{"corpus":"steiner","locus":"GA 20/l03/p007","lang":"en","edition":"MP1990","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"One of those thinkers, hardly ever heard of today, is Ignaz Paul Vitalis Troxler. Let us mention only one of his numerous books, *Lectures on Philosophy*, published in 1835. A personality is expressing himself in this book who is absolutely conscious of how a person using merely his senses and the intellect that deals with the observations of his senses can know only a part of the world. Like Immanuel Hermann Fichte, Troxler also feels himself in his thinking to be standing within a supersensible world. But he also senses how the human being, when he removes himself from the power that binds him to the senses, can do more than place himself before a world that in the Hegelian sense is *thought* by him; through this removal he can experience within his inner being the blossoming of a purely spiritual means of knowledge through which he spiritually beholds a spiritual world, like the senses behold the sense world in sense perception. Troxler speaks of a “supra-spiritual sense:” And one can form a picture of what he means by this in the following way. The human being observes the things of the world through his senses. He thereby receives sense-perceptible pictures of these things. He then thinks about these pictures. Thoughts reveal themselves to him thereby that no longer bear the sensible pictorial element in themselves. Through the power of his spirit, therefore, man adds supersensible thoughts to the sense-perceptible pictures. If he now experiences himself in the entity that is thinking in him, in such a way that he ascends above mere thinking to spiritual experiencing, then, from out of this experiencing, an inner, purely spiritual power of picture making takes hold of him. He then beholds a world in pictures that can serve as a form of revelation for a supersensibly experienced reality. These pictures are not received by the senses; but they are full of life, just as sense-perceptible pictures are; they are not dreamed up; they are experiences in the supersensible world held fast by the soul in picture form. In ordinary cognitive activity, the sense-perceptible picture is present first and then, in the process of knowledge, the thought comes to join it—the thought, which is not a picture for the senses. In the spiritual process of knowledge, the supersensible experience is present; this experience as such could not be beheld if it did not, through a power in accordance with the nature of the spirit, pour itself into the picture that brings this power to spiritually perceptible embodiment. For Troxler, the cognitive activity of the “supra-spiritual sense” is of just such a kind. And the pictures of this supra-spiritual sense are grasped by the “supersensible spirit” of man in the same way that sense-perceptible pictures are grasped by human reason in knowledge of the sense world. In the working together of the supersensible spirit with the supra-spiritual sense, there evolved, in Troxler's view, our knowing of the spirit (see the sixth of his *Lectures on Philosophy*).","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"A Forgotten Stream in German Spiritual Life","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":501,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/20/l03/p007","alignment_confidence":"high","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["MP1990"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/20/l03/p007"},{"lang":"en","edition":"MP1990","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/20/l03/p007","paragraph_aligned":true}],"german_anchor":{"de_prefix":"l03","de_passages":[{"locus":"GA 20/l03/p006","url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/20/l03/p006"}],"bead_confidence":"high","pairing_state":"proposed","verified":false,"length_check":{"de_words":1136,"en_words":1352,"ratio":1.19,"partial":false},"correspondence":"established","note":"English passage numbering is edition-relative, so the same number need not name the same paragraph in the German. 