{"corpus":"steiner","locus":"GA 170/1916-08-07/p009","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"In order to answer this question we must think about what has been said in many lectures on the subject of the nature of cognition, of knowledge, of truth, of wisdom. In the ordinary way we imagine that the only purpose of the knowledge we acquire is to enable us to have mental pictures of the external world, to know something about the external world. There are philosophical psychologists who are constantly bringing forward theories about the mysterious connection that exists between the nature of a concept or an idea and the object that is pictured by the idea. These theories all suffer from one common error. I can only make this error clear to you by means of a picture. Suppose a botanist or an horticulturist wished to make investigations into the nature of a grain of wheat. He would probably say to himself: ‘I will use chemistry and investigate the grain of wheat from the point of view of the food-value of wheatmeal. I will try to find out the constituents that are required for man's nourishment.’ He would, in other words, be investigating the nature of the grain of wheat from the point of view of wheat as a means of nourishment. He would be trying to discover the reason why certain constituents are contained in the wheat. Anyone who imagines that it is possible to find out something about the real nature of wheat by investigating to what extent it is valuable as a foodstuff, would be making a curious mistake. A grain of wheat comes into existence in the whole sphere of plant life as the fruit of the wheat-plant and we can only discover why the nature of the grain is as it is, by studying the process of the growth of a new wheat-plant out of the grain. The fact that a grain of wheat contains constituents of nutritive value for the human being, is an entirely secondary consideration so far as the real nature of the grain is concerned. Those who look at everything merely from the utilitarian standpoint and want to make this the essential aim of science will investigate the grain of wheat from the chemical point of view and find that here we have in Nature something that is of value as a foodstuff. But this has nothing whatever to do with the innermost purpose of the grain of wheat. If it were possible to ask the grain of wheat what its innermost and primary purpose is, it would not answer that it is there in order to nourish human beings but rather in order to make it possible for a new wheat plant to come into existence.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Human Knowledge and Its Significance for Man and the Cosmos","site_heading":null,"date":"1916-08-07","location":null,"word_count":449,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/170/1916-08-07/p009","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"Singles","book_title":"The Riddle of Humanity","publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA170/English/Singles/19160807p02.html","evidence":null,"reason":"source_says_translator_unknown","note":"The source page itself says the translator is unknown. No translator is established for this lecture: nothing at the level of the lecture names one. Do not attribute this English to a translator, and do not borrow a credit from another lecture of the volume. Cite the German for anything load-bearing."},"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/170/1916-08-07/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/170/1916-08-07/p009","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 170/1916-08-07_02","ga":"170","lecture":"1916-08-07_02","kind":"renderings","relation":"another translation or transcription of the same lecture"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."},"german_anchor":{"de_prefix":"1916-08-07","de_passages":[{"locus":"GA 170/1916-08-07/p006","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/170/1916-08-07/p006"},{"locus":"GA 170/1916-08-07/p007","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/170/1916-08-07/p007"}],"bead_confidence":"high","pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 170/1916-08-07/p006","GA 170/1916-08-07/p007"],"reader_part":true,"length_check":{"de_words":908,"en_words":1020,"ratio":1.12,"partial":false},"correspondence":"established","note":"English passage numbering is edition-relative, so the same number need not name the same paragraph in the German. The German original passage(s) above are the edition-invariant anchor — fetch them (lang='de') to verify wording before quoting across editions."