{"corpus":"steiner","locus":"GA 61/1912-01-25/p045","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Once again do we realize that Spiritual Science has attained to a concept and an understanding that enables it to throw light upon matters which have already claimed the attention of external science. The latter has been forced to admit that [in respect of The Christ] we are not merely concerned with a man, but with a Divine Being who, while He ruled and gave guidance must, nevertheless, in a certain sense, be considered as active within the man, Jesus. Here, however, we come upon a situation with which external science is unable to cope. Spiritual Science, on the other hand, leads us to the direct contemplation of beings thus acted upon and made subservient to divine spiritual powers, in the manner indicated, and regards such states as of actual occurrence; hence it can approach this sphere of modern investigation in a proper and logical manner. An amazing feature of twentieth-century spiritual development will be that external science will recognize and acknowledge that the concepts of the nineteenth century were in error, in so far as an attempt was then made to reduce the life of *Christ* Jesus to a life of Jesus of Nazareth only. Further it will be found that the final result of all research in this field will prove that in *Christ* Jesus we are concerned with a God; and when any science proclaims this truth it is a sign that it has begun to follow the true path. Spiritual Science would merely add that if mankind once admits the verity of the above statement, it may go forward ever assured that it is upon a certain and absolute foundation. The concept expressed in the above assertion is certainly in direct opposition to that material monistic cosmic conception, which has been formed in modern times.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"VI. Christ and the 20th Century","site_heading":null,"date":"1912-01-25","location":null,"word_count":299,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/61/1912-01-25/p045","alignment_confidence":"low","alignment_reason":"count_diverges","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"established","translator":"Walter F. 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Das wird sich als das Wunderbare herausstellen für die Geistesentwickelung des zwanzigsten Jahrhunderts, daß dieses erkennen wird, daß das neunzehnte Jahrhundert auf Fehlwegen war, indem es das Leben des Christus Jesus zu einem bloßen Leben des Jesus von Nazareth herunterdrücken wollte, daß aber jene Wissenschaft in das richtige Leben einzulenken beginnt, die da sagt: Alles liefert uns den Beweis, daß man es in dem Christus Jesus mit einem «Gotte» zu tun hat. — Die Geisteswissenschaft wird nur hinzufügen, daß man etwas mit diesem Worte anfangen kann. Das ist allerdings eine Anschauung, die dem, was sich als materialistisch-monistische Weltanschauung in unserer letzten Zeit herausgebildet hat, widerspricht. Aber wir konnten sowohl bei dem Vortrage über den «Ursprung des Menschen» wie auch bei dem anderen über den «Ursprung der Tierwelt» zeigen, wie sich die Geisteswissenschaft in völliger Übereinstimmung mit dem weiß, was die äußere Wissenschaft als tatsächliche Forschungsergebnisse zutage gefördert hat. Und jetzt können wir sagen, daß sich die Geisteswissenschaft unmittelbar mit dem verbinden kann, wozu auch äußere gewissenhafte Forschung kommt. Wo sie aber wie vor einem Fragezeichen steht, da wird diese äußere gewissenhafte Forschung nicht zu dem geführt, wozu die Geisteswissenschaft führen kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":275,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/61/1912-01-25/p020"},{"locus":"GA 61/1912-01-25/p021","passage_number":21,"text":"Während des zwanzigsten Jahrhunderts aber wird zu den Denkgewohnheiten noch etwas anderes hinzutreten müssen. Der Mensch steht jetzt auf dem Standpunkte, daß menschliches Leben und Erkennen, wie es in der physischen Welt dasteht, der äußeren Welt als der unmittelbaren Wahrheit gegenüberstünde, und daß höchstens dadurch ein Irrtum entstehen könne, daß sich der Mensch unzutreffende Bilder von der Welt mache oder etwas tue, was man als ein Böses bezeichnet, was nicht mit dem äußeren Gange der Welt übereinstimmt. Heute ist die Weltanschauung noch durchaus darauf aus, überall die Ursachen in dem zu suchen, was sich unmittelbar darbietet. Durch diese Denkweise sind die Weltanschauungsfragen zu einem Punkte gedrängt, von dem aus — das muß allen klar sein, die tiefer in das Geistesleben der Menschheit hineinschauen können — eine Umkehr sich notwendig macht. Zu einem unmittelbaren Unglauben an alles Geistige und zu einem bloßen Zusammenfassen der äußeren sinnlichen Wirklichkeit ist sowohl auf naturwissenschaftlichem wie auf historischem Gebiete die äußere Wissenschaft gekommen, zu einem Nichtgeltenlassen des Geistigen, das sich hinter den Sinneserscheinungen zeigen soll. In einer gewissen Beziehung, kann man sagen, ist unser Zeitalter bis zu einem Punkte gekommen, der unmittelbar in