{"corpus":"steiner","locus":"GA 176/1917-07-31/p006","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Thinking can be understood only when it is seen as a power in man which, in its own essential nature, does not belong to the external physical world at all. On the contrary in its own being and nature it belongs to the spiritual world. We already experience the spiritual world, though not consciously, when we really think; i.e., when our thinking is not merely acting as a mirror reflecting external phenomena. When we are engaged in real thinking then we have the possibility to experience ourselves as thinkers. If man becomes conscious of himself within thinking he knows himself to be in a world that exists beyond birth and death. Few people are aware of it, but nothing is more certain than when man thinks, he is then active as a spiritual being.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"1. Forgotten Aspects of Cultural Life","site_heading":null,"date":"1917-07-31","location":null,"word_count":134,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/176/1917-07-31/p006","alignment_confidence":"high","alignment_reason":"beads:length+anchor_constrained","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Rita Stebbing","identified_edition":"AP1985","book_title":"The Karma of Materialism","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA176/English/AP1985/19170731p01.html","evidence":"lecture_list_row","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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Es gibt nichts Gewisseres als dieses, daß, indem der Mensch denkt, er sich als Geistwesen betätigt, obwohl von dieser Gewißheit gewiß wenig Menschen eine hinreichende Ahnung haben. Darauf kam African Spir. Und er sagte sich: Wenn ich Gedanken bilde, wenn ich namentlich die höchsten Gedanken bilde, deren meine Seele fähig ist, dann fühle ich mich wie in einer festen, keinem Raum und keiner Zeit unterworfenen Welt. Ich fühle mich wie in einer ewigen Welt. — Das brachte sich African Spir zum Bewußtsein. Von diesem Punkte ausgehend sagte er: Schauen wir aber jetzt die Wirklichkeit an, die wir erleben, wenn wir die Natur auf uns wirken lassen und über die Natur nachdenken, oder schauen wir die Wirklichkeit an, in der sich die Menschen bewegen im Laufe der Geschichte oder innerhalb des sozialen Lebens, diese Welt stimmt nirgends überein mit unseren Gedanken. — So sagte sich Spir: Die Gedanken führen mich dahin zu erkennen, daß sie selbst als Gedanken in der Ewigkeit leben. In der äußeren Welt ist alles vergänglich. Das Irdische kommt, es geht dahin. Das stimmt mit keinem Gedanken überein. Mein Denken sagt mir — so gestand sich African Spir —, daß es unbedingt im Ewigen wurzelt, daher absolute Wirklichkeit ist. -— Das war für ihn feststehend. Da aber die äußere Wirklichkeit, die wir erleben, nicht mit dieser Wirklichkeit des Denkens übereinstimmt, so ist diese äußere Wirklichkeit Schein, Täuschung. Und von diesem Gesichtspunkte aus kam in einer anderen Art als etwa das alte Indertum, auch als gewisse Mystiker, African Spir dazu, sich zu sagen: Alles dasjenige, was wir in Raum und Zeit erleben, ist Scheinwelt, ist eigentlich im Grunde genommen Täuschung. Und er sagte sich noch, um dies zu erhärten von einer anderen Seite her, etwa das Folgende: Die Menschen, überhaupt die lebendigen Wesen unterliegen dem Schmerz. 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Daher erscheint es African Spir so, daß der Mensch nur dadurch zu einer innerlichen Befriedigung kommen kann, wenn er durch sein eigenes Entschließen, durch seine innere Tatkraft sich bewußt wird, daß er in sich eine ewige Welt trägt, die sich ihm im Denken ankündigt; sich ihm ankündigt in dem stetigen Streben nach der Überwindung des Schmerzes, ankündigt in dem Streben nach der Seligkeit. Nicht weil ihm, indem er sie anschaut, die äußere Welt als Scheinwelt erscheint, sagt Spir, sie sei eine Scheinwelt, sondern weil er die wahre Welt in seinem Denken unmittelbar zu ergreifen vermeint, und die äußere Welt mit diesem Denken nicht übereinstimmt, sagt er, sie sei Schein.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":630,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/176/1917-07-31/p006"}],"english":["GA 176/1917-07-31/p006","GA 176/1917-07-31/p007","GA 176/1917-07-31/p008"],"method":"length+anchor_constrained","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":630,"en_words":501,"ratio":0.8,"partial":false},"pairing_state":"proposed","verified":false},"witness_completeness":{"ratio":0.92,"band":"comparable","note":null,"word_count":6890,"original_word_count":7508,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Rita Stebbing","identified_edition":"AP1985","book_title":"The Karma of Materialism","publisher":"Anthroposophic Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA176/English/AP1985/19170731p01.html","evidence":"lecture_list_row","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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