance are to be found therein. They were valued as highly as the revelations experienced between death and a new birth; and these were treasured as the source of Egyptian wisdom.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"8. The Nature of the Luciferic Influence in History","site_heading":null,"date":"1909-08-30","location":null,"word_count":321,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/113/1909-08-30/p022","alignment_confidence":"high","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Steiner Online Library","identified_edition":"RSPC1940","book_title":"The East in the Light of the West","publisher":"Rudolf Steiner Publishing Co.","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA113/English/RSPC1940/19090830p01.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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Und wenn Sie sich erinnern, daß die nördliche Strömung vorzugsweise den Blick nach außen entwickelte, das Suchen nach jenen Wesenheiten, die hinter dem Teppich der Sinnenwelt standen, und daß das ägyptische Volk diejenigen Geister suchte, die man auf dem Weg nach innen findet, so werden Sie begreifen, wie hier zwei Strömungen zusammenwirkten. Also da stoßen der Weg nach außen bei den Chaldäern und der Weg nach innen bei den Ägyptern zusammen. Das empfanden die Griechen auch in einer ganz richtigen Weise, wenn sie die chaldäischen Götter verglichen mit ihrem apollinischen Reiche. Sie suchten dasjenige, was ihnen von den Chaldäern’zukam, in ihren apollinischen Mysterien auf ihre Art. Wenn sie aber von Osiris sprachen und von demjenigen, was dazu gehörte, dann suchten sie das in entsprechender Weise bei sich in ihren dionysischen Mysterien. Man hatte dazumal ein ahnendes Bewußtsein davon, wie die geistigen Zusammenhänge wirklich sind.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":226,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/113/1909-08-30/p026"},{"locus":"GA 113/1909-08-30/p027","passage_number":27,"text":"Nun schreitet die Menschheit aber vor in der Zeit; sie kommt immer weiter, bildet neue Glieder aus. In der altindischen Periode hat man den Ätherleib und seine Organe ausgebildet; in der urpersischen Periode bediente man sich des Empfindungsleibes und bildete diesen aus, und in der chaldäisch-ägyptischen Periode bildete man nun die Empfindungsseele, das heißt ein vorzugsweise inneres Glied aus, Während der Empfindungsleib noch nach außen gerichtet ist, ist die Empfindungsseele schon nach innen gerichtet. Man entfernt sich also von demjenigen noch mehr als früher, was göttlich-geistige Welten sind. Man lebt ein inneres Leben in der Seele und muß dies Leben gegenüber dem, was nicht im Menschen ist, beschränken auf das, was die Sinne wahrnehmen. So ist auf der einen Seite immer mehr und mehr das Reich der Sinnenwelt dagewesen, und auf der anderen Seite hat sich das Seelenleben immer mehr und mehr verselbständigt. Die Kultur der Empfindungsseele ist die Kultur des dritten Zeitraums. Dasjenige aber, was die Empfindungsseele ausbildet, das sind jetzt nicht mehr geschaute Weisheiten, die wie aus einem Teppich der Umwelt abgelesen werden. Das ähnelt schon dem, was der heutige Mensch ausdenkt, obwohl es, weil der heutige Mensch schon bis zur Bewußtseinsseele vorgedrungen ist, damals noch viel lebendiger ist. Es sind sozusagen die Gedanken noch vollsaftiger; sie sind lebendigere Gedanken als heute, Gedanken, die so lebendig sind, wie heute für uns die Empfindung «rot» ist. Der Mensch empfindet heute seine Gedanken nicht mehr mit derselben Intensität, wie er einen Geschmack oder Geruch empfindet. Damals, als in der ägyptischen Zeit die Empfindungsseele vorzugsweise ausgebildet wurde, waren die Gedanken so, daß sie so lebendig in der Seele lebten wie heute die Empfindung der roten Farbe, eines Geruchs oder eines Geschmacks. Heute sind die Gedanken abgeblaßt, abstrakt geworden. Konkret waren sie damals. Sie waren noch mehr geschaute Gedanken, wenn auch nicht solche Gedanken, die man draußen ausgespannt erblickte in der physischen Welt, so doch Gedanken, von denen man fühlte: man hat sie nicht ausgeklügelt, sondern es sind Gedanken, die