{"corpus":"steiner","locus":"GA 163/1915-08-23/p017","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Mauthner goes on to say:","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"1. 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Fritz Mauthner sagt: «Das Dasein Gottes soll daraus bewiesen werden, daß die Schönheit und Ordnung der Welt ohne absichtsvollen Schöpfer, durch reinen Zufall also ebenso höchst unwahrscheinlich sei, wie die Herstellung der Faust-Dichtung etwa dadurch, daß ein ungeheurer Setzerkasten umgeworfen würde und die Lettern und andere Satzzeichen sich zufällig in der Reihenfolge von Goethes «Faust» geordnet hätten. Die Unwahrscheinlichkeit für eine solche Herstellung des «Faust: ist wirklich ungeheuer groß. Größer, als die Phantasie sich vorstellen kann. Auch wenn man die übertolle Annahme, die Lettern könnten sich im Raume auch noch zu Zeilen ordnen, beiseite läßt und an die Wahrscheinlichkeit eines unendlich günstiger liegenden Extrazufalles denkt. So etwa: eine deutsche Schreibmaschine oder Setzmaschine gelangt in die Hände eines Chinesen, der von der deutschen Sprache und von deutschen Buchstaben keine Ahnung hat, der aber unverdrossen auf den Tasten herumtippt, wochenlang oder monatelang, und die Maschine auch sonst richtig bedient» —, daß der also durch dieses bloße Herumtippen den Goetheschen «Faust» zusammenbringt! Mauthner fährt fort: «Ich habe mir nun den Spaß gemacht, die Wahrscheinlichkeit für den Zufall näherungsweise zu berechnen, daß bei diesem blinden Herumtippen just Goethes « Faust) herauskomme. Auf einige Dezimalstellen in der Mantisse des Logarithmus kommt es nicht an. Auch habe ich großmütig die Wahrscheinlichkeit dadurch erhöht, daß ich einen «Faust» mit 100 Druckfehlern noch als «Faust» anerkannte, also überaus zahlreiche günstige Fälle anstatt eines einzigen theoretisch geforderten annahm. Zum «Faust» sind etwa 300 000 Buchstaben nötig. 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