{"corpus":"steiner","locus":"GA 154/1914-05-05/p035","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"It is quite possible these days to deny Christ and claim that there is no evidence that Christ lived in the physical world in the body of Jesus of Nazareth. In fact, people have even produced evidence showing there was no historical Christ. But with that they merely prove that they missed the point. If Christ had chiseled into a rock for all future generations, “I was here,” then those future generations would have known he existed from the sensory world, and they would not have needed to believe it. His deep significance, the possibility of redemption, is precisely that this was not the case, that we cannot comprehend him through our senses but have to accept him with the forces of the spirit. Seen in this light, we find Christ intimately connected with those things that even here on earth lift human beings beyond the sense-perceptible world into the spiritual realm. None of this exists for those who cannot raise themselves to the spiritual world, because they cannot escape their doubts.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"3. Awakening Spiritual Thoughts","site_heading":null,"date":"1914-05-05","location":null,"word_count":172,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/154/1914-05-05/p035","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Christian von Arnim","identified_edition":"AP1990","book_title":"The Presence of the Dead on the Spiritual Path","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA154/English/AP1990/19140505p01.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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Da kam der Religionsstifter. Er brachte wahre Vorstellungen aus der geistigen Welt heraus. Der Angehörige eines Volkes der verflossenen Zeit sagte sich: Nicht ich, insofern ich sinnlich wahrnehme, insofern ich in meiner Phantasie arbeite, sondern die Religionsstifter, Zarathustra, Buddha, Krishna, sie sind es, die Vorstellungen in mir anregen, durch die ich den Einlaß in die geistige Welt finde. - Ob das Ich Verwirrung stiftet oder blind wird, der Mensch dieses Zeitalters muß mündig sein. Daß er als Mündiger den Weg finden kann in die geistige Welt, dazu hat sich vollzogen das Mysterium von Golgatha. Nicht mehr erscheint der Religionsstifter als solcher vor der äußeren Menschheit, wie er früher erschienen ist. Denn diejenigen, die den Christus mit den alten Religionsstiftern auch nur vergleichen, die verstehen gar nichts von dem Christus. Denn der Christus hat zunächst gewirkt durch eine Tatsache, die anderen Religionsstifter durch die Lehren. In dem Augenblick, wo man den Christus einen Weltenlehrer nennt, bezeugt man, daß man gar nicht weiß, wer der Christus ist. Dasjenige, worauf es bei dem Christus ankommt, ist die Tat, die er vollbracht hat, die sich vollzogen hat von dem Ereignis an, welches wir sehen in der Johannestaufe bis zu der Kreuzigung auf Golgatha. Was da für die Menschheit geschieht, ist im Geistigen dasjenige, worauf es ankommt. Was da geschehen ist, das ist das, was die Menschenseelen beseligen kann seit jener Zeit, das Wort, das Paulus ausgesprochen hat: «Nicht ich, der Christus in mir.» Denn der Christus ist der Weg in die geistige Welt geworden, weil er in diese Welt hereingebracht hat die geistige Welt, die der Mensch braucht, wenn er nicht ein Krüppel oder ein Blinder in der geistigen Welt sein soll. Man kann ja heute den Christus ableugnen, man kann herumgehen in der Welt und kann sagen: Es ist kein Beweis dafür da, daß der Christus in der Außenwelt gelebt hat im Leibe des Jesus von Nazareth. — Gewiß, man hat es sogar bewiesen, daß kein historischer Christus da war. Man beweist aber damit nur, daß man nicht weiß, worauf es ankommt. Hätte der Christus irgendwo an einen Felsen eingekratzt, für alle späteren Geschlechter: Ich bin da gewesen -, so hätten alle späteren Geschlechter aus der Sinnenwelt heraus die Tatsache gewußt, dann hätten sie es nicht zu glauben brauchen. Daß eben dieses nicht der Fall war, daß man ihn nicht erkennen kann mit sinnlichen Mitteln, sondern daß man ihn erkennen muß mit der Kraft des Geistes, das ist das Erlösende, das ist die tiefe Bedeutung, die in ihm liegt. 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