{"corpus":"steiner","locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p052","lang":"en","edition":"APC1925","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"*Astrid:*  \nSo too let the spirit  \nThat knoweth no fear  \nArise in full power  \nIn cosmic domains.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"The Guardian of the Threshold: Scene 6","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":17,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/14/ga014-3_scene06/p052","alignment_confidence":"low","alignment_reason":"count_diverges","two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["APC1925"]},"available_versions":[{"lang":"en","edition":"APC1925","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/14/ga014-3_scene06/p052","paragraph_aligned":true}],"german_anchor":{"de_prefix":"ga014-3_scene06","de_passages":[{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p002","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p002"},{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p003","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p003"},{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p004","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p004"},{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p005","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p005"},{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p006","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p006"}],"bead_confidence":"high","pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 14/ga014-3_scene06/p006"],"reader_part":true,"length_check":{"de_words":2072,"en_words":2589,"ratio":1.25,"partial":false},"correspondence":"established","note":"English passage numbering is edition-relative, so the same number need not name the same paragraph in the German. The German original passage(s) above are the edition-invariant anchor — fetch them (lang='de') to verify wording before quoting across editions."},"paired_german":{"status":"paired","german":[{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p002","passage_number":2,"text":"Ein Raum, der nicht von künstlichen Wänden begrenzt, sondern \nvon baumartig geformten sich verschlingenden Gewächsen und \nGebilden eingeschlossen ist, die sich ausweiten und Ausläufer \nins Innere senden. Das Ganze durch Naturvorgänge wild bewegt \nund zuweilen stürmisch erfüllt. Capesius und Maria sind auf der \nSzene, wenn der Vorhang aufgeht. Dann kommen Benedictes, \nPhilia, Astrid, Luna, die andre Philia, Lucifer, Ahriman und die \ntanzartig sich bewegenden Wesen, welche Gedanken darstellen, \nzuletzt Frau Baldes Seele. \nBENEDICTUS (noch unsichtbar, nur hörbar): \nIn deinem Denken leben Weltgedanken. \nCAPESIUS: \nDas ist des Benedictus edle Stimme, \nUnd seine Worte tönen geistig hier. \nEs sind die gleichen, die im Lebensbuche \nFür seine Schüler eingeschrieben sind, \nUnd die für Erdenseelen schwer begreiflich \nUnd noch viel schwerer zu erleben sind. \nAn welchem Ort des Geisterlandes tönen \nDie Worte, die auf Erden Seelen prüfen? \nMARIA: \nDu weilst so lange schon im Geisterland \nIn einer Art, die vieles offenbart, \nUnd unbekannt ist dir noch dies Gebiet? \nCAPESIUS: \nWas hier in eigner Wesenheit sich lebt, \nIst leicht verständlich geistgewöhnten Seelen; \nEs klärt das eine sich durch andres auf. \nDas Ganze ist voll Licht, wenn auch der Teil, \nFür sich allein gesehn, oft dunkel ist. \nDoch wenn sich geistig Sein mit Erdenwesen \nZu Einem Schaffen bilden will, beginnt \nDie Seele ihr Verständnis zu verlieren. \nUnd nicht der Teil allein, das Ganze hüllt \nSich ihr dann oft in tiefe Finsternis. \nWarum an diesem Orte widerhallen \nDie Worte, die in Benedictus' Buch \nFür Erdenseelen sich geschrieben finden, \nDies macht zum Rätsel, was sich hier begibt. \nBENEDICTUS (noch immer unsichtbar): \nIn deinem Fühlen wehen