{"corpus":"steiner","locus":"GA 169/1916-06-27/p040","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Strictly speaking, people nowadays are unable to draw a bird in flight. In modern pictures, birds hover; they do not fly, and that is perfectly all right, but we have to understand it. We must not expect of our contemporaries what was expected of the ancient Greeks. This inner life of feeling had to be subdued so human beings could direct their I to the outside. We must not think of human evolution the way modern, materialistic Darwinists do and begin with imperfect human beings that develop into more perfect ones. Instead, we must see a parallel spiritual development that descends from the perfect state in the spiritual world down to human beings adapting themselves more and more to their physical organism. There are two streams of evolution, not just one. Thus, we can say our way of seeing things allows us to take in something that could not be perceived in earlier times. This earlier way of looking at things should not be carried over into later times, but, of course, it is occasionally carried over.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"4. The Human Organism Through the Incarnations","site_heading":null,"date":"1916-06-27","location":null,"word_count":177,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/169/1916-06-27/p040","alignment_confidence":"low","alignment_reason":"count_diverges","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Sabine H. 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Cite the translator with confidence; attribute the publisher only as probable."},"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/169/1916-06-27/p040","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. 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Derjenige, der heute im grob materialistischen Sinne denkt, sagt: Die Griechen haben halt besser gesehen, sie haben ja auch den menschlichen Körper gesehen bei ihren Spielen; und man hat nicht übel Lust, diese Spiele wieder nachzumachen. - Nun, diejenigen, die heute griechische Spiele nachmachen, werden schon keine Griechen werden, darauf können Sie sich verlassen; aber die Äußerlichkeiten macht man ja vielfach nach. Ich habe es ja schon hervorgehoben, daß der Grieche in einer anderen Weise nachbildete, als ein moderner europäischer Mensch. Das beruht darauf, daß der Grieche noch etwas im Innern hatte. Wir wissen, daß der Grieche ausgebildet hatte die Verstandes- oder Gemütsseele; bei uns ist das Ich nach außen gerichtet, die Verstandes- oder Gemütsseele aber ist nach innen gerichtet, erfaßt mehr das innere Gleichgewicht und die innere Bewegungsfähigkeit des Leibes. Der Mensch steckt noch mehr in sich als Grieche, denn als moderner Mensch. Der Grieche hat daher auch nicht in derselben Weise wie der moderne Künstler mit dem Modell gearbeitet, sondern wenn er den Arm zu bilden hatte, dann fühlte er in sich die Form des Muskels, fühlte in sich die Gestalt, er fühlte, wenn er eine Bewegung bilden sollte, wenn er selbst die Bewegung machte, wie das ist. Ja, er konnte noch mehr, der Grieche, weil er noch drinnen steckte. Sie wissen, in der ägyptisch-chaldäischen Zeit wurde ausgebildet die Empfindungsseele, in der griechisch-lateinischen Zeit die Verstandes- oder Gemütsseele. Sie steckt aber noch darinnen. Erst das Ich tritt heraus, sieht die Außenwelt an. Wenn der Grieche sich einen Vogel anschaute, so konnte er in seiner eigenen Armbewegung, wenn er den Flug des Vogels nachahmte, fühlen, wie er die Flügel gestalten mußte, während der moderne Mensch ein Modell braucht, sich einen Vogel irgendwo anheftet und dann den nachmalt oder nachbildet. Dieses innerliche Erleben ist der modernen Menschheit mit Recht verlorengegangen. Aber wissen muß man das und würdigen muß man das: Dieses innerliche plastische Verständnis, das der Grieche hatte, hat der moderne Mensch nicht. Wir müssen verstehen, daß, wenn der Grieche einen Menschen in Bewegung in der Plastik nachbildete, er aus innerem Wissen, nicht von äußerlichem Anschauen nach dem Modell wußte, wie er das Bein, die Zehe, die Finger, wie er das alles zu stellen hatte. Der moderne Mensch kann eigentlich im Grunde genommen einen Vogel, der fliegt, nicht malen. Auf modernen Bildern schweben die Vögel, sie fliegen nicht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":466,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/169/1916-06-27/p017"},{"locus":"GA 169/1916-06-27/p018","passage_number":18,"text":"Daß das so ist, das ist schon richtig, man muß es nur verstehen. Man muß an den heutigen Menschen nicht die Anforderungen stellen, die man an den griechischen Menschen stellte. Es mußte abgedämpft werden dieses innerliche Erfühlen, damit der Mensch das Ich nach außen richten konnte. Man darf eben nicht die Menschheitsentwickelung so betrachten, wie sie die modernen materialistischen Darwinisten betrachten, daß man nur ausgeht von dem unvollkommenen und heraufgeht zum vollkommenen Menschen, sondern man muß die geistige Entwickelung daneben haben, die hinuntersteigt von dem in der geistigen Welt vollkommenen zum immer mehr und mehr dem physischen Organismus sich anpassenden Menschen. Zwei Entwickelungsströmungen haben wir verlaufend, nicht bloß eine. Daher können wir sagen: Wir konnten in modernem Anschauen etwas aufnehmen, was beim früheren Anschauen nicht der Fall war. Wir wissen, wie ja früheres Anschauen nicht hineingetragen werden soll in späteres, wie es aber natürlich im Naturverlauf zuweilen hineingetragen wird.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":149,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/169/1916-06-27/p018"}],"english":["GA 169/1916-06-27/p037","GA 169/1916-06-27/p038","GA 169/1916-06-27/p039","GA 169/1916-06-27/p040"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":615,"en_words":505,"ratio":0.82,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 169/1916-06-27/p017","GA 169/1916-06-27/p018"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":1.01,"band":"comparable","note":null,"word_count":7301,"original_word_count":7214,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Sabine H. 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