{"corpus":"steiner","locus":"GA 61/1912-01-25/p041","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"It had become clear to Judaism that the evolution of mankind is a continuous process of development and progress, and that deep within man’s Ego there dwell those mystic forces which appertain to his innermost being. Hence the Jew became conscious of this thought:—‘When as an isolated personality, a part of the ancient Hebrew race, I look back upon the course of man’s evolution from the time of Abraham, and realize that Supreme Deity who has ruled over all things from generation to generation, there comes over me a vague undefinable feeling that everything which is Divine and of that Holy spiritual power which has fashioned the individual qualities of mankind, lives in me.’ It was in this way that the separate members of the old Hebrew race felt that they were united and at one with Abraham—their father. But Christianity definitely states that all such thoughts and conceptions concerning the Godlike qualities in man are lacking in completeness and fail to picture him in his most perfect form; even though he believe within himself that – ‘I AM THAT AM’. A true realization of those Divine attributes and forces which are active deep within mankind can only come when there is a clear apprehension of those things which are of the spirit and lie beyond all human generations.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VI. Christ and the 20th Century","site_heading":null,"date":"1912-01-25","location":null,"word_count":219,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/61/1912-01-25/p041","alignment_confidence":"low","alignment_reason":"count_diverges","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Walter F. 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Dem Judentum aber war es klar geworden, daß die Entwickelung der Menschen ein fortlaufender Erziehungsprozeß ist, und daß in dem Ich, welches das ganze Volk umfaßt, die Mächte ruhen, denen der Mensch mit seinem tiefsten Wesen angehört. Daher empfand der Jude: Indem ich als Einzelner des ganzen althebräischen Volkes hinaufschaue in die Entwickelungsreihe bis zu Abraham und das erkenne, was da als der Geist waltet, was durch die Generationen weiterschreitet, darf ich sagen: Er lebt in mir, lebt in allen meinen Vorahnen als das Göttliche, welches das einzelne Physische des Menschen herausgestaltet hat. — So sah sich der einzelne Angehörige des althebräischen Volkes mit dem Stammvater verbunden, fühlte sich mit dem Vater Abraham eins. Scharf nun betont das Christentum: Alles solches Fühlen des Göttlichen, auch wenn es von sich spricht als «Ejeh asher ejeh» — «Ich bin der Ich-bin», ist noch nicht das, was den Menschen in seiner vollsten Gestalt zeigt, sondern erst, wenn man etwas fühlt, was im Geistigen jenseits aller Generationen ist, dann hat man erfaßt, was als Göttliches in den Menschen hereinwirkt. Deshalb muß man in richtiger Übersetzung des Satzes sagen: Ehe denn Abraham war, war das Ich-bin! - Das heißt, in seinem Ich erlebt der Mensch ein Ewiges, das ursprünglicher ist als dasjenige Göttliche, das von Abraham sich durch die Generationen hindurch ausgelebt hat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":304,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/61/1912-01-25/p018"},{"locus":"GA 61/1912-01-25/p019","passage_number":19,"text":"«Schauet auf das, was sich nicht in dem eigentlichen physischen Menschen erschöpft, sondern was als ein Göttlich-Geistiges durch die Generationen lebt, durch das Blut aller der Generationen, die sich von Abraham herunter entwickelt haben. Aber schauet auf dieses Göttlich-Geistige so, daß Ihr es erkennt in dem einzelnen Menschen, nicht in dem, was zusammenhält Bruder und Schwester, sondern was in dem Einzelnen lebt, was der Einzelne entdeckt, wenn er sich selbst in seinem innersten zentralen Seelenwesen als «Ich bin» erkennt.» — So haben wir einen solchen Ausspruch des Christus Jesus aufzufassen wie den, der etwa lautet: Wenn einer zu mir kommt und verläßt nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, ja sein eigenes Leben, so kann er nicht mein Jünger sein. — Nicht als wenn dies eine Auflehnung wäre gegen das Berechtigte der Verwandtschaft und der Kindesliebe, haben wir es aufzufassen, sondern so, daß der Christus Jesus in die Welt das Prinzip des Göttlich-Geistigen bringt, das jeder einzelne Mensch, dadurch, daß er Mensch ist, in seinem innersten Wesenskern finden kann. Daher wird das Innerste des Christentums die Menschen immer mehr so berühren, daß das, was als innerstes Geheimnis des Christentums waltet, ein solches ist, das über alle Unterschiede, die unter den Menschen walten, hinweg zu dem Allgemein-Menschlichen führt, zu dem, was jeder Mensch in sich entdecken kann. Die alten Götter waren Volksgötter, Rassengötter, gebunden an diese oder jene Stammeseigentümlichkeiten; so etwas haben wir auch noch dem Indiertum, dem Buddhismus zuzuschreiben. Der Gott dagegen, der in dem Christus den Menschen entgegentrat, ist ein solcher, welcher den Menschen über alle sonstigen Unterschiede hinweg zu dem bringt, was der Mensch nur dadurch ist, daß er «Mensch» ist. Es ist damit die Notwendigkeit gegeben, daß derjenige, welcher das eigentliche Wesen des Christentums erfassen will, die geistig führenden Mächte und Impulse der Weltgeschichte als Realitäten ansehen muß, daß gebrochen werde mit alledem, was bisher «Geschichte» war, und daß dasjenige, was den Menschen bisher als Geschichte gegolten hat, nur das äußere Kleid des geschichtlichen Werdens ist, während in den Tiefen des geschichtlichen Werdens Wesenheiten walten, die, wenn auch übersinnlich, so real sind, wie in der Sinneswelt das einzelne Tier oder der einzelne Mensch ist. 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