{"corpus":"steiner","locus":"GA 186/1918-12-13/p030","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Of course, men of today, not all, have given themselves up to this idea. But among the proletariat, millions and millions are more or less dominated by it. As to the rest, the non-proletarians, other customs have become fashionable among them in relation to these things of life. The things that are done in the proletariat are of course “not done” in the other classes. When proletarian workers have worked their eight or ten or sometimes even more than ten hours a day, they come together in the evening and discuss these questions, or they get lecturers and teachers to explain them. There are women's meetings too. Every individual one of them is seriously concerned as to the nature of the social structure, and in their way, they think about it seriously. They see to it that those who have thought about these things shall tell them their results. And so forth. In a word, they are well-informed; albeit in their own way, they are well-informed. In the next higher level of Society, which we call the bourgeoisie, you must admit this is not the case. When “the day's work is done”—let us put this phrase in inverted commas—they concern themselves with quite other things. With the proletariat they will concern themselves at most (and if they do this much, they make a great fuss about it) by letting it be played before them on the stage—dished up by some bourgeois pedant as dramatist or poet. But as to thinking any thoughts about the economic order of society, they leave this to the Professors of the Universities, that is their job, they will see to that all right! Needless to say, the people of this age are not believers in authority! Still, they swear by what the University professors have thought about these questions. What they say must of course be correct, for they are the experts, they are paid to do so by the proper authorities, they are the people appointed for the purpose.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"I. The Transforming of Instinctive into Conscious Impulses","site_heading":null,"date":"1918-12-13","location":null,"word_count":335,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/186/1918-12-13/p030","alignment_confidence":"high","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"C52","book_title":"The Fundamental Social Demand of Our Times","publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA186/English/C52/19181213p01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. 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Sie kümmern sich, jeder einzelne, um die Beschaffenheit der sozialen Struktur und denken in ihrer Art darüber nach, lassen sich die Ergebnisse derjenigen, die über diese Dinge nachdenken, mitteilen und so weiter. Sie wissen Bescheid, nach ihrer Art allerdings, aber sie wissen Bescheid. — In der darüber liegenden Schichte, die man die Bourgeoisie nennt — Sie werden das zugeben müssen -, ist das nicht der Fall, und nach «getaner Arbeit», das sagen wir in Gänsefüßchen, beschäftigt man sich mit anderem. Mit den Proletariern beschäftigt man sich höchstens in der Weise — und man glaubt dann schon sehr viel getan zu haben -, daß man es sich auf der Bühne vorspielen läßt, von irgendeinem Spießer als Dichter zubereitet. Aber die Gedanken über die wirtschaftliche Ordnung, die läßt man die Professoren an den Universitäten denken. Die sind ja dazu angestellt, die machen das schon. Autoritätsgläubig ist man ja allerdings nicht, aber man schwört auf dasjenige, was diese Professoren an den Universitäten über solche Dinge ausgedacht haben; das muß selbstverständlich richtig sein, denn sie werden vom Staate bezahlt und sind überhaupt die Leute, die dazu da sind. Ja, aber sehen Sie, unter diesen Professoren hat sich allmählich eine merkwürdige Volkswirtschaftslehre herausgebildet. Wenn sie heute Bücher schreiben, so nennen sie das die «historische Schule ». Sie handeln ab den Merkantilisten, den Physiokraten, Adam Smith, den Sozialismus, den Anarchismus und so weiter, und dann ihre eigene Anschauung; das ist die «historische Schule». Sie fragen sich: Wie soll man denn zu dem Gedanken kommen, wie man es machen soll? — Wahrhaftig, hilflos sind diese Menschen in dieser Beziehung. Sie raffen sich nicht zu einer solchen Aktivität des Denkens auf, die nach Vorstellungen drängt, wie man es machen soll, um irgendeine gesellschaftliche Struktur herbeizuführen. Solche Spießbürger wie, sagen wir, Lujo Brentano oder wie Schmoller oder wie Roscher, die kommen gar nicht darauf, das Denken in Aktivität zu versetzen, sondern sie meinen, man muß die Erscheinungen studieren, wie es der Naturforscher auch macht. Ein solcher Mensch läßt die Erscheinungen ablaufen und studiert sie. Er studiert einfach die geschichtliche Entwickelung der Menschheit, vielleicht noch die geschichtliche Entwickelung der Vorstellungen der Menschen über ihre Wirtschaft. Das, was da ist, das beschreibt man. Man macht es höchstens so wie Lujo Brentano: Wenn man es nicht gerade in seiner Heimat beobachten will, reist man in ein Land mit repräsentativer Wirtschaft, nach England, macht da Untersuchungen, beschreibt dann, wie dort die Verhältnisse von Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind und dergleichen. Man lernt erkennen, daß da reiche Leute sind, wie Kredit erworben wird, wie das Kapital arbeitet, daß Elend da ist, daß Besitzlose da sind, daß manche nichts zu essen haben, mehr oder weniger durch diese oder jene Umstände nichts zu essen haben. Aber dann sagen die Menschen: Ja, die Wissenschaft hat nicht die Aufgabe, zu zeigen, wie sich die Dinge entwickeln sollen, sondern nur hinzuweisen, wie sie sich entwickeln. Aber was wird nun schon schließlich aus einer solchen Wissenschaft, die doch auf das praktische Leben geht, wenn sie eigentlich nur beobachtet, wie die Dinge sich entwickeln? Es ist schon so, wie wenn ich einen Maler heranbilden will und ihm sage: Versuche vor allen Dingen zu allen möglichen Malern zu gehen und beobachte, wie es der eine gut, der andere schlecht macht und so weiter, aber selber mache nichts! - Nicht wahr, auf einem solchen Gebiete wird die Sache gleich paradox; aber es ist wirklich mit dem andern zu vergleichen. Es ist nämlich schon zum Aus-der-Haut-Fahren - verzeihen Sie den Ausdruck -, wenn man wirklich in eine Betrachtung dessen eintritt, was heute, man kann nicht sagen geleistet, sondern vertrottelt wird, wenn naturwissenschaftliche Methode auf solche Dinge wie Volkswirtschaft oder ähnliches eingehen will. Denn es kommt dabei gar nichts heraus, weil im Grunde genommen schon die Voraussetzungen die allertörichtesten sind. Höchstens, nicht wahr, daß dann sich aus dieser Schar die sogenannten Katheder-Sozialisten herausbilden, die eben aus ihrer Betrachtung dessen, was vorhanden ist, zu dem Schlusse kommen: Es muß etwas geschehen. - Und dann macht man Gesetze, die dem oder jenem abhelfen sollen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":754,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/186/1918-12-13/p026"}],"english":["GA 186/1918-12-13/p030","GA 186/1918-12-13/p031","GA 186/1918-12-13/p032"],"method":"length","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":754,"en_words":885,"ratio":1.17,"partial":false},"pairing_state":"proposed","verified":false},"witness_completeness":{"ratio":1.1,"band":"comparable","note":null,"word_count":8687,"original_word_count":7876,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"C52","book_title":"The Fundamental Social Demand of Our Times","publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA186/English/C52/19181213p01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. 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