Weltenkräfte. \nCAPESIUS: \nSchon wieder solch ein Wort, das drüben \nVon Benedictus Schülern anvertraut \nUnd hier in seiner Stimme sich erschafft! \nEs strömet, Dunkelkraft durch sich erregend, \nDurch dieses Reiches grenzenlose Weiten. \nMARIA: \nSchon fühle ich, was ich erfahren soll \nIn dieses Reiches fernelosen Weiten; \nUnd Benedictus' Nähe winket mir. \nEr will an diesem Ort mich schauen lassen, \nWas unverständlich ist der Erdenseele, \nSolang sie sinnbegabt im Leibe weset, \nAuch wenn die Geistesschülerschaft errungen. \nSie muß dem Lehrer folgen zu den Orten, \nWo er die Worte nicht in Menschensprache \nZu Zeichen nur der Wesen prägen kann;","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":352,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p002"},{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p003","passage_number":3,"text":"Wo er im Weltgeschehn die Schrift erreget, \nDie weltbedeutend sich der Seele gibt. \nIch will das Innre mir vom Erdensein, \nVerdichtend meine Seelenkräfte, lösen \nUnd so erwarten, was, sich offenbarend, \nMir durch die Geistesweiten zeigen will. \nEs wird, wenn ich zum Erdensein mich wende, \nGedanke sein, der mir im Nach-Erdenken \nIm Seelen-Innern als Erkenntnis leuchtet. \nBENEDICTUS (erscheint aus dem Hintergrunde): \nGewinne dich in Weltgedankenkraft, \nVerliere dich durch Weltenkräfteleben; \nDu findest Erdenziele, spiegelnd sich \nDurch deine Wesenheit im Weltenlicht. \nCAPESIUS: \nAuch Benedictus selber hier im Geiste! \nUnd seine Worte klingen nicht allein? \nSo trägt der Geisteslehrer Erdenwissen \nZu Geistesorten wirksam lebend hin? \nUnd was bedeuten diese Worte hier, \nDie er im Erdenleben anders wendet? \nBENEDICTUS: \nCapesius, du bist in meine Kreise \nIn deinen Erdenzeiten eingetreten, \nObgleich du wissend nie mein Schüler warst. \nCAPESIUS: \nCapesius ist nicht an diesem Orte; \nUnd seine Seele will von ihm nicht hören. \nBENEDICTUS: \nDu willst nicht in Capesius dich fühlen, \nDoch sollst du ihn erinnernd geistig schauen. \nDir hat des Denkens starke Wirkenskraft \nIm Seelenleib das Geistessein erschlossen. \nEs löste dann dein Seelenleben sich \nVon Denkenstraumesspiel im Erdenleibe. \nZu schwach erfühlt' es sich, mit ihm zu wandeln \nAus Weltenfernen in die Seelentiefen; \nZu stark, mit ihm das Geisteshöhenlicht \nDurch Erdenfinsternisse nur zu schauen. \nIch muß begleiten jeden, der von mir \nIm Erdensein das Geisteslicht empfangen, \nOb er sich wissend, ob nur unbewußt \nSich mir als Geistesschüler hat ergeben, \nUnd muß die Wege weiter ihn geleiten, \nDie er durch mich im Geist betreten hat. \nDu hast gelernt durch Seelenschau dem Geiste \nIn Weltenweiten dich erkennend nahen, \nWeil du vom Leib gelöst ihm folgen kannst. \nDoch du erschaust noch nicht gedankenfrei \nIm Geistgebiet die wahre Wesenheit. \nDen Sinnesleib vermagst du abzulegen, \nDoch nicht des Denkens feines Leibgewebe. \nDu kannst die Welt erst wahrhaft wirklich schauen, \nWenn nichts, das dir von Eigenheit geblieben, \nDes Schauens Klarheit wirksam trüben kann. \nNur wer das eigne Denken außer sich \nZu schauen hat gelernt, wie Seherkräfte \nDen Erdenleib von sich gelöst erschauen, \nDer dringt in Geisteswirklichkeiten ein. \nSo schau im Bilde, daß das Bild sich dir \nZum Wissen durch die Seherkräfte wandle, \nGedanken, die sich räumlich wesenhaft \nZu Formen bilden, Menschendenken spiegelnd. \n(Eine freundlich gedämpfte Beleuchtung tritt ein, es erscheinen Philia, Astrid, Luna in glimmender Wolke. Benedictus, \nCapesius, Maria gehen ab.) \nSTIMME (zusammenklingend von Philia, Astrid, Luna gesprochen): \nEs schweben Gedanken \nWie webendes Träumen \nSich wesenhaft bildend \nAn Seelen heran; \nSich schaffender Wille, \nSich regendes Fühlen, \nSich wirkendes Denken \nErstehe dem Träumer. \n(Während dies erklingt, kommt Lucifer von der einen, Ahriman von