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Aber er empfindet auch, wie der Mensch, wenn er sich der Kraft entrückt, die ihn an die Sinne bindet, nicht nur sich vor eine Welt stellen kann, die im Hegelschen Sinne *erdacht* ist, sondern wie er durch diese Entrückung in seinem inneren Wesen das Aufblühen von rein geistigen Erkenntnismitteln erlebt, durch die er eine geistige Welt geistig schaut, wie die Sinne die Sinnenwelt sinnlich schauen. Von einem «übergeistigen Sinn» spricht Troxler. Und man kann sich auf folgende Art eine Vorstellung von dem bilden, was er damit meint. Der Mensch beobachtet die Dinge der Welt durch seine Sinne. Dadurch erhält er sinnliche Bilder von den Dingen. Er denkt dann über diese Bilder nach. Dadurch erschließen sich ihm Gedanken, die nicht mehr das Sinnlich-Bildhafte in sich tragen. Der Mensch fügt also durch die Kraft seines Geistes zu den Sinnesbildern die übersinnlichen Gedanken hinzu. *Erlebt* er sich nun in der Wesenheit, die in ihm denkt, so daß er über das bloße Denken zu geistigem Erleben aufsteigt, dann ergreift ihn von diesem Erleben aus eine innere rein geistige Kraft des Verbildlichens. Er schaut dann eine Welt in Bildern, die übersinnlich erlebter Wirklichkeit als Offenbarung dienen kann. Diese Bilder sind nicht von den Sinnen empfangen; aber sie sind lebensvoll wie die Sinnesbilder; sie sind nicht Ergebnisse einer Träumerei, sondern die von der Seele bildhaft festgehaltenen Erlebnisse in der übersinnlichen Welt. Im gewöhnlichen Erkennen liegt zuerst das Sinnbild vor, und der Gedanke kommt hinzu im Erkenntnisvorgange - der Gedanke, der nicht sinnlich-bildhaft ist. Im geistigen Erkenntnisvorgange liegt das übersinnliche Erlebnis vor; dieses könnte als solches nicht angeschaut werden, wenn es sich nicht durch eine dem Geist naturgemäße Kraft in das Bild ergösse, das sie zur geistig-anschaulichen Versinnlichung bringt. Ein solches Erkennen ist für Trox1er das des «übergeistigen Sinnes». Und die Bilder dieses übergeistigen Sinnes werden durch den «übersinnlichen Geist» des Menschen so ergriffen, wie in der Sinneserkenntnis die sinnlichen Bilder durch die Vernunft. In dem Zusammenwirken von übersinnlichem Geist mit übergeistigem Sinn entwickelt sich, nach Troxlers Anschauung, das Geisterkennen (vergleiche dazu die sechste der «Vorlesungen über Philosophie» von Troxler).—Von solchen Voraussetzungen ausgehend, erahnt Troxler in dem Menschen, der in der Sinneswelt sich erlebt, einen «höheren Menschen», der diesem zugrunde liegt, und der der übersinnlichen Welt angehört; und er fühlt sich in dieser Meinung im Einklange mit dem, was Friedrich Schlegel ausgesprochen hat. Und so werden ihm wie schon früher Friedrich Schlegel die höchsten in der Sinneswelt sich offenbarenden Eigenschaften und Betätigungen des Menschen zum Ausdrucke von Fähigkeiten des übersinnlichen Menschen. Indem der Mensch in der Sinneswelt steht, eignet seiner Seele die Glaubenskraft. Doch ist diese eben nur die Offenbarung der übersinnlichen Seele durch den sinnlichen Leib. Im Übersinnlichen liegt der Glaubenskraft eine Fähigkeit der Seele zugrunde, die man - will man sie übersinnlich-bildhaft ausdrücken - ein *Gehör* des übersinnlichen Menschen nennen muß. Und so ist es mit der Kraft des Hoffens. Ihr liegt ein *Sehen* des übersinnlichen Menschen zugrunde; der Betätigung in Liebe entspricht im «höheren Menschen» die Fähigkeit, im Geiste zu «tasten», zu berühren, wie der Gefühlssinn in der sinnlichen Welt die Fähigkeit des Tastens ist. Troxler spricht sich darüber (auf Seite 107 seiner «Vorlesungen über Philosophie», Bern 1835) in folgender Art aus: «Sehr schön und wahr» hat das Verhältnis des Sinnes- zum Geistesmenschen «unser verewigter Freund, Friedrich Schlegel» ins Licht gesetzt. In seinen Vorlesungen über die Philosophie der Sprache und des Wortes sagt er: «Will man in jenem Alphabet des Bewußtseins, welches die einzelnen Elemente zu den einzelnen Silben und ganzen Worten hergibt, wieder