{"corpus":"steiner","locus":"GA 224/1923-05-23/p045","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"That is what has been gradually interwoven into the physical world through the fixing of festivals directly out of the spirit. If people of today could decide in a worthy manner to establish a Michael Festival at the end of September, it would be a deed of the greatest significance. For this purpose, people would have to have courage, not merely to dispute about outer social organizations and the like, but to do something which will unite the earth with the heavens, which will again connect physical conditions with spiritual conditions. Then, because by this means the spirit would again be brought into earthly affairs, something would actually happen among men which would be a mighty impulse for the extension of our civilization and of our whole life. There is naturally no time to set forth in detail all that this would mean for scientific, religious and artistic experience, but such a new festival, created from the spirit, in grand style, would affect these realms just as did the ancient festivals. And how much more important would be such a creation from the spiritual world, than all that is developed today in social tirades. For what would be the significance of such a creation? Oh, it signifies much for the deep observation of the human soul, if I see what a man intends, or if I understand his words rightly. If we today are able to learn from observation how the whole cosmic course operates when autumn approaches, if we can unriddle, can decipher, the entire physiognomy of the universe, and out of our knowledge can act creatively, then we shall disclose not only the willing of human beings in the creation of such a festival, but we shall disclose the willing of Spiritual Beings, of Gods!","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Pneumatosophy: The Riddles of the Inner Man","site_heading":null,"date":"1923-05-23","location":null,"word_count":297,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/224/1923-05-23/p045","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length+anchor_constrained","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Frances E. 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Wer die Geheimnisse dieses Erdenkreislaufes im Laufe des Jahres durchschaut, der weiß, daß da die Michael-Kraft jetzt durch die Naturkräfte wieder herunterkommt, die in den früheren Jahrhunderten nicht heruntergekommen ist; so daß wir dem sich entlaubenden Herbst entgegengehen können, in dem wir das Herankommen der Michael-Kraft aus den Wolken zur Erde hin erblicken.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":144,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-05-23/p046"},{"locus":"GA 224/1923-05-23/p047","passage_number":47,"text":"Ja, in den Kalendern steht an diesem Tag «Michael», und als ein Bauernfeiertag gilt Michaeli. Aber die Gegenwart geistig so empfinden, daß sich uns die Erden-Menschenereignisse zusammenschließen mit den Naturereignissen, das werden wir erst, wenn wir wieder fähig werden, den Jahreslauf so weit zu verstehen, daß wir bilden können im Jahreslaufe — wie die alten Menschen aus ihrem alten traumhaften Hellsehen heraus sie gebildet haben - Jahresfeste. Die Alten haben das Jahr verstanden und haben aus diesen Geheimnissen, die ich heute nur andeuten konnte, Weihnachten, Ostern und das Johannifest herausgebildet. Man beschenkt sich zu Weihnachten, man tut auch einiges andere, aber ich habe es ja öfter, wenn ich hier Weihnachts- oder Ostervorträge gehalten habe, auseinandergesetzt, wie wenig die Menschen heute noch von diesen alten Festes-Setzungen haben, wie alles traditionell und äußerlich geworden ist. Aber wird man wieder die Feste verstehen, die man heute nur feiert, jedoch nicht versteht, so wird man auch die Kraft haben, aus der geistigen Erkenntnis des Jahreslaufes ein Fest festzusetzen, das erst für die gegenwärtige Menschheit die rechte Bedeutung hat. Das wird das Michael-Fest sein in den Ende-September-Tagen, wenn der Herbst naht, die Blätter welk werden, die Bäume kahl werden, die Natur dem Absterben entgegengeht — wie sie im Osterfeste dem Aufsprießen entgegengeht -, wenn wir in der absprossenden Natur gerade gewahr werden, wie da die Erdenseele sich mit der Erde vereinigt, wie sie Michael aus den Wolken mitbringt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":233,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-05-23/p047"},{"locus":"GA 224/1923-05-23/p048","passage_number":48,"text":"Wenn wir die Kraft haben, aus dem Geiste heraus solch ein Fest zu schaffen, das in unser soziales Leben wiederum Gemeinsamkeit hereinbringt, dann werden wir das aus dem Geiste heraus getan haben. Denn dann werden wir unter uns etwas gestiftet haben, wozu der Geist den Ursprung bildet. Wichtiger als alles übrige soziale Nachdenken und dergleichen, das in den jetzigen verworrenen Verhältnissen doch nur dann zu etwas führen kann, wenn der Geist darinnen ist, wäre es zunächst, daß eine Anzahl verständnisvoller Menschen sich zusammenfänden, um wiederum aus dem Kosmos heraus auf Erden etwas zu stiften wie ein Michaelifest, das würdig des Osterfestes, aber als Herbstfest das Gegenstück zum Osterfest wäre. Könnte man sich entschließen, etwas, wozu es Motive nur in der geistigen Welt gibt, was aber dann unter die Menschen wiederum gemeinsames Fühlen brächte bei einem solchen Fest, das aus der vollen, frischen Menschenbrust noch in unmittelbarer Gegenwart geschaffen wäre, so würde es etwas geben, was die Menschen sozial wieder bindet. Denn die Feste haben die Menschen in alten Zeiten sozial fest gebunden. Denken Sie nur, was für die Feste und zu den Festen für die ganze Kultur getan, gesprochen und gedacht worden ist! Das ist dasjenige, was durch die Fixierung der Feste aus dem unmittelbaren Geiste heraus sich in das Physische hineingelebt hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":213,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-05-23/p048"},{"locus":"GA 224/1923-05-23/p049","passage_number":49,"text":"Könnten sich die Menschen heute in würdiger Weise dazu entschließen, ein Michaelifest in den Ende-September-Tagen einzusetzen, so wäre das eine Tat von größter Bedeutung. Dazu müßte der Mut sich finden in den Menschen: nicht nur zu diskutieren über äußere soziale Organisationen und dergleichen, sondern etwas zu tun, was die Erde an den Himmel bindet, was die physischen Verhältnisse wieder an die geistigen Verhältnisse bindet. Dann würde, weil dadurch der Geist wiederum in die irdischen Verhältnisse eingeführt würde, unter den Menschen wirklich etwas geschehen, was ein mächtiger Impuls wäre zur Weiterführung unserer Zivilisation und unseres ganzen Lebens.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":96,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/224/1923-05-23/p049"},{"locus":"GA 224/1923-05-23/p050","passage_number":50,"text":"Es ist natürlich keine Zeit, um Ihnen auszumalen, was das alles für wissenschaftliches, religiöses und künstlerisches Erleben wäre, geradeso wie durch die alten Feste, so durch ein solches in großem Stil aus dem Geiste heraus geschaffenes neues Fest, und wieviel wichtiger als alles das, was man heute an sozialen Tiraden entwickelt, ein solches Schaffen aus der geistigen Welt heraus wäre. Denn was würde das bedeuten? Ach, es bedeutet viel für das Hineinschauen in das menschliche Innere, wenn ich einem Menschen absehen kann, was er meint, oder wenn ich seine Worte richtig verstehe. Kann man heute absehen, wie der ganze Weltenlauf wirkt, wenn es gegen den Herbst zu geht, kann man enträtseln, entziffern diese ganze Physiognomie des Weltenalls und kann man schöpferisch daraus wirken, dann enthüllt man nicht nur Menschenwillen an einem solchen Festeschaffen, dann enthüllte man Götter- und Geisterwillen. 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