},"paired_german":{"status":"paired","german":[{"locus":"GA 170/1916-08-07/p006","passage_number":6,"text":"Um uns diese Frage zu beantworten, müssen wir einmal unseren Seelenblick werfen auf das, was wir über das Vorstellungsmäßige, Erkenntnismäßige in der menschlichen Seele, das nun an das Haupt gebunden ist, über das Wahrheitsmäßige, Weisheitsmäßige gesagt haben. Gewöhnlich glaubt der heutige Mensch, das, was wir in der Erkenntnis erwerben, sei nur dazu da, um uns Bilder von der Außenwelt zu machen, um von der Außenwelt etwas wissen zu lernen. Es gibt philosophische Erkenntnistheoretiker, die immer und immer wieder theoretisieren, wie eigentlich Begriffe oder Vorstellungen zusammenhängen, welche geheimnisvolle Beziehung besteht zwischen der Natur des Begriffs und der Sache, die durch den Begriff abgebildet wird. Solche Theorien kranken alle an einem gemeinsamen Fehler. Ich kann Ihnen diesen Fehler zunächst nur klarmachen, indem ich mich bildhaft ausdrücke. Denken Sie sich einmal, ein Botaniker, ein Gärtner, wollte die Natur des Weizenkorns untersuchen, und er würde das so anstellen, daß er sagt: Ich nehme die Chemie zu Hilfe und untersuche das Weizenkorn,inwiefern es die Bestandteile enthält, die der Mensch braucht, um sich durch Weizenkorn, Weizenmehl oder dergleichen zu nähren. Und in dieser Beziehung, die das Weizenkorn zur menschlichen Ernährung hat, würde der Botaniker das Wesen des Weizenkorns suchen, das heißt die Gründe, warum es aus gewissen Bestandteilen besteht. In einem recht kuriosen Irrtum wäre ein solcher Mensch, der glaubte, dadurch über die Wesenheit des Weizenkorns etwas zu erfahren, daß er untersucht, inwieferne es ein gutes Nahrungsmittel für den Menschen ist. Das Weizenkorn entsteht innerhalb der ganzen Weizenpflanze als die Frucht der Weizenpflanze, und nur derjenige kann erfahren, warum das Weizenkorn seiner Wesenheit nach ist, wie es ist, der es daraufhin untersucht, inwiefern aus dem Weizenkorn wiederum eine neue Weizenpflanze sich herausentwickelt. Und es ist eine vollständige Nebenströmung, die hinzukommt zum Wesen des Weizenkorns, daß es die Bestandteile für die menschliche Ernährung enthält; das hat mit der inneren Natur des Weizenkorns gar nichts zu tun. Wer alles nur nach seiner Utilität betrachtet und die Utilitätserkenntnisse zu der eigentlichsten Wissenschaft machen möchte, der wird eben das Weizenkorn chemisch untersuchen und finden: da entsteht etwas in der Natur, das zur menschlichen Nahrung dienen kann. — Das hat aber gar nichts zu tun mit dem Innenwesen des Weizenkorns, daß der Mensch sich davon nährt. Mit dem Innenwesen hat es, wie gesagt, zu tun, daß aus dem Weizenkorn eine neue Weizenpflanze entstehen kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":383,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/170/1916-08-07/p006"},{"locus":"GA 170/1916-08-07/p007","passage_number":7,"text":"Für den, der die Dinge mit der Erkenntnis, mit dem Vorstellungsmäßigen durchschaut, für den nehmen sich die verschiedenen philosophischen Erkenntnistheoretiker ebenso aus wie die Leute, die das Weizenkorn untersuchen nach seiner Fähigkeit, den Menschen zu ernähren. Denn wenn man das Weizenkorn nach seiner ursprünglichen Aufgabe fragen würde, wozu es da ist, so würde es nicht antworten: um den Menschen zu ernähren, sondern um eine neue Weizenpflanze entstehen zu lassen. Die das Erkenntnismäßige, das Vorstellungsmäßige durchschauen, die erblicken einen solchen Fehler, wie ich ihn jetzt charakterisiert habe, bei den philosophischen Erkenntnistheoretikern. Denn das, was wir das Erkenntnismäßige nennen, was als Vorstellung, als Wahrheit, als Weisheit in uns lebt, das ist ursprünglich gar nicht dazu da, die Dinge draußen abzubilden. Dieses Abbilden der Dinge draußen, das ist ebenso ein Nebenstrom, wie es ein Nebenstrom ist für die Weizenkörner, den Menschen zu ernähren. Die Erkenntnis ist gar nicht dazu da, um Abbilder nur zu schaffen von den äußeren Dingen, sondern sie ist zu etwas anderem da. Sie ist dazu da, daß sie im Menschen in