{"corpus":"steiner","locus":"GA 18/p02c08/p007","lang":"en","edition":"AP1973","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"The situation is entirely changed as soon as it is realized that the human soul does not deviate from reality in its creative effort for knowledge, but that prior to any cognitive activity the soul conjures up a world that is *not* real. Man is so placed in the world that by the nature of his being he changes things from what they really are. Hamerling is partly right when he says:","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VIII. A Brief Outline of an Approach to Anthroposophy","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":72,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/18/p02c08/p007","alignment_confidence":"low","alignment_reason":"count_diverges","two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["AP1973"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/18/l18/p007","locus":"GA 18/l18/p007","anchor_mapped":true,"anchor_method":"curated","anchor_confidence":"high"},{"lang":"en","edition":"AP1973","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/18/p02c08/p007","paragraph_aligned":true}],"german_anchor":{"de_prefix":"l18","de_passages":[{"locus":"GA 18/l18/p006","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/18/l18/p006"}],"bead_confidence":"high","pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 18/l18/p006"],"reader_part":true,"length_check":{"de_words":565,"en_words":619,"ratio":1.1,"partial":false},"correspondence":"established","note":"English passage numbering is edition-relative, so the same number need not name the same paragraph in the German. 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Leuchtet dir, lieber Leser, das nicht ein und bäumt dein Verstand sich vor dieser Tatsache wie ein scheues Pferd, so lies keine Zeile weiter; laß dieses und alle anderen Bücher, die von philosophischen Dingen handeln, ungelesen; denn es fehlt dir die hierzu nötige Fähigkeit, eine Tatsache unbefangen aufzufassen und in Gedanken festzuhalten.» (Vgl. S. 525) *Wie* die sinnliche Welt *erscheint,* wenn sich der Mensch ihr unmittelbar gegenüberstellt, das hängt zweifellos von der Wesenheit seiner Seele ab. Folgt aber daraus nicht, daß er diese Erscheinung der Welt eben *durch seine Seele* bewirkt? Nun zeigt eine unbefangene Betrachtung, wie der unwirkliche Charakter der sinnlichen Außenwelt davon herrührt, daß der Mensch, indem er sich unmittelbar den Dingen gegenüberstellt, das in sich unterdrückt, was in Wahrheit zu ihnen gehört. Entfaltet er dann selbstschöpferisch sein Innenleben, läßt er aus den Tiefen seiner Seele aufsteigen, was in diesen Tiefen schlummert, dann fügt er zu dem, was er mit den Sinnen geschaut hat, ein weiteres hinzu, das das halb Wirkliche als ganz Wirkliches in der Erkenntnis gestaltet. Es liegt im Wesen der Seele, beim ersten Anblick der Dinge etwas *auszulöschen,* das zu ihrer Wirklichkeit gehört. Daher sind sie für die Sinne so, wie sie nicht in Wirklichkeit sind, sondern so, wie sie die Seele gestaltet. Aber ihr *Schein* (oder ihre bloße Erscheinung) beruht darauf, daß die Seele ihnen erst weggenommen hat, was zu ihnen gehört. Indem der Mensch nun nicht bei dem ersten Anschauen der Dinge verbleibt, fügt er im Erkennen das zu ihnen hinzu, was ihre volle Wirklichkeit erst offenbart. Nicht durch das Erkennen fügt die Seele etwas zu den Dingen hinzu, was ihnen gegenüber ein unwirkliches Element wäre, sondern *vor* dem Erkennen hat sie den Dingen genommen, was zu ihrer wahren Wirklichkeit gehört. Es wird die Aufgabe der Philosophie sein, einzusehen, daß die dem Menschen offenbare Welt eine «Illusion» ist, bevor er ihr *erkennend* gegenübertritt, daß aber der Erkenntnisweg die Richtung weist nach der vollen Wirklichkeit. Was der Mensch erkennend selbstschöpferisch erzeugt, erscheint nur deshalb als eine Innenoffenbarung der Seele, weil der Mensch sich, bevor er das Erkenntniserlebnis hat, dem verschließen muß, was aus dem Wesen der Dinge kommt. Er kann es *an* den Dingen noch nicht schauen, wenn er ihnen zunächst sich nur entgegenstellt. Im Erkennen schließt er sich selbsttätig das zuerst Verborgene auf. Hält nun der Mensch das, was er zuerst wahrgenommen hat, für eine Wirklichkeit, so wird ihm das erkennend Erzeugte so erscheinen, als ob er es zu dieser Wirklichkeit hinzugebracht hätte. Erkennt er, daß er das nur scheinbar von ihm selbst Erzeugte in den Dingen zu suchen hat, und daß er es vorerst nur von seinem Anblick der Dinge ferngehalten hat, dann wird er empfinden, wie das Erkennen ein Wirklichkeitsprozeß ist, durch den die Seele mit dem Weltensein fortschreitend zusammenwächst, durch den sie ihr inneres isoliertes Erleben zum Weltenerleben erweitert.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":565,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/18/l18/p006"}],"english":["GA 18/p02c08/p007","GA 18/p02c08/p008","GA 18/p02c08/p009","GA 18/p02c08/p010"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":565,"en_words":619,"ratio":1.1,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 18/l18/p006"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":null,"band":"no_original","note":null,"word_count":8886,"original_word_count":null,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"status":"unknown","warning":"No translator is recorded for this edition. 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