{"corpus":"steiner","locus":"GA 147/1913-08-30/p032","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"The memory of real sensory existence between birth and death stays firmly present in the soul between death and rebirth. But if one penetrates to the true ego after having become clairvoyant, one comes to realize that a decision, a spiritual deed is necessary. And it can be said of it: This must be a strong, determined decision of the will, to root out, to forget the memory of what we have been, in all its detail. With this we come to something that was also dimly apparent in earlier clairvoyant and cognitive stages of experience. In Scene Three of *The Souls' Awakening* where Strader stands at the abyss of his existence, there is a foreshadowing of this experience that one has in spiritual realms. But one stands in the fullest sense of the word at the abyss of existence when one makes the decision in true freedom and energy of will, to blot out and forget oneself.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Lecture VII","site_heading":"The Other Self and Shadow Beings in Spiritual Ascent","site_heading_note":"A heading the site wrote for this unit from a summary of it; not in the edition, and not the words of Rudolf Steiner or of the translator. 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Man nähert sich der wahren Wesenheit des Menschen allmählich beim Aufsteigen in die geistige Welt, wenn man sich selber zum Erinnerungswesen, zum Gewesenen wird, wenn also einmal für die menschliche Seele das Bewußtsein auftaucht: Du bist jetzt nicht in der Gegenwart, du hast auch zunächst keine Zukunft vor dir, du bist das, was du gewesen bist, trägst dein Gewesenes in die Gegenwart herein. -— Man wächst dann als geistiges Wesen so weiter, daß dieses Gewesene, das, was man heraufgetragen hat in die geistige Welt, was man selber geistig erlebt, ein Geistgespräch beginnt mit der umliegenden Geistwelt. Man wächst heran, indem man lauscht diesem Gespräche der eigenen Vergangenheit mit den Gedankenlebewesen der geistigen Welt. Aber man hat, wenn man sich so hineinversetzt fühlt in die geistige Welt, in der man sein anderes Selbst findet, immer ein Gefühl, ein Erleben, das etwa in der folgenden Weise ausgedrückt werden kann. Der Mensch fühlt, du bist jetzt zwar in der geistigen Welt, du kannst dein anderes Selbst, indem du dich innerhalb deines astralischen Leibes in der geistigen Welt aufhältst, als eine geistige Wesenheit finden, aber dein ganz wahres Wesen, das, was du eigentlich bist, kannst du in dieser Welt doch noch nicht finden. Dasjenige, wovon dein Ich in der physischen Welt das Schattenbild ist, das findest du trotz des Aufstieges in die geistige Welt noch nicht. Da lernt man nach und nach erkennen, was man für ein bedeutsames Erlebnis noch haben muß, um das wahre Ich, um die wahre innere, noch in diesem anderen Selbst eingehüllte Wesenheit zu finden. Ja, die menschliche Wesenheit ist kompliziert und liegt tief, tief in den Seelentiefen drunten. Und um wirklich auf das wahre Ich zu kommen, sind so mancherlei Erlebnisse durchzumachen. Wir haben manches von dem geschildert, was der Mensch durchmachen muß, um zu seinem wahren Selbst zu kommen, das in ihm lebt. Um zum wahren Ich zu kommen, ist noch das Folgende durchzumachen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":349,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/147/1913-08-30/p017"},{"locus":"GA 147/1913-08-30/p018","passage_number":18,"text":"Wir haben betont, wie man heraufdringt in die geistige Welt mit der Erinnerung, wie man zunächst keine neuen Eindrücke hat, sondern dasjenige sprechen lassen muß, was man gewesen ist, wie man als punktuelle Wesenheit lauschen muß dem Geistgespräch zwischen dem Gewesenen seiner selbst und der geistigen Umwelt. Diese Erinnerung bleibt einem. Sie bleibt einem auch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Das, was man gewesen ist, ist gerade in der geistigen Welt zunächst vorhanden. Die Erinnerung an das sinnlich wirkliche Dasein zwischen Geburt und Tod bleibt gerade fest