die ersten Anfänge unserer höheren Erkenntnis finden, nachdem Gott selbst den Schlußstein des höchsten Bewußtseins bildet, so muß das *Gefühl des Geistes*, als der lebendige Mittelpunkt des gesamten Bewußtseins, und als Vereinigungspunkt mit dem höheren angenommen werden. ... Man pflegt diese Grundgefühle des Ewigen sehr häufig als Glauben, Hoffnung und Liebe zu bezeichnen. ... Sind jene drei Grundgefühle, oder Eigenschaften, oder Zustände im Bewußtsein, als ebenso viele Erkenntnis- und Wahrnehmungs- oder wenn man lieber will, wenigstens Ahnungsorgane des Göttlichen zu betrachten, so darf man sie in dieser Hinsicht, und in Beziehung auf die einem jeden derselben eigentümliche Auffassungsform wohl mit den äußeren Sinnen und Sinneswerkzeugen vergleichen. Da entspricht denn die Liebe in der ersten erregenden Seelenberührung, in der fortwährenden Anziehung, und endlich vollkommenen Vereinigung auffallend dem äußeren Gefühlssinn; der Glaube ist das innere Gehör des Geistes, welches das gegebene Wort einer höheren Mitteilung vereint, auffaßt und in sich bewahrt; die Hoffnung aber ist das Auge, dessen Licht die mit tiefem Verlangen ersehnten Gegenstände schon aus der weiten Ferne erblickt.» Daß nun Troxler über den Sinn, den Schlegel diesen Sätzen gegeben, hinausgeht und durchaus sie in dem Sinne denkt, wie oben angedeutet ist, das zeigen schon die Worte, die er hinzusetzt: «Weit über Verstand und Wille, wie deren Wechselwirkung, weit über Vernunft und Freiheit, und ihre Einheit sind diese in einem Bewußtsein von Geist und Herz sich einenden *Gemütsideen* erhaben, und wie Verstand und Wille, Vernunft und Freiheit, und alle unter ihnen liegenden seelischen Fähigkeiten und Vermögen eine erdwärts gewandte Reflexion darstellen, sind diese drei ein himmelwärts gerichtetes Bewußtsein, das von einem wahrhaft göttlichen Lichte erleuchtet wird.» Ein gleiches zeigt sich dadurch, daß auch Troxler sich über den übersinnlichen Seelenleib ganz in der Art ausspricht, die bei Immanuel Hermann Fichte anzutreffen ist: «Schon früher haben die Philosophen einen feinen, hehren Seelleib unterschieden von dem gröberen Körper ... eine Seele, die ein Bild des Leibes an sich habe, das sie *Schema* nannten, und das ihnen der innere höhere Mensch war.... In der neuesten Zeit selbst Kant in den Träumen eines Geistersehers träumt ernsthaft im Scherze einen ganzen inwendigen seelischen Menschen, der alle Gliedmaßen des auswendigen an seinem Geisterleib trage; Lavater dichtet und denkt ebenso; und selbst, wenn Jean Paul humoristisch über das Bonetsche Unterziehröckchen und das Platnersche Seelenschnürleibchen scherzt, die im gröberen Körperüberrock und Marterkittel stecken sollen, so hören wir ihn doch auch wieder fragen, ‹wozu und woher wurden diese außerordentlichen Anlagen und Wünsche in uns gelegt, die bloß wie verschluckte Diamanten unsere erdige Hülle langsam zerschneiden? ... In den steinernen Gliedern (des Menschen) wachsen und reifen seine lebendigen nach einer uns unbekannten Lebensweise›. Wir könnten» - sagt Troxler weiter - «noch eine Unzahl ähnlicher Denk- und Dichtweisen anführen, welche am Ende nur verschiedene Anschauungen und Vorstellungen sind, in welchen ... die wahre, einzige Lehre von der Individualität und Unsterblichkeit des Menschen enthalten» ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":1136,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/20/l03/p006"}],"english":["GA 20/l03/p007","GA 20/l03/p008"],"method":"length","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":1136,"en_words":1352,"ratio":1.19,"partial":false},"pairing_state":"proposed","verified":false},"witness_completeness":{"ratio":1.16,"band":"comparable","note":null,"word_count":8529,"original_word_count":7362,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"status":"unknown","warning":"No translator is recorded for this edition. An unattributed translation cannot be weighed as a witness: you cannot tell which hand made the choices in it. 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