der anderen Seite. Sie suchen ihre Orte zu beiden \nSeiten des Raumes auf.) \nLUCIFER (mit breitem Tone jedes Wort hervorhebend): \nIn deinem Willen wirken Weltenwesen. \n(Von der Seite des Lucifer bewegen sich Wesen heran, welche Gedanken darstellen. In tanzartiger Weise führen diese \nBewegungen aus, welche Gedankenformen, den Worten \nLucifers entsprechend, darstellen.) \nAHRIMAN (auch breit sprechend, doch rauh): \nDie Weltenwesen, sie verwirren dich. \n(Nach diesen Worten bewegen sich von Ahrimans Seite die \nGedankenwesen und fuhren Tanzbewegungen, seinen Worten als Formen entsprechend, aus. Nach diesen werden die \nBewegungen von beiden Gruppen zusammen ausgeführt.) \nLUCIFER: \nIn deinem Fühlen weben Weltenkräfte. \n(Es wiederholen nun die Gedankenwesen auf Lucifers Seite \nihre Bewegungen.) \nAHRIMAN: \nDie Weltenkräfte, sie verführen dich. \n(Es wiederholen die Gedankenwesen auf Ahrimans Seite \nihre Bewegungen, dann wieder beide zusammen.) \nLUCIFER: \nIn deinem Denken leben Weltgedanken. \n(Wiederholung der Bewegungen durch Lucifers Gruppe.) \nAHRIMAN: \nDie Weltgedanken, sie beirren dich. \n(Wiederholung der Bewegung durch Ahrimans Gruppe. \nDann viermalige Wiederholung der Bewegungen jeder \nGruppe einzeln und dreimalige des Zusammenwirkens.) \n(Die Gedankenwesen verschwinden links und rechts, Lucifer \nund Ahriman bleiben; es treten Philia, Luna, Astrid wieder \naus dem Hintergrunde vor und sprechen die Worte, die sie \nvorher gesprochen, mit folgender Abänderung.) \nSTIMME (zusammenklingend, von Philia, Astrid und Luna gesprochen): \nEs schwebten Gedanken \nWie webendes Träumen \nSich wesenhaft bildend \nAn Seelen heran; \nSich schaffender Wille, \nSich regendes Fühlen, \nSich wirkendes Denken \nErstanden dem Träumer. \n(Philia, Astrid, Luna verschwinden; es kommt Capesius, \nund, nachdem er einige Worte gesprochen, tritt Maria hinzu, die ihm zuerst unsichtbar ist.) \nCAPESIUS: \nDie Seele, sie erlebt sich innerlich;","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":672,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p003"},{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p004","passage_number":4,"text":"Sie glaubt zu denken, weil sie nicht Gedanken \nIm Räume vor sich hingestellt erschaut. \nZu fühlen glaubt sie, weil Gefühle nicht \nWie Blitze aus den Wolken zuckend leuchten; \nSie sieht des Raumes Reiche und erblickt \nDie Wolken über sich ... Und wenn dies nicht \nSich so verhielte: wenn die Blitze zuckten, \nUnd nicht ein Auge sich nach oben lenkte ... \nSie müßte glauben, daß in ihr der Blitz. \nSie sieht nicht Lucifer, aus dem Gedanken \nEntsprießen und Gefühle sich ergießen -\nSo kann sie sich allein mit ihnen glauben. \nWeshalb ergibt sie solchem Wahne sich? \nO Seele, gib dir Antwort ... doch ... woher? \nAus dir? O tu es nicht ... vielleicht ist auch \nDie Antwort ... nicht von dir ... von Lucifer... \nMARIA: \nUnd wenn sie's wäre: deshalb suchst du nicht? \nSo steige in die Tiefen, sie zu finden ... \nCAPESIUS: \nEin Wesen hier, das Seelen hören kann? \nMARIA: \nEs sind die Seelen hier doch nicht getrennt. \nDas sind sie nur, wenn sie den Leib gebrauchen. \nHier hört sich jede selbst im Wort der andern. \nDrum sagst du dir nur selbst, wenn ich dir sage: \nDaß du in Tiefen Antwort suchen sollst. \nCAPESIUS: \nO in den Tiefen ... droht die finstre ... Furcht. \nMARIA: \nJa, wahrlich, sie ist da; doch frage dich, \nDa du hinab dich zwangest in ihr Reich, \nOb sie nicht deutlich sich dir offenbart. \nVon Lucifer, vor dem du stehst, erfrage, \nOb er dir Furcht in deine Schwäche gießt. \nLUCIFER: \nDie Wesen, die mich fliehen, lieben mich. \nEs liebten mich die Erdenkinder stets, \nNur glauben sie, daß sie mich hassen sollen. \nDoch suchen sie in meinen Taten mich. \nIn kalter Wahrheit Formen müßten sie \nHinschmachten durch das lange Erdenwerden, \nWenn ich in