{"corpus":"steiner","locus":"GA 115/1910-11-04/p012","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Next we ask how it is possible to throw light upon this continuous stream that embraces unconscious visualizations, to illuminate it in such a way that its content can become visible in memory. A certain fact of the soul life such as can occur on the physical plane will serve to illustrate. It is a fact totally ignored by physiology, but we are concerned with facts, not prejudices. We have many kinds of feelings, for example, longing, impatience, hope, doubt, and finally such feelings as apprehension, fear, etc. What do they tell us? Examination shows them to have something strangely in common. They all refer to the future, to something that may eventuate and that is hoped for. Our soul life, then, is so constituted that in our feelings we take an interest not only in the present but in the future as well, and a lively one at that. It is even stronger in the case of pronounced desires. Just try watching the upheaval in your soul when you desire something that is to materialize in the future! You can go farther; try to hunt up in your memory what you experienced as joy or sorrow in your youth, and compare it with similar feelings you have had recently. Try it, and you will see how pale such memories remain when you try to freshen them up. In the present, such memories are fresh and strong, but the farther we are removed from them, the paler they become.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"4. Consciousness and the Soul Life.","site_heading":null,"date":"1910-11-04","location":null,"word_count":249,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/115/1910-11-04/p012","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Steiner Online Library","identified_edition":"AP1971","book_title":"Wisdom of Man, of the Soul, and of the Spirit","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA115/English/AP1971/19101104p01.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. The translator IS verified for this lecture: its own source names the translator (evidence: the lecture's page, rsarchive's lecture list, or the cover of the book it was published in), and that page's text was matched against this unit (see match_score and source_url). Cite the translator with confidence; attribute the publisher only as probable."},"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/115/1910-11-04/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/115/1910-11-04/p012","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. 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Do not treat the English as carrying their content: read the German passages directly, and if you need to quote, quote the German. Absence of a phrase from the English here is NOT evidence it is absent from Steiner."},"paired_german":{"status":"paired","german":[{"locus":"GA 115/1910-11-04/p015","passage_number":15,"text":"Wie geschieht es nun, daß auf den fortfließenden Strom der Vorstellungen in unserer Seele Licht geworfen werden kann, so daß Teile davon sichtbar werden können in der Erinnerung oder sonstwie? Eine Tatsache des gewöhnlichen Seelenlebens, wie es sich auf dem physischen Plan abspielt, kann uns darauf führen, wie das geschieht. Das ist folgende Tatsache, die ja in der äußeren Psychologie überhaupt nicht berücksichtigt wird, weil man da nicht mit den Tatsachen, sondern mit den Vorurteilen arbeitet. Wir aber wollen unbefangen mit den Tatsachen arbeiten.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":84,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/115/1910-11-04/p015"},{"locus":"GA 115/1910-11-04/p016","passage_number":16,"text":"Unter den Gefühlen des Menschen gibt es mancherlei Arten. Ich will nur auf einige aufmerksam machen, die wir gestern schon genannt haben, und auf einige andere, auf Gefühle zum Beispiel, welche sich aussprechen in der Sehnsucht, in der Ungeduld, in der Hoffnung, im Zweifel; ich will Sie verweisen auf solche Gefühle, wie Angst und Furcht sind. Was sagen uns denn alle derartigen Gefühle? Wenn wir sie wirklich prüfen, haben sie alle etwas merkwürdig Gemeinsames: sie beziehen sich alle auf die Zukunft, sie beziehen sich auf das, was eintreten kann, oder von uns als eintretend gewünscht wird. Der Mensch also lebt in seiner Seele so, daß ihn in seinen Gefühlen nicht nur die Gegenwart, sondern auch die Zukunft interessiert. Und sogar recht lebhaft interessiert ihn die Zukunft! Sie können weitergehen: Sie können die Tatsache, daß Gefühle in uns leben, die sich auf die Zukunft beziehen, mit einer andern vergleichen. Versuchen Sie in Ihren Erinnerungen wachzurufen irgend etwas, was Sie in Ihrer Jugend oder vielleicht auch erst vor kurzer Zeit erlebt haben als Freude oder als Schmerz. Versuchen Sie einmal, nur ein klein wenig zu vergleichen, was in Ihren Gefühlen lebt von der Vergangenheit herein von einem überstandenen Schmerz oder auch von einer erlebten Freude, und wie unendlich blaß die Erinnerung an solche Dinge nur wieder aufgefrischt werden kann. Wenn sie etwas hinterlassen haben, wenn sie auf unsere Gesundheit oder sonstwie eingewirkt haben, da machen sie sich geltend, da drängen sie sich in das Bewußtsein herein. Da ist es aber die Gegenwart! Was wir aber in der Vergangenheit erfahren haben in bezug auf unser Gefühlsleben, das verblaßt, je mehr wir uns davon entfernen. Und nun denken Sie, wie es bei den ausgesprochenen Begehrungen ist. Wenn Sie etwas begehren, was Ihnen in der Zukunft beschert werden soll, da versuchen Sie einmal das Rumoren in der Seele so recht zu beobachten. Ich möchte aber wissen, wieviele Leute darüber jammern, daß ihnen dieses oder jenes vor zehn Jahren nicht zugekommen ist, wenn es sich nicht etwa in die Gegenwart fortgesetzt hat und einen gegenwärtigen Mangel bewirkt. Da ist ein gewaltiger Unterschied zwischen unserem Interesseleben, insofern wir der Zukunft entgegenschauen und insofern wir nach der Vergangenheit den Blick richten. So weit Sie sich auch umsehen, wenn Sie alles zu Rate ziehen, gibt es nur eine Erklärung für die Ihnen eben charakterisierte Tatsache. Die Tatsache ist ja offenbar; Erklärungen aber gibt es nur die eine einzige: daß das, was wir begehren, überhaupt nicht in derselben Richtung fließt wie der dahinfließende Strom der Vorstellungen, sondern daß es diesem Strom entgegenkommt. Sie werden einen ungeheuren Lichtblitz auf Ihr ganzes Seelenleben werfen können, wenn Sie das eine Einzige nur voraussetzen: daß alles, was Begehrungen, Wünsche, Interessiertsein, was die Phänomene von Liebe und Haß sind, einen Strom darstellen im Seelenleben, der gar nicht fließt von der Vergangenheit in die Zukunft, sondern der uns entgegenkommt von der Zukunft, der von der Zukunft in die Vergangenheit fließt [siehe Zeichnung, D-C]. Mit einem Male wird die ganze Summe der Seelenerlebnisse klar! Ich brauchte Tage, um das weiter auszuführen, und kann daher jetzt nur folgendes sagen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":511,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/115/1910-11-04/p016"}],"english":["GA 115/1910-11-04/p012","GA 115/1910-11-04/p013"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"partial","length_check":{"de_words":595,"en_words":362,"ratio":0.61,"partial":true},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 115/1910-11-04/p015","GA 115/1910-11-04/p016"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":0.69,"band":"short","note":"This witness is materially shorter than the original (below 75%). Passages may be omitted without any visible gap. 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