{"corpus":"steiner","locus":"GA 191/1919-10-12/p014","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"The people of that time were of such a kind as still to be in living connection with their previous incarnation. These people were so constituted,—unless, indeed, they belonged to one of the Hebraic tongues, when it was different,—but if they belonged to any of the wide-spread heathen nations, so-called “heathen nations,” then, for them, everything that went on in their souls was the outcome of previous incarnations, of previous lives upon earth. And they were distinctly conscious that what was going on in their souls was the spiritual fruits of the spiritual worlds. For people such as this, no doubt whatever existed that what was the principal part of themselves was not inherited from their father and mother, but had come down out of spiritual worlds and united itself with the part which came to them from their father and mother. The constitution of these peoples souls was one which rested entirely on a spiritual form of civilisation. Hence it was possible for social life, as it existed amongst them, to be guided and directed by their Initiates, by those who were to a certain degree initiated into spiritual things in a real, actual way, not intellectually through their thoughts. In those days, when one talked to anyone and spoke of spiritual facts, one was speaking of things with which he was quite familiar. Everybody, in fact, pictured himself as a centaur. His physical body he looked upon as having undoubtedly come about through transmission in the flesh; but, on top of all that, was what had come down out of the spiritual world. 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Aber dieser Priestertypus, der intellektualistisch verarbeitete die Tatsachen der geistigen Welt und sie in intellektueller Form verkündete, so daß die Menschen eigentlich nur ein intellektualistisches religiöses Element bekamen, der wurde auch abgelöst in seiner eigentlichen Bedeutung im Beginne der neueren Zeit durch den ökonomischen Typus Mensch. Man kann in einzelnen Erscheinungen geradezu nachweisen, wie dieser ökonomische Typus Mensch heraufkommt. Davon wollen wir gleich noch sprechen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":160,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/191/1919-10-12/p012"},{"locus":"GA 191/1919-10-12/p013","passage_number":13,"text":"Nun muß man sich aber natürlich zunächst fragen: Wie kommt es denn, daß solche beträchtlichen Umwandlungen im Laufe der geschichtlichen Entwickelung sich abspielen? Da liegt etwas zugrunde, was wiederum notwendig macht, daß man nicht bei Oberflächenbetrachtungen des geschichtlichen Lebens stehenbleibt, sondern tiefer dringt. Wenn man heute sich ein wenig ergeht in dem, was man Geschichte nennt, dann stellt sich heraus, daß die Geschichtsschreiber eigentlich annehmen, daß in der seelischen Entwickelung des Menschen im Grunde eine große Veränderung im Laufe der Geschichte gar nicht vorgegangen sei. Die materialistischen Denker meinen: Da ist einmal auf der Erde herumgewandelt der Affe, so ein affenartiges Wesen; dann ist aus diesem affenartigen Wesen durch allerlei Vorgänge, wenn auch recht langsam — aber mit Langsamkeit macht es ja die Wissenschaft heute —, hervorgegangen der Mensch. Sobald einmal der Mensch da war, hat er sich in bezug auf seine Bewußtseinszustände, in bezug auf seine Seelenverfassung nicht besonders geändert. Der heutige Mensch stellt sich den alten Ägypter vielleicht etwas kindlicher vor, weil der noch nicht so «gescheit» war, noch nicht so viel gewußt hat wie der heutige Mensch; aber im allgemeinen stellt sich der heutige Mensch beim alten Ägypter die Seelenverfassung schon so vor, wie bei sich selber. Dennoch, wenn wir zurückgehen in die Zeit, die vor dem 8. vorchristlichen Jahrhundert liegt, so ist diese Seelenverfassung des Menschen eine ganz, ganz andere, als sie auch später, nach der Mitte des 8. vorchristlichen Jahrhunderts war.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":236,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/191/1919-10-12/p013"},{"locus":"GA 191/1919-10-12/p014","passage_number":14,"text":"Wenn man die Seelenkonfiguration des heutigen Menschen nimmt und nur diese kennt, so kann man sich eigentlich gar keine Vorstellung machen, was in der Seele eines solchen Menschen lebte, der vor dem 8. vorchristlichen Jahrhundert gelebt hat. Diese Menschen waren so, daß sie noch einen lebendigen Zusammenhang hatten mit ihrer vorhergehenden Inkarnation. Wenn sie nicht gerade zu den hebräischen Sprachstämmen gehörten — da war es etwas anders —, aber wenn sie zu dem weiten Kreise der sogenannten heidnischen Völker gehörten, so war es so, daß dasjenige, was sie in ihrer Seele erlebten, durchaus für sie das Ergebnis war vorhergehender Inkarnationen, vorhergehender Erdenleben, und daß ihnen deutlich bewußt war, daß, was sie in ihrer Seele erlebten, das spirituelle Erlebnis geistiger Welten war. Für solche Menschen war kein Zweifel darüber, daß der größte Teil dessen, was sie waren, nicht vererbt war von Vater und Mutter, sondern heruntergestiegen war aus geistigen Welten und sich mit dem vereinigt hatte, was von Vater und Mutter stammte. Es war eine durchaus auf spiritueller Kultur berubende Seelenverfassung in diesen Menschen. Daher konnte auch das, was bei ihnen soziales Leben war, dirigiert und orientiert werden von denjenigen, die Initiierte waren, die in gewissem Grade in die geistigen Tatsachen real, nicht intellektualistisch, nicht durch Gedanken eingeweiht waren. Man sprach dazumal zu dem Menschen, wenn man von spirituellen Tatsachen sprach, als von etwas, was ihm durchaus bekannt war. Eigentlich stellten alle Menschen sich als Kentauren vor. Das, was ihr physischer Leib war, das stellten sie sich vor, sei ja allerdings aus fleischlicher Vererbung entstanden; aber da hatte sich darüber gestülpt dasjenige, was heruntergestiegen war aus der geistigen Welt. Das wußte jeder; jeder stellte sich als eine Art Kentaur vor.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":279,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/191/1919-10-12/p014"}],"english":["GA 191/1919-10-12/p013","GA 191/1919-10-12/p014"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":675,"en_words":781,"ratio":1.16,"partial":false},"pairing_state":"proposed","verified":false},"witness_completeness":{"ratio":1.17,"band":"comparable","note":null,"word_count":8353,"original_word_count":7159,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"LA1963","book_title":"Cosmogony, Freedom, Altruism","publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA191/English/LA1963/19191012p01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. 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