{"corpus":"steiner","locus":"GA 30/e01/p081","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"But who asked Du Bois-Reymond first to expel mind from matter, in order then to be able to observe that mind is not in matter? The simple attraction and repulsion of the tiniest particle of matter is force, therefore a spiritual cause proceeding from the substance. From the simplest forces we see the complicated human mind building itself up in a series of developments; and we understand it from this its becoming. “The problem of the origin and nature of consciousness is only a special case of the general problem in chief: that of the connection of matter and force” (Haeckel, *Freie Wissenschaft and freie Lehre*, p. 80). As a matter of fact, the problem is not at all, How does mind arise out of mindless matter? but, How does the more complex mind develop itself out of the simplest mental (or spiritual) actions of matter—out of attraction and repulsion? In the preface which Du Bois-Reymond has written to the reprint of his “Ignorabimus” speech, he recommends to those who are not contented with his declaration of the unknowableness of the ultimate grounds of being, that they should try to get along with the faith-conceptions of the supernatural view of the world. “Let them, then, make a trial of the only other way of escape, that of supernaturalism. Only that where supernaturalism begins, science ceases.” But such a confession as that of Du Bois-Reymond will always open the doors wide to supernaturalism. For whenever one sets a limit to the knowledge of the human mind, there it will surely start the beginning of its belief in the “no longer knowable.”","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"I. Haeckel and His Opponents","site_heading":null,"date":null,"location":null,"word_count":270,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/30/e01/p081","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"TwoEssays","book_title":null,"publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Articles/GA030/English/TwoEssays/TwoEss_e01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. No translator is established for this lecture: nothing at the level of the lecture names one. 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Du Bois-Reymond bezeichnet in dieser Rede als das höchste Ziel des Naturforschers die Erklärung aller Weltvorgänge, also auch des menschlichen Denkens und Empfindens, durch mechanische Prozesse. Gelingt es uns dereinst zu sagen, wie die Teile unseres Gehirnes liegen und sich bewegen, wenn wir einen bestimmten Gedanken oder eine Empfindung haben, so ist das Ziel der Naturerklärung erreicht. Weiter können wir nicht kommen. Damit haben wir aber nach Du Bois-Reymonds Ansicht nicht begriffen, worin das Wesen unseres Geistes besteht. «Es scheint zwar bei oberflächlicher Betrachtung, als könnten durch die Kenntnis der materiellen Vorgänge im Gehirn gewisse geistige Vorgänge und Anlagen uns verständlich werden. Ich rechne dahin das Gedächtnis, den Fluß und die Assoziation der Vorstellungen, die Folgen der Übung, die spezifischen Talente und dergleichen mehr. Das geringste Nachdenken lehrt, daß dies Täuschung ist. Nur über gewisse innere Bedingungen des Geisteslebens, welche mit den äußeren durch die Sinneseindrücke gesetzten etwa gleichbedeutend sind, würden wir unterrichtet sein, nicht über das Zustandekommen des Geisteslebens durch diese Bedingungen. — Welche denkbare Verbindung besteht zwischen bestimmten Bewegungen bestimmter Atome in meinem Gehirn einerseits, andererseits den für mich ursprünglichen, nicht weiter definierbaren, nicht wegzuleugnenden Tatsachen: «Ich fühle Schmerz, fühle Lust; ich schmecke Süßes, rieche Rosenduft, höre Orgelton, sehe Rob, und der ebenso unmittelbar daraus fließenden Gewißheit: «Also bin ich!»? Es ist eben durch. aus und für immer unbegreiflich, daß es einer Anzahl von Kohlenstoff-, Wasserstoff-, Stickstoff-, Sauerstoff- usw. Atomen nicht sollte gleichgültig sein, wie sie liegen und sich bewegen, wie sie lagen und sich bewegten, wie sie liegen und sich bewegen werden.» (S.35f.) Wer aber heißt Du Bois-Reymond erst aus der Materie den Geist auszutreiben, um nachher konstatieren zu können, daß er nicht in ihr ist! Die einfache Anziehung und Abstoßung des kleinsten Stoffteilchens ist Kraft, also eine von dem Stoff ausgehende geistige Ursache. Aus den einfachsten Kräften sehen wir in einer Stufenfolge von Entwickelungen sich den komplizierten Menschengeist aufbauen. Wir begreifen ihn aus diesem seinem Werden. «Das Problem von der Entstehung und dem Wesen des Bewußtseins ist nur ein spezieller Fall von dem generellen Hauptproblem: vom Zusammenhang von Materie und Kraft.» (Haeckel, Freie Wissenschaft und freie Lehre. S.80.) Die Frage ist eben gar nicht: wie entsteht der Geist aus der geistlosen Materie, sondern: wie entwickelt sich der kompliziertere Geist aus den einfachsten geistigen Leistungen des Stoffes: aus der Anziehung und Abstoßung? In der Vorrede, die Du Bois-Reymond zu dem Abdruck seiner «Ignorabimus-Rede» geschrieben hat, empfiehlt er denjenigen, die nicht zufrieden sind mit seiner Erklärung von der Unerkennbarkeit der tiefsten Gründe des Seins, daß sie es doch mit den Glaubensvorstellungen der übernatürlichen Weltanschauung versuchen mögen. «Mögen sie es doch mit dem einzigen anderen Ausweg versuchen, dem des Supranaturalismus. Nur daß, wo Supranaturalismus anfängt, Wissenschaft aufhört.» Aber ein solches Bekenntnis, wie das Du Bois-Reymonds, wird immer dem Supranaturalismus Tür und Tor öffnen. Denn, wo man dem menschlichen Geiste sein Wissen begrenzt, wird er seinen Glauben an Nicht-mehr-Wißbares beginnen lassen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":569,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/30/e01/p052"}],"english":["GA 30/e01/p079","GA 30/e01/p080","GA 30/e01/p081"],"method":"length","confidence":"medium","correspondence":"established","length_check":{"de_words":569,"en_words":667,"ratio":1.17,"partial":false},"pairing_state":"proposed","verified":false},"witness_completeness":{"ratio":1.14,"band":"comparable","note":null,"word_count":17236,"original_word_count":15055,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"TwoEssays","book_title":null,"publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Articles/GA030/English/TwoEssays/TwoEss_e01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. 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