{"corpus":"steiner","locus":"GA 324/1921-03-16/p011","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"One of the first questions that must occupy us is this: What is the significance of this mathematical certainty in the context of human cognition? It is in approaching an answer to this question that we will be led to the justification for spiritual-scientific investigation. I have also said that the newer science prefers the experiment, where one knows the conditions of a process exactly, to outer observation where the determining conditions are more hidden; even in the case of psychology and also the field of education, attempts are made to go over from mere observation to experiment. In saying this, I must emphasize that spiritual science has nothing against the correct use of experimentation in psychology and education. The point I wish to call attention to is this: What draws the scientists in these fields to obtain knowledge by the use of experiment? In these areas we can actually find reasons for the inclination toward the use of experimentation. Let us therefore explore the transition to experimentation in the fields of psychology and education.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Lecture I","site_heading":"Mathematical Knowledge and the Path to Spiritual Science","site_heading_note":"A heading the site wrote for this unit from a summary of it; not in the edition, and not the words of Rudolf Steiner or of the translator. Cite the unit by its title and locus, never by this heading, and do not quote it.","date":"1921-03-16","location":null,"word_count":175,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/324/1921-03-16/p011","alignment_confidence":"low","alignment_reason":"count_diverges","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Walter Stuber and Mark Gardner","identified_edition":"MP1991","book_title":"Anthroposophy and Science","publisher":"Mercury Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA324/English/MP1991/19210316p01.html","evidence":"lecture_list_row","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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Und wie sollen wir den Tatsachen der menschlichen Seele gegenüber zurechtkommen, wenn wir alle, ich möchte sagen, die Plackereien durchgemacht haben, welche die mathematisierende Psychologie, etwa der Herbartschen Richtung, entwickelt hat, um auch auf diesem Gebiete zu einer Sicherheit zu kommen? Man ist zu nichts anderem gekommen als dazu, einzusehen, daß es auf diesem Felde nicht geht, Mathematik in das Wissen einzuführen. Das ist gewissermaßen die erste Frage, die uns wird beschäftigen müssen: Was bedeutet diese mathematische Sicherheit gegenüber der menschlichen Erkenntnis? 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Ich bemerke ausdrücklich, daß Geisteswissenschaft, so wie sie hier gemeint ist, gegen die berechtigten Ansprüche des Experiments weder auf dem Gebiete der Psychologie noch auf dem Gebiete der Pädagogik irgend etwas wird einwenden können oder sollen. Aber es handelt sich darum, zu durchschauen, worauf denn diese Hinneigung zum Experiment gerade auf solchen Gebieten der menschlichen Erkenntnis beruht. Wir können auf diesen Gebieten geradezu die rechte Einsicht gewinnen, worauf dieses Hinneigen zum Experiment beruht. Gehen wir daher für einen Augenblick gerade auf dem Gebiete der Psychologie und der Pädagogik von dem Übergange zum Experiment aus. Wir können da sehen, wie bis vor verhältnismäßig noch ganz kurzer Zeit sowohl die Psychologie, die Seelenkunde, wie auch die Pädagogik darauf gesehen haben, sorgfältig das Darleben des Menschen, sei es des erwachsenen oder des werdenden Menschen, des Kindes, zu beobachten. Was ist aber notwendig, wenn man das Seelenleben sowohl des erwachsenen Menschen wie des Kindes beobachten will? Dazu ist notwendig, daß man mit einem gewissen inneren Anteil sich verhalten kann zu dem, was man beobachtet. Man versetze sich wirklich einmal in ältere Beobachtungsmethoden auf dem Gebiete der Seelenkunde oder auf dem Gebiete des Erziehungs- und Unterrichtswesens. Man wird da schon wahrnehmen, der innere Anteil, den Mensch an Mensch nimmt, er hat einmal gegen unsere Gegenwart herauf in der Menschheitsentwickelung abgenommen. Wir stehen nicht mehr so intim in der Objektivität drinnen mit Bezug auf die Seele des anderen Menschen, wie einstmals die Pädagogen oder die Psychologen drinnengestanden haben. Wir fühlen nicht mehr, wenn unsere eigenen Seelenregungen vibrieren, in diesem Vibrieren ein Nachklingen des Jenigen, was die fremde Seele erlebt. Wir sind, ich möchte sagen, fernergerückt dem objektiven Seelenleben des anderen, als die Menschen einmal waren, die sich überhaupt auf Beobachtungen des Seelenlebens eingelassen haben. Und in demselben Maße, in dem man fremd und fremder geworden ist den Intimitäten des anderen Seelenlebens, in demselben Maße, in dem man nicht mehr kann mit unmittelbarer Intuition, mit tiefem intimem Anteil des eigenen Inneren hineinschauen in das Innere der anderen Seele, in demselben Maße versucht man, mit Hilfe unserer allerdings ausgezeichneten Werkzeuge von außen der menschlichen Seele sich zu nähern. Man versucht, durch Apparate die Äußerungen des menschlichen Seelenlebens aufzunehmen, man versucht also, ich möchte sagen, dem Menschen von außen beizukommen. Das ist gewiß berechtigt in begrenztem Sinne und ist vor allen Dingen aus dem Grundcharakter unserer Zeit heraus in seiner Berechtigung voll zu werten. Ist man einmal dem Inneren unmittelbar fremder geworden, so muß man eben die Äußerungen dieses Inneren, das Oberflächliche, auch durch äußere Methoden, durch äußeres Experimentieren sich aneignen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":486,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/324/1921-03-16/p008"}],"english":["GA 324/1921-03-16/p010","GA 324/1921-03-16/p011","GA 324/1921-03-16/p012"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":659,"en_words":585,"ratio":0.89,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 324/1921-03-16/p007","GA 324/1921-03-16/p008"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":0.89,"band":"comparable","note":null,"word_count":5618,"original_word_count":6316,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Walter Stuber and Mark Gardner","identified_edition":"MP1991","book_title":"Anthroposophy and Science","publisher":"Mercury Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA324/English/MP1991/19210316p01.html","evidence":"lecture_list_row","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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