bestehen und bleibt innerhalb der Seele vorhanden zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Will man aber als hellsichtig gewordene Seele zum wahren Ich vordringen, dann lernt man erkennen, daß ein Entschluß, eine geistige Tat notwendig ist. Und von dieser geistigen Tat kann gesagt werden, sie muß der starke Willensentschluß sein, das, was man heraufgetragen hat in die geistige Welt, was man als Erinnerung seiner selbst heraufgebracht hat, in sich auszutilgen, in sich zu vergessen, durch Willensentschluß auszutilgen die Erinnerung dessen, was man gewesen ist mit allen Einzelheiten. Da kommt man dann an dasjenige, was ja schattenhaft hereinleuchten kann auch schon für frühere hellsichtige und Erkenntnisstufen. Angedeutet ist sozusagen eine frühere Ankündigung dessen, was man da erlebt in der geistigen Welt, in dem dritten Bild von «Der Seelen Erwachen», wo Strader am Abgrund seines Daseins steht. Aber so ganz richtig in wahrer Gestalt steht man am Abgrund des Daseins, wenn man den Entschluß faßt, durch freies inneres Wollen, durch energische Willenstat, sich auszulöschen, zu vergessen. Im Grunde genommen sind im Menschenwesen alle diese Dinge auch als Tatsache vorhanden; der Mensch weiß nur nichts davon. Jede Nacht muß er sich in dieser Weise unbewußt auslöschen. Aber es ist eben etwas ganz anderes, mit vollem Bewußtsein sein Erinnerungs-Ich der Vernichtung, dem Vergessen, dem Abgrund anheimzugeben, wirklich eine Weile zu stehen in der geistigen Welt am Abgrund des Seins gegenüber dem Nichts als Nichts. Es ist das erschütterndste Erlebnis, das man haben kann, und man muß mit großem Vertrauen an dieses Erlebnis gehen. Um als Nichts an den Abgrund zu gehen, ist notwendig, daß man das Vertrauen hat, daß einem aus der Welt dann das wahre Ich entgegengebracht wird. Und das geschieht. Man weiß dann, wenn man am Abgrund des Seins dieses Vergessen zustande gebracht hat: Ausgelöscht ist alles, was du bisher erlebt hast, du hast es selbst ausgelöscht. Aber dir kommt aus einer Welt, die du selbst bis jetzt nicht erkannt hast, aus einer, ich möchte sagen, übergeistigen Welt dein wahres Ich entgegen, das in dem anderen Selbst nur noch eingehüllt war. — Jetzt erst begegnet man sich, nachdem man sich völlig ausgelöscht hat, mit seinem wahren Ich, von dem das Ich innerhalb der physischen Welt das Schattenbild, die Maja ist. Denn das wahre Ich des Menschen gehört der übergeistigen Welt an, und der Mensch steckt mit seinem wahren Ich, von dem ein schwaches Schattenbild das physische Ich ist, in der übergeistigen Welt darinnen. So ist ein innerliches Erleben das Aufsteigen zur übergeistigen Welt, das Erleben einer völlig neuen Welt am Abgrund des Seins und das Empfangen des wahren Ich aus dieser übergeistigen Welt am Abgrund des Seins. Diese Schilderung wollte ich wie eine Verbindungsbrücke zwischen der heutigen Betrachtung und der morgigen in Ihre Seelen legen. Sie soll uns in gewisser Weise beschäftigen zwischen heute und morgen wie ein Verbindungsglied zwischen der heutigen und morgigen Betrachtung. Denn anknüpfend an die Worte, die ich heute gesprochen habe über die Begegnung am Abgrund des Seins, wollen wir dann morgen weitersprechen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":585,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/147/1913-08-30/p018"}],"english":["GA 147/1913-08-30/p030","GA 147/1913-08-30/p031","GA 147/1913-08-30/p032","GA 147/1913-08-30/p033","GA 147/1913-08-30/p034"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":934,"en_words":735,"ratio":0.79,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 147/1913-08-30/p018"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":0.92,"band":"comparable","note":null,"word_count":5032,"original_word_count":5470,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Ruth Pusch","identified_edition":"AP1987","book_title":"Secrets of the Threshold","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA147/English/AP1987/19130830p01.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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