einer gewissen Weise wirkt und webt und lebt. Indem wir hier in dem Dasein zwischen Geburt und Tod leben, häufen wir uns nach und nach Weisheit an, und wir verwenden die Weisheit zu gleicher Zeit so, daß sie Abbild sein kann für die äußere Welt, so wie wir das Weizenkorn anwenden als Nahrungsmittel. Aber das Weizenkorn, das wir als Nahrungsmittel anwenden, entziehen wir seiner ihm innewohnenden Bestimmung, eine neue Pflanze zu bilden. So entziehen wir der eigentlichen Aufgabe der Weisheit alles das, was wir verwenden, um die äußere Welt zu erfassen. Denn das Vorstellungsmäßige, das Wahrheitsgemäße ist zunächst gar nicht dazu bestimmt. Wozu ist dieses Wahrheitsgemäße bestimmt — ich meine in dem Sinne, wie das Weizenkorn bestimmt ist, eine neue Weizenpflanze herbeizuführen? Bestimmt ist nämlich unsere erkenntnismäßige Betätigung, unser wahrheitsmäßiges Arbeiten dazu, Kräfte in uns zu entwickeln zwischen Geburt und Tod, welche umwandeln unseren Organismus nach dem Tode, das heißt seine Kraftgestalt, in die Kraftgestalt des Kopfes! Das ist der merkwürdige Zusammenhang, den man entdeckt, wenn man den Durchgang des Menschen einerseits zwischen Geburt und Tod, andererseits zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ins Auge faßt. Was der Mensch an Erkenntnissen erwirbt, dient zunächst dazu, daß umgestaltet werden kann sein Organismus außer dem Kopf in einen Kopf, der dann der Kopf der nächsten Inkarnation ist. Sie werden sagen: Es gibt doch so viele Menschen, die erwerben sich gar keine Erkenntnisse, und die bleiben so furchtbar dumm; nur wenige werden gescheit — zu denen man sich gewöhnlich selbst rechnet. — Aber es haben schon diejenigen ein bißchen recht, die da gesagt haben — und es haben es mehrere Menschen gesagt, unabhängig voneinander —, daß der Mensch in seinen drei, vier ersten Lebensjahren mehr lernt, mehr an Weisheit aufnimmt, als - jedenfalls in den drei akademischen Jahren. In den drei ersten Lebensjahren lernen wir wirklich recht viel, was wir nur durch unser Haupt auf der Erde lernen können. Wir erwerben uns diejenigen Kenntnisse, die notwendig sind, um zu sprechen, das Gesprochene zu verstehen, und vieles, vieles andere. Wir lernen wirklich da sehr viel. Und das gehört zu dem, was man Weisheitsinhalt zu nennen hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":525,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/170/1916-08-07/p007"}],"english":["GA 170/1916-08-07/p009","GA 170/1916-08-07/p010","GA 170/1916-08-07/p011"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":908,"en_words":1020,"ratio":1.12,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 170/1916-08-07/p006","GA 170/1916-08-07/p007"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":1.11,"band":"comparable","note":null,"word_count":4214,"original_word_count":3801,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"Singles","book_title":"The Riddle of Humanity","publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA170/English/Singles/19160807p02.html","evidence":null,"reason":"source_says_translator_unknown","note":"The source page itself says the translator is unknown. No translator is established for this lecture: nothing at the level of the lecture names one. Do not attribute this English to a translator, and do not borrow a credit from another lecture of the volume. Cite the German for anything load-bearing.","warning":"No translator is recorded for this edition. An unattributed translation cannot be weighed as a witness: you cannot tell which hand made the choices in it. Cite the German for anything load-bearing."},"entity_parity":{"status":"ok","checked_against":["GA 170/1916-08-07/p006","GA 170/1916-08-07/p007"],"missing_from_translation":[],"present_only_in_translation":[],"bead_confidence":"high","note":"Every load-bearing name in the German counterpart appears in this English passage. That is a check on NAMES only: a translation can keep every name and still reverse who acts on whom, change a number, or soften a claim. Read the German for anything you intend to rest an argument on."},"note":"quote_safe certifies the bytes of this text. This block is about the translation as a WITNESS: who made it, and whether it carries the same names as the original. See witness_completeness for how much of the original this witness holds."}}