{"corpus":"steiner","locus":"GA 138/1912-08-30/p008","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"There are many signs today of how, gradually, understanding can be aroused of this interplay of one world with another. I should like to start from the obvious even though it is not sufficiently appreciated that it is. In our time, in the widest circles, there is a strong impulse to get to know the order of nature, the laws of nature, that work through everything, including all the living things that meet us in the world of the senses. There is a tendency to ignore any knowledge coming from other worlds about man and world existence and simply to build a whole world conception out of the one world. This it is that gives the more or less monistic or materialistic stamp to our present world conception. Now, one may say that against this endeavour, other strivings have made themselves felt today as a kind of wholesome check. Within the world in which we live, these endeavours seek such phenomena as are governed by laws different from those of the natural world and, in all their manifoldness, are felt by the materialistic mind to be inconsistent with the order of nature. We should certainly pay heed to all that is done in a serious and scientific way in this field. In this contemporary confrontation of purely materialistic research with another research, which, although little noticed and by using the same methods as ordinary research, seeks other connections in our sensory existence than this existence itself offers—in all this we may, indeed, look for quite different worlds, with different laws of being playing into this other research. In this respect it is most desirable, particularly for anthroposophists, to give heed to all that is being done in this direction by extending the methods of science to the interplay of super-sensible worlds into our physical existence. I have already pointed this out to smaller circles; today I shall do so for this larger one.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Lecture VI","site_heading":"Lucifer and Ahriman: Spiritual Beings Beyond Good and Evil","site_heading_note":"A heading the site wrote for this unit from a summary of it; not in the edition, and not the words of Rudolf Steiner or of the translator. Cite the unit by its title and locus, never by this heading, and do not quote it.","date":"1912-08-30","location":null,"word_count":323,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/138/1912-08-30/p008","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Gilbert Church","identified_edition":"AP1980","book_title":"Initiation, Eternity and the Passing Moment","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA138/English/AP1980/19120830p01.html","evidence":"lecture_list_row","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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Gegenüber dem wirklichen Erleben des Übersinnlichen stellt sich aber doch etwas ein, was man in gewisser Beziehung mißlich nennen möchte in all denjenigen Darstellungen, welche - man möchte sagen - einen normalen Weg, eine normale Marschroute angeben, um in die höheren Welten hinaufzueilen. Denn das Leben ist etwas Kompliziertes. Und jede Seele in irgendeiner Lebenslage, in der sie sich befindet - und jedesmal muß man von einer bestimmten Lebenslage ausgehen, wenn man den Aufstieg in die höheren Welten unternehmen will -, steht in einem bestimmten Karma drinnen, hat einen bestimmten Ausgangspunkt. Keine Seele ist in derselben Lage wie die andere. Daher ist im Grunde genommen auch der Weg in die übersinnlichen Welten hinauf für jede Seele ein individueller, ein solcher, welcher sich je nach der betreffenden Seele beim Ausgangspunkt richtet. Man kann nicht sagen, wenn man im richtigen Sinne sprechen will: so muß nach einem normalen Prinzip unmittelbar jede Seele den Aufstieg in die höheren Welten, die Initiation, durchmachen. Daher das Bedürfnis, nicht nur in kurzen Broschüren oder dergleichen - was ja leichter wäre - Anweisungen zu geben: so und so soll es die Seele machen, um den Glauben zu erwecken, man könne, wenn man solche Regeln befolgt, unter allen Umständen in der gleichen Art wie jede andere Seele in die höheren Welten hinaufsteigen. Daher das Mißliche solcher Dinge. Deshalb namentlich habe ich versucht, in dem Büchelchen «Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen» etwas zu zeigen, was individuell ist und doch einer jeden Seele nützlich sein kann. Aber deshalb ergab sich auch die