{"corpus":"steiner","locus":"GA 61/1912-03-21/p014","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"We see therefore that throughout our earthly existence we are continually storing up forces that find expression in our maturity. If a life has been well spent, these forces will have gathered their greatest strength by the time the gate of death is reached. We see that we have something living in us that cannot find an outlet in the external world. We live in our souls by being able to look back on the past: it is memory that holds together the threads of the soul. But out of this memory comes forth something that lives and weaves in us as inner ripeness of life; something appearing in earthly existence as a surplus force. The spiritual scientist need only apply a law that is valid for all ordinary science: the law of the conservation of energy. Any scientist, any physicist, will accept this law for the external world. It is universally recognised that, when a finger is drawn lightly across the surface of a table, even this slight pressure is transformed into warmth. Hence we say that energy can be transformed, can go through a metamorphosis, but can never vanish away. Once we have consciously experienced that in the ripe content of our life we have stored up forces which at first cannot be used but are tested to their utmost when we pass through the gate of death, then it should not be difficult to understand that these forces, brought about by the activity of the ego independently of the body, can never be annihilated. Hence the bodily sheath, which contributes nothing to our ripeness in life, can be cast off and revert to its elements, but these forces remain intact. Because in them we have the active ego as powerful centre, the ego is present also in the ripened forces of life when the human being passes through the gate of death. This may be contested by those disinclined to apply to the spiritual life the laws of ordinary physics; but they should be aware that they run into an inconsistency directly they rise from the truths of ordinary physics to the reality of the spirit. We only need common sense in order to follow what Spiritual Science tells us, that when we go through the gate of death there lie, deep within us, stored up forces acquired in life, forces which, exerted to their utmost, in a world differing from that of the physical body, have then to work with the greatest intensity. After death these forces have to work on in a world which must obviously be presupposed, and there these forces, that is, the inner nature of man, permeated and strengthened by the ego, continue to live when man is free of the body. Thus our ordinary intelligence gives us some idea of life after death—not only showing in general terms that there is such a life, but also describing the forces which play into it.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"The Nature of Eternity","site_heading":null,"date":"1912-03-21","location":null,"word_count":492,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/61/1912-03-21/p014","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"eLib2016","book_title":"Human History in the Light of Spiritual Investigation","publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA061/English/eLib2016/19120321p01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. 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Aber es stellt sich auch die merkwürdige Tatsache heraus, daß wir das Beste an unserer Lebensreife, dasjenige, wodurch wir am meisten zu etwas Besserem heranwachsen, als was wir vorher waren, wodurch wir das Wesen des Ich am besten beobachten können, so erfahren, daß wir sagen können: Es stellt sich als etwas dar, was wir an unseren Fehlern, an unseren Mängeln am besten erfahren. - Wenn wir eine Sache so recht verfehlt haben, wenn wir etwas getan haben, was uns so recht unsere Unvollkommenheit, unsere Unfähigkeit am besten zeigt, dann lernen wir von dem, was wir in unserer Unfähigkeit vollbracht haben, wie wir es hätten machen sollen. Wir sind reifer geworden. Und gerade durch solche Gelegenheiten — seien es Gelegenheiten des Denkens, des Fühlens, des Wollens, des Handelns - entwickeln wir unsere Lebensweisheit, unsere Lebensreife. Dadurch müssen wir aber auch sagen: Wir sehen an dem, was wir so als Lebensweisheit und Lebensreife in uns ansammeln, was eine immer stärkere innere Kraft wird, weil wir doch nie ein zweites Mal in dieselbe Lage kommen und wieder an unseren Fehlern lernen können, wie wir diese in uns aufspeichern müssen und wie wir für diese wichtigsten Dinge keine Verwendung im Leben haben. — So sehen wir also, daß wir in unserem irdischen Dasein dahinleben und fortwährend Kräfte aufspeichern, die sich ausdrücken als Lebensreife, und die, wenn wirklich ein Leben richtig durchgeführt wird, sich am stärksten angesammelt haben, wenn wir an der Pforte des Todes angelangt sind. Wir sehen, daß da etwas in uns ist, in uns lebt und sich zunächst nicht in einer Außenwelt ausleben kann.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":349,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/61/1912-03-21/p012"},{"locus":"GA 61/1912-03-21/p013","passage_number":13,"text":"Wie leben wir? Wir leben in der Seele dadurch, daß wir auf unser abgelebtes Dasein zurückblicken können. Die Erinnerung hält uns sozusagen den Seelenfaden zusammen. Aber aus dieser Erinnerung tritt gleichsam etwas heraus, was in uns lebt und webt als unsere innere Lebensreife, und was wie eine überschüssige Kraft in dem gegenwärtigen Erdendasein sich darstellt. Man kann nun geisteswissenschaftlich zunächst einfach ein Gesetz anwenden, das in der ganzen äußeren Wissenschaft gilt, das Gesetz, daß Kräfte nicht verschwinden können. Für die äußere Welt gibt das jeder Naturforscher, jeder Physiker zu. Er weist darauf hin, wenn man nur mit dem Finger über die Tischplatte fährt und eine Druckkraft anwendet, so wird diese Druckkraft umgewandelt in Wärme. Man sagt: Kräfte, die einmal aufgewendet werden, können sich umwandeln, verwandeln, aber sie können nicht in Nichts verschwinden. — Wenn man das mit Bewußtsein erlebt hat, daß wir in dem, was wir als Lebensreife und Lebensinhalt haben, die Kräfte aufgespeichert haben, die zunächst keine Verwendung mehr finden und die am stärksten angespannt sind, wenn wir durch die Pforte des Todes schreiten, dann darf nach dem gewöhnlichen Menschenverstande der Gedanke nicht mehr ferne liegen, daß die Kräfte, die als Kräfte vorhanden sind und die unabhängig von dem äußeren Leibeswerkzeug durch die Arbeit des Ich entstanden sind, nicht in ein Nichts verschwinden können. Der äußere Leib — das ist die einzige Konsequenz —, dem diese Lebensreife nicht verdankt ist, mag abfallen, mag seinen Elementen übergeben werden; diese Kräfte sind da. Und weil wir in diesen Kräften das Ich als den wirksamen, den kraftenden Mittelpunkt haben, so ist das Ich in den Kräften seiner Lebensreife da, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes tritt. Das mögen diejenigen bestreiten, die keine Lust dazu haben, die Gesetze der gewöhnlichen Physik auch auf das geistige Leben anzuwenden, nur sollten sich diese bewußt sein, daß sie eine Inkonsequenz in dem Augenblick begehen, wo sie in der Betrachtung von der äußeren physischen Wirklichkeit nach der geistigen Wirklichkeit aufsteigen. So also brauchen wir durchaus nicht etwas anderes zunächst zu Hilfe zu rufen als den gewöhnlichen gesunden Menschenverstand, wenn die Geisteswissenschaft davon redet, daß in demjenigen, was wir unser Inneres nennen, wenn wir durch die Pforte des Todes gehen, Kräfte aufgespeichert liegen, welche wir uns im Leben erworben haben, und die dann gerade ihre größte Spannung haben und am meisten wirken müssen in einer Welt, welche nicht die Welt des äußeren physischen Leibes ist. Fortwirken müssen diese Kräfte nach dem Tode in einer Welt, welche dann offenbar vorausgesetzt werden muß, in welcher dann diese Kräfte, das heißt das von dem Ich durchsetzte und durchkrafteteInnere des Menschen fortlebt, wenn der Mensch im entkörperten, leibfreien Zustande ist. 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