{"corpus":"steiner","locus":"GA 343/gnostics_and_montanists/p015","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"What did the Gnosis do? It stood in quite a lively way, I could say, in relation to the most extraordinary and powerful question of that current age: How does one penetrate the supersensible spirit from which the soul originated?—The Gnostic pointed away from that which somehow wanted to flow in from intellectualism and result in the image of Christ up to the point when he hands the cross to Simon of Cyrene. This is the one side of the human battle which at the time had the result of creating the influence of the great question, which I have set before you. What comes forth from this wrestling?","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XIV. Gnostics and Montanists","site_heading":null,"date":"1921-10-03","location":null,"word_count":109,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/343/gnostics_and_montanists/p015","alignment_confidence":"high","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Hanna von Maltitz","identified_edition":"SOL2018","book_title":"The Foundation Course","publisher":"Steiner Online Library","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA343/English/SOL2018/Lecture_14_4616a.html","evidence":"lecture_list_row","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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Sie stand ganz lebendig darinnen in der, ich möchte sagen, großartigsten und gewaltigsten Frage des damaligen Zeitalters: Wie dringt der Mensch zu dem, worin seine Seele urständet im Geistig-Übersinnlichen? Der Gnostiker wies weg dasjenige, was irgendwie einfließen wollte aus dem Intellektualistischen, und es ergibt sich ihm das Bild [des Christus nur] bis zur Abnahme des Kreuzes durch Simon von Kyrene. Das ist die eine Seite des menschlichen Kampfes, der dazumal entstanden ist unter dem Einfluß der großen Frage, die ich vor Sie hingestellt habe. Und was ging aus diesem Ringen hervor? Aus diesem Ringen ging die andere große Frage hervor, die jetzt für die christlichen Gnostiker eine Crux wurde. Meine lieben Freunde, indem die Gnostiker das 365. Göttliche als den Judengott ansahen, empfanden sie das Väterliche in dem Göttlichen gerade am Ende dieser Reihe. Wo die Juden ihren Gott verehrten, da empfanden sie das Väterliche, während sie dasjenige, was später als der Heilige Geist zum Vorschein kam, empfanden in dem anderen Pole, in dem Nous. Und daher gaben die Gnostiker auf eine bestimmte christliche Urfrage der ersten christlichen Jahrhunderte eine Antwort, die heute gar nicht mehr gewürdigt wird, sie gaben die Antwort: Der Christus ist ein viel höheres Geschöpf als der Vater, der Christus ist nicht wesensgleich dem Vater. Der Vater, der seinen äußersten, extremsten Ausdruck in dem Judengott fand, ist der Schöpfer der Welt, aber der Schöpfer der Welt war genötigt, aus seinen Untergründen eine Welt hervorgehen zu lassen, die ganz zur gleichen Zeit hervorbringt das Gute und das Böse, das Gute und das Schlechte, die zu gleicher Zeit hervorbringt Gesundheit und Krankheit, die zu gleicher Zeit hervorbringt das Heilige und das Teuflische. Dieser Welt, die nicht gemacht war aus Liebe, weil sie das Böse enthält, stellten die Gnostiker als das höhere Göttliche den Christus entgegen, der von oben herunter kam, der den Nous in sich trägt, der diese Welt erlösen kann, die der Schöpfer unerlöst lassen mußte. Der Christus ist nicht wesensgleich dem Vater, sagte der Gnostiker, der Vater ist dem Wesen nach viel tieferstehend als der Sohn, der Sohn ist als der Christus der Höherstehende. Das ist etwas, was als eine Grundempfindung durch die Gnosis hindurchgeht; es ist allerdings vollständig verbaut worden durch das, was später in der römisch-katholischen Kontinuation eingetreten ist. Auf das kann man im Grunde genommen gar nicht mehr zurückschauen, daß einmal die große Frage da war: Wie verhält man sich zu dem größeren Christus gegenüber dem weniger vollkommenen Vater? Die Gnostiker haben eigentlich die Sache so angesehen, daß der Vater der Welten noch unvollkommen war, daß er erst in seinem Sohne das Vollkommenere hervorbringen konnte, daß er die Fortpflanzung zum Sohne, die Zeugung des Sohnes tat, um die Weltentwickelung zu vervollständigen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":554,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/343/gnostics_and_montanists/p012"}],"english":["GA 343/gnostics_and_montanists/p015","GA 343/gnostics_and_montanists/p016","GA 343/gnostics_and_montanists/p017"],"method":"length","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":554,"en_words":447,"ratio":0.81,"partial":false},"pairing_state":"proposed","verified":false},"witness_completeness":{"ratio":0.99,"band":"comparable","note":null,"word_count":6323,"original_word_count":6411,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Hanna von Maltitz","identified_edition":"SOL2018","book_title":"The Foundation Course","publisher":"Steiner Online Library","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA343/English/SOL2018/Lecture_14_4616a.html","evidence":"lecture_list_row","publisher_note":"The publisher is inferred from the edition code in this lecture's source URL, not stated by the source page. 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