Notwendigkeit, die Mannigfaltigkeit und die Variabilität des Initiationsweges zu zeigen. Und ohne selbst etwa irgendwie Erklärungen liefern zu wollen über das, was getan worden ist, möchte ich Sie nur darauf hinweisen, wie sich die Notwendigkeiten zu den drei Gestalten ergeben, welche in den drei Mysterienversuchen - «Die Pforte der Einweihung, «Die Prüfung der Seele» und «Der Hüter der Schwelle» vor Ihre Seele hintreten als Johannes Thomasius, Capesius und Strader. Sie zeigen Ihnen den Weg der ersten Schritte zur Initiation gleichsam in drei verschiedenen Aspekten. Man kann von keinem dieser Wege sagen, daß er besser oder schlechter sei als der Weg des anderen; sondern man muß von jedem dieser Wege sagen, daß er sich ergeben mußte je nach dem Karma der betreffenden Individualitäten. Man kann nur sagen: eine Seele, welche so ist wie Johannes Thomasius, oder welche so ist wie Capesius, muß eben solche Wege gehen, wie sie versucht worden sind, nicht in Theorien, nicht lehrhaft, sondern in Gestalten zu zeigen. Daher das Bedürfnis, solche Gestalten zu zeigen. Und immer notwendiger und notwendiger wird es werden, hinwegzuführen von dem Glauben, daß man mit ein paar Regeln in diesen Dingen auskomme, immer notwendiger wird es sein, gerade auf spirituellem Gebiete von dem Lehrhaften auf das Gestaltete hinzuweisen. Weil die Beziehungen der Welten so mannigfaltige sind, deshalb müssen auch die Wege der einzelnen Individualitäiten so mannigfaltige sein. Wenn man aber erst dazu kommt, gewisse Individualitäten oder Wesenheiten der höheren Welten ernsthaft ins Auge zu fassen und deren Anteil an dem Menschen zu prüfen, dann muß man erst recht die Notwendigkeit fühlen, diese Gestalten lebendig zu zeigen, sie in ihrer Mannigfaltigkeit hinzustellen, nicht bloß Definitionen von ihnen zu geben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":624,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/138/1912-08-30/p004"},{"locus":"GA 138/1912-08-30/p005","passage_number":5,"text":"In unserer Zeit ist es insbesondere für diejenigen, die spirituelle Erkenntnis anstreben, wichtig, solche Gestalten wie Luzifer und Ahriman, denen man auf dem Wege zur Initiation ja immer begegnet, einmal gerade in ihrer Vielartigkeit, in ihrer Variabilität ins Auge zu fassen. Dann wird sich zeigen, wie merkwürdig die Beziehungen und Verkettungen der einen Welt mit der anderen sind. Es zeigt sich an vielen Zeichen unserer Zeit, daß allmählich Verständnis wachgerufen werden kann für das Hereinspielen der einen Welt in die andere. Ich möchte da zunächst von etwas Naheliiegendem ausgehen, das nur nicht immer naheliegend genug empfunden wird. In unserer Zeit besteht in den weitesten Kreisen das lebhafteste Bedürfnis, die Naturordnung, die Naturgesetze kennenzulernen, die durch alles - auch durch alles Wesenhafte - hindurchwirken, das uns im Sinnensein entgegentritt. Und es besteht der Hang, nicht zu achten auf alles, was etwa von anderen Welten her über den Menschen und das Weltendasein gesagt werden kann, sondern nur sozusagen aus der einen Welt heraus eine gesamte Weltanschauung aufzubauen. Das gibt ja die mehr oder weniger monistischen oder auch als materialistisch bezeichneten Weltanschauungen der Gegenwart. Man möchte sagen, gleichsam wie ein wohltätiger Gegenschlag gegen dieses Bestreben haben sich in unserer Zeit andere Bestrebungen geltend gemacht, welche innerhalb der Welt, in der wir leben, solche Erscheinungen aufsuchen, welche von anderen Gesetzen beherrscht sind als die Welt der Naturordnung, diejenigen Erscheinungen in ihrer Mannigfaltigkeit aufsuchen, welche als widersprechend dieser Naturordnung von dem materialistischen Sinn empfunden werden. Man sollte wohl achten auf alles, was im Sinne ernster Wissenschaftlichkeit auf diesem Gebiete gearbeitet wird. Denn indem in unserer Zeit dem rein materialistischen Forschen - wenn auch wenig beachtet - ein anderes Forschen entgegentritt, welches andere Zusammenhänge in unserem Sinnensein sucht, als das Sinnensein selber darbietet, wird ja nichts Geringeres getan, als das Hereinspielen ganz anderer Welten mit anderen Daseinsgesetzen schon innerhalb der Forschungsmethoden des Sinnenseins selbst zu suchen. In dieser Beziehung ist es außerordentlich wünschenswert, daß namentlich der Theosoph immer darauf achten sollte, was in dieser Richtung geleistet wird - geleistet wird, indem die wissenschaftlichen Methoden ausgedehnt werden auf das Hereinspielen übersinnlicher Welten in unser Sinnensein. 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