{"corpus":"steiner","locus":"GA 120/1910-05-16/p009","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"We may now go a little further and form for ourselves a somewhat higher idea of the connection between cause and effect. For instance if we have a bow, and we bend it and shoot off an arrow with it, there is an effect caused by the bending of the bow; but we can no more speak of the effect of the shot arrow in connection with its cause as ‘karma’ than in the foregoing case. But if we consider something else in connection with this incident, we shall, to a certain extent, get nearer to the idea of karma, even if we do not then quite grasp it. For example, we may reflect that the bow, if often bent, becomes slack in time. So, from what the bow does and from what happens to it, there will follow not only an effect which shows itself externally, but also one which will react upon the bow itself. Through the frequent bending of the bow something happens to the bow itself. Something which happens through the bending of the bow reacts, so to speak, on the bow. Thus an effect is obtained which reacts on the object by which the effect itself was caused. This comes nearer to the idea of karma. Unless a result is produced which reacts upon the being or thing producing it, unless there is this peculiar reacting effect upon the being which caused it, the idea of karma is not understood. We thus get somewhat nearer to the idea when it is clear to us that the effects caused by the thing or being must recoil upon that thing or being itself; nevertheless we must not call the slackening of the bow through frequent bending, the ‘karma’ of the bow, for the following reason. If we have had the bow for three or four weeks and have often bent it so that after this time it becomes slack, then we really have in the slack bow something quite different from the tense bow of four weeks before. Thus when the reacting effect is of such a kind that it makes the thing or the being something quite different, we cannot yet speak of ‘karma.’ We may speak of karma only when the effects which react upon a being find the same being to react upon, or at any rate that being, in a certain sense, unaltered. Thus we have again come a little nearer to the idea of karma; but if we describe it in this way we obtain only a very abstract conception of it.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"1. The Nature and Significance of Karma in the Personal and Individual; and in Humanity, the Earth and the Universe","site_heading":null,"date":"1910-05-16","location":null,"word_count":430,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/120/1910-05-16/p009","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"RSP1984","book_title":"Manifestations of Karma","publisher":"Rudolf Steiner Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA120/English/RSP1984/19100516p01.html","evidence":null,"reason":"source_says_translator_unknown","note":"The source page itself says the translator is unknown. No translator is established for this lecture: nothing at the level of the lecture names one. Do not attribute this English to a translator, and do not borrow a credit from another lecture of the volume. Cite the German for anything load-bearing."},"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/120/1910-05-16/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/120/1910-05-16/p009","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"german_anchor":{"de_prefix":"1910-05-16","de_passages":[{"locus":"GA 120/1910-05-16/p009","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/120/1910-05-16/p009"},{"locus":"GA 120/1910-05-16/p010","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/120/1910-05-16/p010"},{"locus":"GA 120/1910-05-16/p011","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/120/1910-05-16/p011"}],"bead_confidence":"high","pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 120/1910-05-16/p009","GA 120/1910-05-16/p010","GA 120/1910-05-16/p011"],"reader_part":true,"length_check":{"de_words":716,"en_words":697,"ratio":0.97,"partial":false},"correspondence":"established","note":"English passage numbering is edition-relative, so the same number need not name the same paragraph in the German. The German original passage(s) above are the edition-invariant anchor — fetch them (lang='de') to verify wording before quoting across editions."},"paired_german":{"status":"paired","german":[{"locus":"GA 120/1910-05-16/p009","passage_number":9,"text":"Wir können nun weitergehen und uns einen etwas höheren Begriff von dem Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung bilden. Wenn wir zum Beispiel einen Bogen haben, ihn spannen und dann mit diesem Bogen einen Pfeil abschießen, dann ist durch das Spannen des Bogens eine Wirkung eingetreten. Diese Wirkung des abgeschossenen Pfeiles im Zusammenhang mit seiner Ursache werden wir ebensowenig mit dem Ausdruck «Karma» belegen dürfen wie das, was eben gesagt worden ist. Wenn wir aber bei diesem Vorgang etwas anderes betrachten, kommen wir in gewisser Weise schon dem Karma nahe, wenn wir auch dabei noch immer nicht den Karmabegriff fassen: wenn wir nämlich bedenken, daß der Bogen, wenn er recht oft gespannt wird, mit der Zeit schlaff wird. Da wird durch das, was der Bogen tut, was mit ihm geschieht, nicht bloß eine Wirkung folgen, die sich nach außen hin zeigt, sondern es wird eine Wirkung folgen, die auf den Bogen selber zurückgeht. Es geschieht durch das fortwährende Spannen des Bogens etwas mit dem Bogen selbst. Etwas, das durch das Spannen geschieht, fällt also sozusagen wieder auf den Bogen selbst zurück. Eine Wirkung wird also erzielt, welche auf den Gegenstand zurückfällt, von dem diese Wirkung selbst veranlaßt worden ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":198,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/120/1910-05-16/p009"},{"locus":"GA 120/1910-05-16/p010","passage_number":10,"text":"Das gehört nun schon in den Karmabegriff hinein. Ohne daß eine Wirkung erzeugt wird, die wieder zurückfällt auf das Ding oder die Wesenheit, welche diese Wirkung hervorbringt, ohne diese Eigentümlichkeit des Zurückwirkens der Wirkung auf das verursachende Wesen ist der Karmabegriff nicht zu denken. Da kommen wir also dem Karmabegriff schon insofern etwas näher, als uns klar wird, daß die von einem Ding oder Wesen verursachte Wirkung wieder zurückschlagen muß auf dieses Ding oder Wesen selber. Aber dennoch dürfen wir das Schlaffwerden des Bogens durch das fortwährende Spannen nicht das Karma des Bogens nennen, und zwar aus folgendem Grunde nicht: Wenn wir den Bogen etwa drei bis vier Wochen recht oft gespannt haben, und er ist nach vier Wochen schlaff geworden, dann haben wir in dem schlaffen Bogen eigentlich etwas ganz anderes vor uns, als vor vier Wochen in dem straffen Bogen; der Bogen ist etwas anderes geworden, er ist nicht dasselbe geblieben. Wenn also die zurückschlagende Wirkung so ist, daß sie durchaus etwas anderes aus dem Ding oder Wesen macht, dann dürfen wir doch noch nicht von einem Karma sprechen. Wir dürfen erst von einem Karma sprechen, wenn die Wirkung, die auf das Wesen zurückschlägt, beim Zurückschlagen auf dasselbe Wesen trifft, oder wenn das Wesen wenigstens in einem gewissen Sinne dasselbe geblieben ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":214,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/120/1910-05-16/p010"},{"locus":"GA 120/1910-05-16/p011","passage_number":11,"text":"So also sind wir dem Karmabegriff wieder um ein Stück nähergekommen. Aber wir bekommen, wenn wir den Karmabegriff so beschreiben wollen, im Grunde genommen von ihm doch nur eine recht abstrakte Vorstellung. Dennoch werden wir diesen Begriff, wenn wir ihn abstrakt fassen wollen, kaum genauer fassen können, als wenn wir ihn in der Weise ausdrücken, wie wir es eben jetzt getan haben. Nur das eine müssen wir zum Karmabegriff noch hinzufügen: Wenn die Wirkung, die auf das Wesen zurückschlägt, in demselben Zeitpunkte erfolgt, wenn also Verursachung und zurückschlagende Wirkung in demselben Zeitpunkte stattfinden, dann werden wir kaum von Karma sprechen können. Denn in diesem Falle würde das Wesen, von dem die Wirkung ausgeht, im Grunde genommen die Wirkung unmittelbar hervorbringen wollen, würde also diese Wirkung voraussetzen, würde durchschauen alle Elemente, die zu dieser Wirkung führen. Wenn das der Fall ist, sprechen wir doch nicht von Karma. So zum Beispiel werden wir nicht von Karma sprechen, wenn wir einen Menschen vor uns haben, der eine bestimmte Tat vollbringt, mit der er dieses oder jenes beabsichtigt, und wenn dann - gemäß seiner Absicht - diese oder jene Wirkung, die er eben gewollt hat, eintritt. Das heißt, es muß zwischen der Ursache und der Wirkung etwas liegen, was sich dem Wesen bei der Herbeiführung der Ursache unmittelbar entzieht, so daß der Zusammenhang von Ursache und Wirkung zwar vorhanden ist, aber nicht eigentlich von dem Wesen selber beabsichtigt ist. Wenn dieser Zusammenhang von dem Wesen, das verursacht, nicht beabsichtigt ist, dann muß der Grund, warum ein Zusammenhang besteht zwischen Ursache und Wirkung, woanders liegen als in den Absichten des betreffenden Wesens. Das heißt, es muß dieser Grund liegen in einer bestimmten Gesetzmäßigkeit. Das gehört also noch zum Karma dazu, daß der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung ein gesetzmäßiger ist, der hinübergeht über das, was das Wesen unmittelbar beabsichtigt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":304,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/120/1910-05-16/p011"}],"english":["GA 120/1910-05-16/p009","GA 120/1910-05-16/p010"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":716,"en_words":697,"ratio":0.97,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 120/1910-05-16/p009","GA 120/1910-05-16/p010","GA 120/1910-05-16/p011"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":1.01,"band":"comparable","note":null,"word_count":8705,"original_word_count":8647,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"RSP1984","book_title":"Manifestations of Karma","publisher":"Rudolf Steiner Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA120/English/RSP1984/19100516p01.html","evidence":null,"reason":"source_says_translator_unknown","note":"The source page itself says the translator is unknown. No translator is established for this lecture: nothing at the level of the lecture names one. Do not attribute this English to a translator, and do not borrow a credit from another lecture of the volume. Cite the German for anything load-bearing.","warning":"No translator is recorded for this edition. An unattributed translation cannot be weighed as a witness: you cannot tell which hand made the choices in it. Cite the German for anything load-bearing."},"entity_parity":{"status":"ok","checked_against":["GA 120/1910-05-16/p009","GA 120/1910-05-16/p010","GA 120/1910-05-16/p011"],"missing_from_translation":[],"present_only_in_translation":[],"bead_confidence":"high","note":"Every load-bearing name in the German counterpart appears in this English passage. That is a check on NAMES only: a translation can keep every name and still reverse who acts on whom, change a number, or soften a claim. Read the German for anything you intend to rest an argument on."},"note":"quote_safe certifies the bytes of this text. This block is about the translation as a WITNESS: who made it, and whether it carries the same names as the original. See witness_completeness for how much of the original this witness holds."}}