{"corpus":"steiner","locus":"GA 61/1912-01-25/p003","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"It cannot be denied, even by those who have made only a slight study of spiritual life, that the subject chosen for our consideration to-day has aroused an interest in the widest circles, and we might add, that this desire for knowledge is of a scientific character. On the other hand, there seems to be an ever increasing tendency toward the formation of a world-philosophy, in which such questions as are associated with the name of Christ find no true and proper place.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VI. 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Der Vortrag, welchen ich vor einigen Wochen von dieser Stelle aus über den «Ursprung des Menschen» halten durfte, und jener, der dann wie eine Fortsetzung an anderem Orte über den «Ursprung der Tierwelt» folgte, werden wohl gezeigt haben, daß ein jedes Zeitalter, also auch unser gegenwärtiges, solcheGrundfragen wie nach dem Ursprunge des Menschen und ähnliche — wir können dadurch voraussetzen auch diejenige nach dem Wesen, das mit dem Christus-Namen bezeichnet wird - in das Licht der Denkgewohnheiten, der ganzen Empfindungs- und Anschauungsweisen rückt, die auch sonst in einem Zeitalter herrschen. Wir haben gesehen, daß schon in der Frage nach dem Ursprunge des Menschen eigentlich die theoretischen Anschauungen, die Weltanschauungen, die sich für unsere Zeitgenossen aus diesen Denkgewohnheiten heraus ergeben haben, im Grunde genommen den wahren, echten Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung widersprechen, während sich uns gerade bei der Frage nach dem Ursprunge des Menschen gezeigt hat, daß die geisteswissenschaftlichen Antworten, welche den Ursprung des Menschen nicht auf äußerlich physisch-sinnliche, sondern auf geistige Formen zurückführen, gerade den wirklichen Ergebnissen der Naturwissenschaft entsprechen und mit ihnen in voller Harmonie stehen. Aber vielleicht bei keiner Frage — es könnte dies wohl daher rühren, daß die Frage zu den größten Weltanschauungsfragen gehört —, zeigt sich so sehr die Disharmonie zwischen dem, was sich als eine Weltanschauung herausgebildet hat, was als Denkgewohnbheiten in den weitesten Kreisen bei den Menschen heute herrscht, und demjenigen, was eigentlich die Wissenschaft notwendigerweise hat feststellen müssen, wie bei der Christus-Frage. 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