{"corpus":"steiner","locus":"GA 169/1916-06-13/p037","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"For example, when you see a tree trunk lying on the ground, you see an external reality. But if you think about this tree trunk, you will find it is not a reality at all because it cannot exist as such. It necessarily has to contain the shoots that develop into branches, leaves, and blossoms. Thus, it is really a lie, this tree trunk, a “true unreality,” because what it appears to be cannot exist in the nature of things. Only if you are aware that you think of something unreal when you think about a tree trunk, then your thinking is true to reality.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"2. Blood and Nerves","site_heading":null,"date":"1916-06-13","location":null,"word_count":105,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/169/1916-06-13/p037","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length+anchor_constrained","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Sabine H. Seiler","identified_edition":"AP1990","book_title":"Toward Imagination","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA169/English/AP1990/19160613p01.html","evidence":"lecture_page_line","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. The translator IS verified for this lecture: its own source names the translator (evidence: the lecture's page, rsarchive's lecture list, or the cover of the book it was published in), and that page's text was matched against this unit (see match_score and source_url). Cite the translator with confidence; attribute the publisher only as probable."},"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/169/1916-06-13/p037","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. 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Absence of a phrase from the English here is NOT evidence it is absent from Steiner."},"paired_german":{"status":"paired","german":[{"locus":"GA 169/1916-06-13/p020","passage_number":20,"text":"Fühlen wir doch nur, was zu tun ist, um eben diesem Gefühle zu entsprechen. In diesen Schriften und dann auch in der kleinen Schrift, die jetzt schon hier ist, «Die Aufgabe der Geisteswissenschaft», versuchte ich zu zeigen, was gegeben werden kann auch denjenigen, die außerhalb unseres Kreises stehen. Natürlich kann gerade diese Schrift «Die Aufgabe der Geisteswissenschaft» Menschen gegeben werden, die außerhalb unseres Kreises stehen, und es wird sich ja zeigen, ob Verständnis da ist für dasjenige, was gerade demjenigen als Aufgabe obliegt, der etwas begreift von der Notwendigkeit des Einfließens geisteswissenschaftlicher Wahrheiten in unserer gegenwärtigen Zeit. Ich habe ja wahrhaftig im Laufe der Zeit nicht bloß diesen oder jenen abfälligen Satz gesagt, den ich gerade in dieser schweren Zeit zu Ihnen gesprochen habe, sondern ich habe die Dinge begründet, im einzelnen erzählt, das oder jenes belegt. Ich habe Ihnen nicht bloß gesagt, daß die Philosophen Homunkeln sind, sondern ich habe Ihnen einen besonders charakteristischen Ausspruch erst das letzte Mal wieder angeführt und manches andere noch, um Ihnen eine Vorstellung zu geben, wie die Dinge liegen, und wie in diesem ersten Drittel unserer fünften nachatlantischen Zeit alles nach dem Homunkulismus hin tendiert, nach der Geistesleerheit hin sich zu entwickeln sucht. Durchschauen müssen wird man immer mehr und mehr dasjenige, was Sie gerade in dem neuen Buch auseinandergesetzt finden werden: den Unterschied zwischen einem bloß richtigen, logisch richtigen Begriff und einem wirklichkeitsgemäßen Begriff. Ein logisch richtiger Begriff braucht noch nicht wirklichkeitsgemäß zu sein. Und das versuchte ich besonders herauszuarbeiten, was ein wirklichkeitsgemäßes Denken ist. Darauf beruht so unendlich viel Jammervolles in unserem Geistesleben, daß die Leute glauben, wenn sie irgend etwas logisch denken können, so sei das auch schon wirklichkeitsgemäß. Aber wirklichkeitsgemäßes Denken ist etwas anderes, als bloß richtiges Denken. Wenn Sie hier einen Baumstamm liegen sehen: Er ist eine äußere Wirklichkeit. Wenn Sie ihn denken, diesen Baumstamm, ist er keine Wirklichkeit, denn er kann nicht als solcher existieren. Er muß die Triebe in sich haben, die sich in Zweigen und Blättern und Blüten entwickeln. Er ist eine wirkliche Lüge, ein «wirkliches Unwirkliches» ist er, der Baumstamm, weil das Bild, das er Ihnen bietet, nicht da sein kann. Wirklichkeitsgemäß denkt nur derjenige, der fühlt, indem er einen Baumstamm denkt, daß er etwas Unwirkliches denkt. Und so bestehen die meisten der heutigen Wissenschaften aus Gedanken über Unwirklichkeiten. Die Geologie denkt heute die Erde rein mineralisch. Aber dieses Mineralische der Erde gibt es gar nicht, es existiert nicht für sich, geradesowenig, wie ein Baumstamm für sich existiert; denn das Mineralreich der Erde enthält schon die Pflanzen, Tiere und Menschen in sich, und nur, wenn man das letztere mit dem Mineral zusammengefügt denkt, denkt man eine Wirklichkeit. 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