sein Gegenteil umschlagen muß. Außerster Materialismus, äußerster materialistischer Monismus muß die Seele dazu führen, daß sie sich durch ihr eigenes inneres Widerstreben zu jenem Begriffe gegenüber der Weltanschauung hinbequemen werde, der bisher eigentlich in den Weltanschauungen sehr wenig eine Rolle gespielt hat. Zu allem Suchen nach den Ursprüngen der Dinge muß ein Begriff hinzutreten, der bis heute noch nicht Bürgerrecht gefunden hat. In meinen Schriften «Die Philosophie der Freiheit» wie in «Wahrheit und Wissenschaft» ist gezeigt worden, daß der Mensch nötig hat, die Voraussetzung zu machen, daß der Stand, in dem er sich gegenüber der Welt befindet, nicht der wahre ist, daß er erst eine Entwickelung seines Innenlebens durchmachen muß, um die Wahrheit über die Welterscheinungen erkennen zu können und sich in ein wahres und auch sittliches Verhältnis zu den Welterscheinungen setzen zu können. Hinzutreten muß zu dem bloß ursächlichen Erkennen der Begriff der Erlösung.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":333,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/61/1912-01-25/p021"},{"locus":"GA 61/1912-01-25/p022","passage_number":22,"text":"Das wird die große Aufgabe des zwanzigsten Jahrhunderts sein, daß der Begriff der Erlösung, der Wiedergeburt Bürgerrecht bekommen wird zu den anderen wissenschaftlichen Begriffen. Wie der Mensch als Erkennender der Welt gegenübersteht, so ist es nicht der Wahrheit entsprechend. Alle wahren Begriffe bekommt man erst, wenn man, erlöst von dem gegenwärtigen Standpunkte, sich zu einem Höheren hinaufentwickelt hat, wenn man erlöst ist von den Hindernissen, welche bewirken, daß man nicht die wahre Gestalt der Welt sieht. Das ist Erkenntnis-Erlösung. Moralische Erlösung ist, wenn der Mensch erkennt, daß es, wie er zu der Welt steht, so nicht das Wahre ist, sondern daß er erst einen Weg gehen muß, der über die Hindernisse hinweggeht, die sich auftürmen zwischen ihm und dem, welchem er eigentlich angehört. Der Begriff des Wiedergeborenwerdens der Seele auf einer höheren Stufe wird sich herausentwikkeln aus dem, was uns als wunderbare naturwissenschaftliche Forschungsergebnisse entgegengetreten ist, was uns auch als wunderbare Ergebnisse der historischen Forschung entgegentritt. Der Mensch wird erkennen, wenn er so wie photographisch die Welt abgebildet hat und den großen naturwissenschaftlichen und geschichtlichen Werdegang der Menschheit sich vorgezaubert hat, daß er daran nicht etwas hat, was ihm die Welt nur abbildet, sondern was ein mächtiges Erziehungsmittel ist. Der Mensch wird nicht mehr bloß glauben, daß die Naturwissenschaft ihm eine Welt abbildet, sondern die Gesetzmäßigkeit wird etwas sein, was ihn erziehen wird. Und wenn die Naturwissenschaft nicht bloß da sein wird, um die Welt abzubilden, sondern um die Menschen zu erziehen, daß die Menschenseele sich von einem Standpunkte erlöst, der ein unmittelbarer ist, und sich zu einem Standpunkte hinaufarbeitet, wo sie auf höherer Stufe wiedergeboren wird, wenn der Mensch also erkennen wird, daß er erlöst werde von den Hemmungen, in denen er steckt, so hat er sich selbst die Vorbedingungen des Begriffes des Christus-Impulses in der Welt ausgebildet. Denn dann wird er einsehen, daß er nach demjenigen Zeitpunkte hinblicken darf, den wir vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte aus kennen gelernt haben, wo der Mensch einmal in einer rein geistigen Welt war und in die Welt des materiellen Daseins herabgestiegen ist, daß er durch diese materielle Welt hindurchgehen muß, um seinen Fortgang zu machen, daß aber an einem bestimmten Punkte seine Umkehr eingeleitet werden mußte, damit er sich wieder befreien kann von dem, was er hier aufgenommen hat. Von dem Versinken in das rein Materielle hat der Christus-Impuls die Menschheit befreit. Objektiv ist der Christus in der Weltentwickelung dasjenige, was in uns jenes Erlebnis darstellt, das wir haben, wenn wir sagen: Das Verhältnis zur Welt, das sich ergibt, wenn die Seele wiedergeboren und erlöst ist von dem, was sie als ihr Ursprüngliches bekommen hat, was so als ihr Erlebnis auftreten kann, es ist, draußen im großen Weltenprozeß der Menschheit gesehen, das, was als der Christus in die Welt hereintrat.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":457,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/61/1912-01-25/p022"}],"english":["GA 61/1912-01-25/p045","GA 61/1912-01-25/p046","GA 61/1912-01-25/p047","GA 61/1912-01-25/p048","GA 61/1912-01-25/p049","GA 61/1912-01-25/p050"],"method":"reader","confidence":"high","correspondence":"established","length_check":{"de_words":1065,"en_words":1367,"ratio":1.28,"partial":false},"pairing_state":"verified","verified":true,"evidence":["reader"],"reader_german":["GA 61/1912-01-25/p020"],"reader_part":true},"witness_completeness":{"ratio":1.26,"band":"comparable","note":null,"word_count":10270,"original_word_count":8148,"may_be_abridged":false},"witness_quality":{"translator":{"scope":"unit","status":"recorded","translator":"Walter F. 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