aufsteigen in der Seele wie Eingebungen, die auffluteten und da waren. Man sagte nicht mehr: man atmet die Weisheit ein — aber man ist von den Gedanken lebendig durchdrungen, sie sprießen herauf in der Seele, sie sind von der spirituellen Welt in unsere Seele heraufgetrieben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":373,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/113/1909-08-30/p027"},{"locus":"GA 113/1909-08-30/p028","passage_number":28,"text":"So ändert sich im Laufe der Zeit alles. Daher hatte der Angehörige der chaldäisch-ägyptischen Epoche nicht mehr das Bewußtsein von der Weisheit der Welt als wie einer ausgebreiteten Lichtwelt, die er einatmet, sondern er hatte das Bewußtsein, daß er Gedanken hatte, allerdings solche Gedanken, die als Inspiration aufstiegen. Und der Inhalt einer solchen in ihm aufsteigenden Wissenschaft, das ist die chaldäische Astrotheologie und das ist die ägyptische hermetische Weisheit. Auf diesem Wege sind sie zustandegekommen. Dasjenige, was in den Sternen lebte und sie bewegte, was in den Dingen pulste, das konnte der Mensch nicht mehr ablesen, aber es kündigte sich in seinem Innern als die alte Weisheit der chaldäisch-ägyptischen Periode an. Dabei ist es bei den Chaldäern so, daß die Menschen das Bewußtsein hatten: Dasjenige, was wir da wissen, ist nicht bloß unser Inneres; das ist ein Spiegelbild dessen, was draußen vorgeht. Bei den Ägyptern war es so, daß sie das Bewußtsein hatten: Was da aufsteigt, ist ein Spiegelbild der verborgenen Götter, die der Mensch trifft nicht zwischen Geburt und Tod, sondern zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. — So waren die Ägypter und Chaldäer voneinander unterschieden, daß in ihrer Weisheit die einen wahrnehmen dasjenige, was hinter der Welt ist, in der wir leben zwischen Geburt und Tod, und die anderen, die Ägypter, in ihrer inspirierten Weisheit dasjenige, was lebt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Notwendigerweise waren aber, wie Sie aus dem ganzen Sinne dieser Entwickelung sehen können, diese Eingebungen des Innern, diese aufsteigenden inspirierten Gedankenmassen fern dem eigentlichen Urwesen in seiner Einheit. Man drang sozusagen nicht mehr so weit, als man noch im Empfindungsleib hat dringen können in der urpersischen Zeit. Es war schon alles mehr abgeblaßt, es war nicht mehr so viel von der Außenwelt darinnen; die hatte sich schon mehr zurückgezogen. Man hatte also eine Weisheit der Außenwelt in sich erlebt, nicht mehr die Weisheit in der Außenwelt selber. Dennoch hatten diejenigen, die sie kennenlernten mit den rechten Gefühlen, vor den Weisheiten der urpersischen Periode den denkbar größten Respekt. Wenn man in einem Wort die paradigmatischen Weisheiten ausdrücken will, welche die Chaldäer geschaut haben über die der physischen Welt zugrunde liegende geistige Welt, so kann man sagen: das sind die chaldäischen Wahrsprüche; und die Sammlung der chaldäischen Wahrsprüche, sie hat einen hochgeachteten Weisheitsschatz gebildet in den alten Zeiten. Unendlich Wichtiges von den Geheimnissen der Welt steckt in diesen Wahrsprüchen. Man schätzte sie ebenso, wie man die Offenbarungen, die man erlebte zwischen dem 'Tode und einer neuen Geburt schätzte; als ägyptische Weisheitsquellen schätzte man diese.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":420,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/113/1909-08-30/p028"}],"english":["GA 113/1909-08-30/p021","GA 113/1909-08-30/p022"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":1019,"en_words":1035,"ratio":1.02,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 113/1909-08-30/p028"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":1.01,"band":"comparable","note":null,"word_count":8854,"original_word_count":8751,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Steiner Online Library","identified_edition":"RSPC1940","book_title":"The East in the Light of the West","publisher":"Rudolf Steiner Publishing Co.","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA113/English/RSPC1940/19090830p01.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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