{"corpus":"steiner","locus":"GA 324/1921-03-16/p012","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"We can see how until recently investigators in psychology and education have carefully observed the details of the daily life of man, be it fully mature men and women or the transitional developmental life. We might ask: What is fundamentally necessary for an observation of the soul life of the grownup or the developing child? It is to acquire a certain inner relationship to what one observes. Try to put yourselves into the observational methods of olden times, in the fields of psychology and education. You will find that the inner relationship that once existed between human beings has diminished in recent times. We are not so intimately connected in an objective way with the soul life of another human being as was the case in the past. We are no longer aware when our own soul vibrates in sympathetic reverberation with what lives in the soul of another. We are more removed from the objective soul life of the other; formerly it could be directly observed. We are becoming more and more estranged from any really intimate contact with the soul of the other, where in a directly intuitive way one takes part with one's own inner nature in the inner nature of the other soul. Now an effort is made to approach the human soul from the outside through the use of instruments. There is an effort to explore the human soul through the use of apparatus in an external way. This effort is in the character of our time and must be acknowledged as being partially justified. If one has become estranged from a direct perception of the inner activity, then one must accept the outer expression of the inner activity, and at the same time be content with the outer use of experimentation.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Lecture I","site_heading":"Mathematical Knowledge and the Path to Spiritual Science","site_heading_note":"A heading the site wrote for this unit from a summary of it; not in the edition, and not the words of Rudolf Steiner or of the translator. 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Und wie sollen wir den Tatsachen der menschlichen Seele gegenüber zurechtkommen, wenn wir alle, ich möchte sagen, die Plackereien durchgemacht haben, welche die mathematisierende Psychologie, etwa der Herbartschen Richtung, entwickelt hat, um auch auf diesem Gebiete zu einer Sicherheit zu kommen? Man ist zu nichts anderem gekommen als dazu, einzusehen, daß es auf diesem Felde nicht geht, Mathematik in das Wissen einzuführen. Das ist gewissermaßen die erste Frage, die uns wird beschäftigen müssen: Was bedeutet diese mathematische Sicherheit gegenüber der menschlichen Erkenntnis? 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Ich bemerke ausdrücklich, daß Geisteswissenschaft, so wie sie hier gemeint ist, gegen die berechtigten Ansprüche des Experiments weder auf dem Gebiete der Psychologie noch auf dem Gebiete der Pädagogik irgend etwas wird einwenden können oder sollen. Aber es handelt sich darum, zu durchschauen, worauf denn diese Hinneigung zum Experiment gerade auf solchen Gebieten der menschlichen Erkenntnis beruht. Wir können auf diesen Gebieten geradezu die rechte Einsicht gewinnen, worauf dieses Hinneigen zum Experiment beruht. Gehen wir daher für einen Augenblick gerade auf dem Gebiete der Psychologie und der Pädagogik von dem Übergange zum Experiment aus. Wir können da sehen, wie bis vor verhältnismäßig noch ganz kurzer Zeit sowohl die Psychologie, die Seelenkunde, wie auch die Pädagogik darauf gesehen haben, sorgfältig das Darleben des Menschen, sei es des erwachsenen oder des werdenden Menschen, des Kindes, zu beobachten. 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Wir sind, ich möchte sagen, fernergerückt dem objektiven Seelenleben des anderen, als die Menschen einmal waren, die sich überhaupt auf Beobachtungen des Seelenlebens eingelassen haben. Und in demselben Maße, in dem man fremd und fremder geworden ist den Intimitäten des anderen Seelenlebens, in demselben Maße, in dem man nicht mehr kann mit unmittelbarer Intuition, mit tiefem intimem Anteil des eigenen Inneren hineinschauen in das Innere der anderen Seele, in demselben Maße versucht man, mit Hilfe unserer allerdings ausgezeichneten Werkzeuge von außen der menschlichen Seele sich zu nähern. Man versucht, durch Apparate die Äußerungen des menschlichen Seelenlebens aufzunehmen, man versucht also, ich möchte sagen, dem Menschen von außen beizukommen. Das ist gewiß berechtigt in begrenztem Sinne und ist vor allen Dingen aus dem Grundcharakter unserer Zeit heraus in seiner Berechtigung voll zu werten. Ist man einmal dem Inneren unmittelbar fremder geworden, so muß man eben die Äußerungen dieses Inneren, das Oberflächliche, auch durch äußere Methoden, durch äußeres Experimentieren sich aneignen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":486,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/324/1921-03-16/p008"}],"english":["GA 324/1921-03-16/p010","GA 324/1921-03-16/p011","GA 324/1921-03-16/p012"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":659,"en_words":585,"ratio":0.89,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 324/1921-03-16/p008"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":0.89,"band":"comparable","note":null,"word_count":5618,"original_word_count":6316,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Walter Stuber and Mark Gardner","identified_edition":"MP1991","book_title":"Anthroposophy and Science","publisher":"Mercury Press","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA324/English/MP1991/19210316p01.html","evidence":"lecture_list_row","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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