{"corpus":"steiner","locus":"GA 61/1912-01-25/p007","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"In many ways the concepts of the Spiritual Science of to-day, which will be recapitulated in this lecture, extend far beyond the ancient gnosis of those early Christian times; but this very fact makes it the more interesting that we should at least touch upon these old spiritual conceptions. There are many different points of view in connection with this by-gone higher wisdom, and various degrees of light and shade in that olden spiritual trend of thought, and we will draw attention to one of its most important aspects and which harmonizes best with the teachings of Spiritual Science in our time. During the first few centuries of the Christian era, this ancient gnosis put forward the most profound ideas concerning the Christ-Being—momentous indeed in relation to that enlightenment which came with the dawn of Christianity. This higher spiritual wisdom maintained that the Christ-Being was eternal, and not alone associated and concerned with the evolution and development of humanity, but with the surrounding world of the cosmos taken in its entirety.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VI. Christ and the 20th Century","site_heading":null,"date":"1912-01-25","location":null,"word_count":171,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/61/1912-01-25/p007","alignment_confidence":"low","alignment_reason":"count_diverges","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Walter F. 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Do not treat the English as carrying their content: read the German passages directly, and if you need to quote, quote the German. Absence of a phrase from the English here is NOT evidence it is absent from Steiner."},"paired_german":{"status":"paired","german":[{"locus":"GA 61/1912-01-25/p004","passage_number":4,"text":"Da finden wir in den ersten Jahrhunderten nach dem Eintritt des Christentums in die Weltgeschichte, daß sich in einer gewissen Ideen- und Geistesrichtung, die man als die Gnosis bezeichnet, Ideen herausbilden, grandios und gewaltig über diejenige Wesenheit, die man als den Christus bezeichnet. Da findet man, daß sich diese gnostischen Ideen verhältnismäßig nur kurze Zeit in einer allgemeinen Weise gegenüber den Christus-Vorstellungen haben halten können, welche sich sozusagen als die populären ausbreiten und die dann der Inhalt der kirchlichen Bewegung werden. Es ist lehrreich, mit nur wenigen Worten auf die grandiosen Ideen über den Christus einzugehen, die sich als die gnostischen Ideen in den ersten christlichen Jahrhunderten entwickelt haben, nicht etwa darum, weil die Begriffe, welche die Geisteswissenschaft wieder über den Christus zu sagen hat, sich in irgendeiner Weise mit den gnostischen Ideen deckten, das behaupten nur die, welche wegen ihrer geisteswissenschaftlichen Unreife völlig unfähig sind, die Dinge wirklich zu unterscheiden, die sich im geistigen Leben darbieten. Die gegenwärtige Geisteswissenschaft, deren Ideen wir am heutigen Abend, wenn auch kurz, besprechen wollen, schreitet in vieler Beziehung über alles hinaus, was die alte Gnosis der ersten christlichen Jahrhunderte hervorgebracht hat. Aber um so interessanter ist es vielleicht, mit ein paar Worten auf diese gnostischen Ideen hinzuweisen. Es gibt allerdings viele Standpunkte der Gnosis, mancherlei Schattierungen innerhalb dieser Geistesrichtung, aber auf die eine, die wichtigste, soll wenigstens hingewiesen werden, die am meisten an das anklingt, was die Geisteswissenschaft in der Gegenwart zu sagen hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":241,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/61/1912-01-25/p004"},{"locus":"GA 61/1912-01-25/p005","passage_number":5,"text":"Man kann sagen: Die alte Gnosis der ersten christlichen Jahrhunderte hat zuerst gegenüber alledem, was damals im Christentum zutage trat, den tiefsten, bedeutungsvollsten Begriff von der Christus-Wesenheit, denn ihr ist diese Christus-Wesenheit ein Ewiges, das nicht nur mit der ganzen Entwickelung der Menschheit verknüpft ist, sondern auch mit der ganzen Entwickelung der den Menschen umgebenden Welt, des Kosmos überhaupt. — Wir haben bei der Frage nach dem Ursprunge des Menschen zurückgehen müssen zu jener Gestalt des Menschen, die noch völlig in geistigen Höhen schwebt, die sich sozusagen noch nicht eingelebt, einverleibt hat in das äußere materielle Kleid. Wir haben gesehen, wie der Mensch im Laufe der Erdentwickelung, ausgehend von einer rein geistigen Gestalt, nach und nach zu jener verdichteten Wesenheit herabgestiegen ist, die wir als den heutigen Menschen bezeichnen, und wie nur durch die materialistischen Denkgewohnheiten die Entwickelungslehre, indem sie den Menschen nach rückwärts verfolgt, zu äußerlich tierischen Formen kommt, während die Geisteswissenschaft zu Formen kommt, welche immer mehr und mehr den geistig-seelischen gleichen und endlich vollständig den geistigen Ursprung des Menschen zeigen. In jener Region, in welcher der Mensch schwebte, bevor er materielles Dasein angenommen hat, wo sich der Mensch inmitten nur geistiger Wesenheiten und geistiger Tatsachen fühlte, suchte die alte Gnosis auch schon die Christus-Wesenheit. Wenn wir sie recht verstehen wollen, so müssen wir sagen, die Gnosis war der Anschauung: Während der Mensch sich weiter entwikkelte und dazu schritt, sein geistig-seelisches Wesen mit einer körperlichen Hülle zu umschließen, um in die materielle Entwickelungsreihe einzutreten, blieb in rein geistigen Welten wie - man möchte sagen — ein alter Genosse des Menschen, der aber nicht mit in die materielle Welt hinunterstieg, die Christus-Wesenheit vorhanden, - so daß der Mensch für die Anschauung dieser alten Gnosis eine Entwickelung durchmachte innerhalb der materiellen Welt und innerhalb derselben nun seine Fortschritte zu verzeichnen hat. Die Christus-Wesenheit aber bleibt in der Region des rein Geistigen, während der Mensch seine Entwickelungen im Materiellen durchmachte, so daß auch für die Zeit, welche der Mensch schon als Geschichte durchlebte, die Christus-Wesenheit nicht innerhalb jener Region zu suchen ist, welcher der Mensch als physisch-sinnliches Wesen angehört, sondern in dem rein Geistigen. In jener Zeit, welche wir als den Ausgangspunkt des Christentums bezeichnen, sah die Gnosis einen besonders wichtigen Zeitpunkt der Entwickelung der Erdenmenschheit, nämlich jenen Zeitpunkt, da aus geistigen Welten, nachdem sie ihre eigene Entwickelung zurückgehalten hat, während der Mensch schon in die materielle Welt heruntergestiegen war, die Christus-Wesenheit in die physisch-sinnliche Welt hereintrat, um als Impuls in ihr zu wirken. So sah die Gnosis den Menschen, als er noch in urmenschheitlichen Entwickelungsepochen war, als eine geistige Wesenheit mit der Welt verbunden, in welcher der Christus wirksam war, und sah dann im Beginne unserer Zeitrechnung den Christus heruntersteigen in die Welt, in welcher der Mensch schon lange seine materielle Entwickelung durchgemacht hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":464,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/61/1912-01-25/p005"}],"english":["GA 61/1912-01-25/p006","GA 61/1912-01-25/p007"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"partial","length_check":{"de_words":705,"en_words":381,"ratio":0.54,"partial":true},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 61/1912-01-25/p004","GA 61/1912-01-25/p005"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":1.26,"band":"comparable","note":null,"word_count":10270,"original_word_count":8148,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Walter F. 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