ihre Seelen ihnen nicht \nDie Schönheit senkte als des Daseins Zierde. \nIn Künstlerseelen flöße ich die Kräfte. \nWas jemals Menschen als ein Schönes schauen, \nIn seinem Urbild ist's in meinem Reich. \nNun frage dich, ob du mich fürchten sollst. \nMARIA: \nIn Lucifers Gebieten wäre Furcht \nAn ihrer rechten Stelle wahrlich nicht. \nEr muß als Gaben Wünsche vor sich her, \nUnd nicht die Furcht, in Menschenseelen senden. \nSie stammt fürwahr aus andrem Machtbereich. \nAHRIMAN: \nIch war den Göttern ebenbürtig einst. \nSie mußten mir die alten Rechte kürzen. \nIch wollte meinem Bruder Lucifer \nFür seine Reiche so die Menschen bilden, \nDaß jeder seine Welt in sich nur trüge.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":392,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p004"},{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p005","passage_number":5,"text":"Da Lucifer als Gleicher unter Gleichen \nIm Geistesreiche nur sich geben wollte \nUnd Vorbild nur für andre, niemals aber \nEin Herrscher über Wesen konnte sein, \nSo wollte ich dem Menschen Stärke geben, \nDaß er dem Lucifer sich gleich bezeuge. \nUnd war' ich in dem Götterreich geblieben, \nEs war' dies auch im Urbeginn geschehn. \nDoch wollten Götter Herrscher sein auf Erden, \nSo mußten sie aus ihrem Reiche einst \nIn Abgrundtiefen meine Kraft verbannen, \nDaß ich die Menschen nicht zu stark erkrafte. \nUnd so vermag ich nur von diesem Orte \nZur Erde hin die starke Kraft zu senden. \nSie wird auf diesem Wege aber - Furcht. \n(Bei Ahrimans letzten Worten erscheint Benedictus.) \nCAPESIUS: \nWer das gehört, was hier die beiden Mächte \nVon ihren Orten durch die Welten sprachen, \nDer weiß dadurch die Furcht und auch den Haß \nIn ihren eignen Reichen aufzusuchen. \nBENEDICTUS: \nIn Weltenworten sollst du dich erkennen, \nErfühlen dich in Weltgedankenkraft. \nUnd da du außer dir jetzt schauen konntest, \nWas du als deine Eigenheit dir träumtest, \nSo finde dich und schaudre künftig nicht \nBeim Worte, welches dir gerecht erklingt \nUnd dir das eigne Sein bezeugen soll. \nCAPESIUS: \nSo darf ich künftig wieder mir gehören. \nIch werde mich jetzt suchen, weil ich mich \nIm Weltendenken schauend leben darf. \nBENEDICTUS: \nUnd binde dir, was du gewonnen jetzt, \nAn alt Erworbenes auch, zum Weltbesitz. \n(Im Hintergrunde an Benedictus' Seite erscheint Frau Bälde \nin ihrer gewöhnlichen Kleidung.) \nFRAU BÄLDE (im sinnigen Märchenton): \nEs war einmal ein helles Götterkind. \nDas war den Wesen wahlverwandt, die Weisheit \nIm Geistesreiche sinnvoll weben dürfen. \nDas Wesen wuchs, gepflegt vom Wahrheitvater, \nIn seiner Welt zur Urgewalt heran. \nUnd als es fühlte den gereiften Willen \nIn seinem Lichtesleib sich schaffend regen, \nDa blickt es oft voll Mitgefühl zur Erde, \nWo Menschenseelen sich nach Wahrheit sehnten. \nEs sagt' das Wesen dann zum Wahrheitvater: \n«Es dürsten Menschen nach dem Trank, den du \nAus deinen Quellen ihnen reichen kannst.» \nMit ernster Würde sprach der Wahrheitvater: \n«Die Quellen, welche ich behüten muß, \nSie lassen Licht aus Geistessonnen strömen; \nUnd trinken dürfen Licht nur solche Wesen, \nDie nicht nach Luft zum Atmen dürsten müssen. \nDrum hab' ich mir am Licht das Kind erzogen, \nDas Mitleid mit den Erdenseelen fühlen \nUnd Licht in Atemwesen zeugen kann. \nSo wandle du zu Menschen hin und bringe \nDas Licht aus ihren Seelen meinem Licht \nVertrauensvoll und geistbelebt entgegen.» \nDa wandte sich das helle Lichteswesen","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":395,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p005"},{"locus":"GA 14/ga014-3_scene06/p006","passage_number":6,"text":"Zu Seelen hin, die atmend sich erleben. \nEs fand auf Erden viele gute Menschen, \nDie freudig ihm die Seelenwohnung gaben. \nEs lenkte dieser Seelen Blick zum Vater \nAm Lichtesquell in treuer Liebe hin. \nUnd wenn das Wesen aus dem Menschenmund \nUnd frohem Menschensinne Phantasie \nAls Zauberwort vernahm, dann wüßt' es sich \nIn guten Menschenherzen froh erlebt. \nDoch eines Tages trat zu diesem Wesen \nEin Mann, der ihm gar fremde Blicke warf. \n«Ich lenk' auf Erden Menschenseelen hin \nZum Wahrheitvater an dem Lichtesquell.» \nSo sprach das Wesen zu dem fremden Manne. \nDa sprach der Mann: «Du webst in Menschentgeistern \nNur wilde Träume und betrügst die Seelen.» \nUnd seit dem Tage, welcher dieses sah, \nVerleumden viele Menschen dieses Wesen, \nDas Licht in Atemseelen bringen kann. \n(Es erscheinen in einer Lichtwolke: Philia, Astrid, Luna und \ndie andre Philia) \nPHILIA: \nEs findet die Seele, \nDie trinket das Licht, \nIn Weltengefilden \nSich kräftig erwacht. \nASTRID: \nEs fühlet der Geist, \nDer furchtlos sich weiß, \nIm Welten-Erleben \nSich kraftvoll erstehen. \nLUNA: \nEs wolle der Mensch, \nDer Höhen erstrebt \nIn Gründen des Seins \nSich machtvoll erhalten. \nDIE ANDRE PHILIA: \nEs strebet der Mensch \nZum Träger des Lichts, \nDer Welten erschließt, \nDie fröhliche Sinne \nIm Menschen erquicken. \nBegeistert Bewundern \nEntführet den Geist \nIn Göttergefilde, \nDie leuchtende Schönheit \nIn Seelen erweckt. \nErrungenes tröstet \nGefühle, die wagen \nAn Schwellen zu treten, \nDie strenge behütet \nVor fürchtenden Seelen. \nUnd Stärke, sie findet \nDas reifende Wollen \nDas furchtlos sich trägt \nZu Schöpfergewalten, \nDie Welten erhalten. \n(Vorhang fällt, während noch Benedictus, Capesius, Maria, \nFrau Bälde, Lucifer, Ahriman und die vier Seelengestalten an \nihren Orten sind.)","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":261,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/14/ga014-3_scene06/p006"}],"english":["GA 14/ga014-3_scene06/p001","GA 14/ga014-3_scene06/p002","GA 14/ga014-3_scene06/p003","GA 14/ga014-3_scene06/p004","GA 14/ga014-3_scene06/p005","GA 14/ga014-3_scene06/p006","GA 14/ga014-3_scene06/p007","GA 14/ga014-3_scene06/p008","GA 14/ga014-3_scene06/p009","GA 14/ga014-3_scene06/p010","GA 14/ga014-3_scene06/p011","GA 14/ga014-3_scene06/p012","GA 14/ga014-3_scene06/p013","GA 14/ga014-3_scene06/p014","GA 14/ga014-3_scene06/p015","GA 14/ga014-3_scene06/p016","GA 14/ga014-3_scene06/p017","GA 14/ga014-3_scene06/p018","GA 14/ga014-3_scene06/p019","GA 14/ga014-3_scene06/p020","GA 14/ga014-3_scene06/p021","GA 14/ga014-3_scene06/p022","GA 14/ga014-3_scene06/p023","GA 14/ga014-3_scene06/p024","GA 14/ga014-3_scene06/p025","GA 14/ga014-3_scene06/p026","GA 14/ga014-3_scene06/p027","GA 14/ga014-3_scene06/p028","GA 14/ga014-3_scene06/p029","GA 14/ga014-3_scene06/p030","GA 14/ga014-3_scene06/p031","GA 14/ga014-3_scene06/p032","GA 14/ga014-3_scene06/p033","GA 14/ga014-3_scene06/p034","GA 14/ga014-3_scene06/p035","GA 14/ga014-3_scene06/p036","GA 14/ga014-3_scene06/p037","GA 14/ga014-3_scene06/p038","GA 14/ga014-3_scene06/p039","GA 14/ga014-3_scene06/p040","GA 14/ga014-3_scene06/p041","GA 14/ga014-3_scene06/p042","GA 14/ga014-3_scene06/p043","GA 14/ga014-3_scene06/p044","GA 14/ga014-3_scene06/p045","GA 14/ga014-3_scene06/p046","GA 14/ga014-3_scene06/p047","GA 14/ga014-3_scene06/p048","GA 14/ga014-3_scene06/p049","GA 14/ga014-3_scene06/p050","GA 14/ga014-3_scene06/p051","GA 14/ga014-3_scene06/p052","GA 14/ga014-3_scene06/p053","GA 14/ga014-3_scene06/p054","GA 14/ga014-3_scene06/p055"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":2072,"en_words":2589,"ratio":1.25,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 14/ga014-3_scene06/p006"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":1.25,"band":"comparable","note":null,"word_count":2589,"original_word_count":2075,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"status":"unknown","warning":"No translator is recorded for this edition. 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