{"corpus":"steiner","locus":"GA 67/1918-03-21/p021","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Examination of the whole range of the life of dream brings to light two peculiar features which must be particularly borne in mind. The one is that what is usually called *logic* plays no part in dreams. The dream has a rule entirely different from that of ordinary logic for the way in which it passes from one object to the other. Naturally you will be able to insist that many dreams take a perfectly logical course. But this is only *apparently* the case, as everyone who can observe these things intimately, knows. If dream-pictures present themselves in logical sequence, the reason is not that you yourself produce this sequence *during the dream* but that you are placing side by side, mental images which you have already connected together logically at some time or which have been so connected by some agency in life. In such a case, logic in the dream is *reminiscence*; the logic has been imported into the dream; the action of the dream does not in itself proceed according to the rules of ordinary logic.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"7. Manifestations of the Unconscious","site_heading":null,"date":"1918-03-21","location":null,"word_count":179,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/67/1918-03-21/p021","alignment_confidence":"high","alignment_reason":"beads:length+anchor_constrained","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"SOL2018","book_title":"The Eternal in the Human Soul","publisher":"Steiner Online Library","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA067/English/SOL2018/19180321p01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. No translator is established for this lecture: nothing at the level of the lecture names one. Do not attribute this English to a translator, and do not borrow a credit from another lecture of the volume. 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Wenn Sie Traumvorstellungen haben, die aufeinanderfolgen in logischer Verkettung, so rührt das nicht davon her, daß Sie während des Traumes selbst diese logische Verkettung herbeiführen, sondern es rührt davon her, daß Sie Vorstellungen aneinanderreihen, die Sie schon einmal im Leben logisch zusammengegliedert haben, oder die sonst durch irgend etwas im Leben logisch zusammenhängen. Da ist die Logik Reminiszenz, da ist die Logik in den Traum hineingetragen, die Traumhandlung selbst geht nicht nach den Regeln der gewöhnlichen Logik vor sich. Man kann immer sehen, daß ein tieferes, intimeres Element der Seele der Traumhandlung zugrunde liegt. Jemand träumt zum Beispiel — ich erzähle einen wirklichen Traum -, er muß zu einem Bekannten gehen, und er weiß, daß dieser Bekannte ihn über irgend etwas ausschelten wird. Er träumt, daß er tatsächlich zur Tür der Wohnung dieses Bekannten kommt. In dem Augenblick ist aber die ganze Situation verwandelt. Als er durch die Tür des Bekannten eintritt, tritt er in einen Keller ein, in dem wilde Tiere sind, die ihn auffressen wollen. Da fällt ihm ein, daß er doch zu Hause eine ganze Reihe von Stecknadeln hat, und diese Stecknadeln spritzen Säfte aus, durch die diese wilden Tiere getötet werden können. Die Stecknadeln sind auch schon da, und er schießt mit ihnen auf die wilden Tiere. Da verwandeln sich diese in lauter junge Hunde, die er nun sanft streicheln will. Sie sehen aus diesem Traume, der einen typischen Traumverlauf darstellt, wie es sich wieder darum handelt, die Spannung, die hervorgerufen wird durch eine Ängstlichkeit, hervorgerufen gegenüber dem Freunde, die sich in den wilden Tieren ausdrückt, zu entspannen dadurch, daß die Seele sich vorzaubert die Verwandlung der wilden, grausamen Tiere in liebliche junge Hunde. Sie sehen, das ist etwas anderes als das Logische. Allerdings, ein wichtiger Einwand ist da. Wer das Traumleben kennt, weiß, daß folgendes schon oft vorgekommen ist: Man hat sich angestrengt, um die Lösung irgendeiner Aufgabe zu finden, bevor man zu Bett gegangen ist, man konnte sie nicht finden; dann träumen Sie und finden im Traum die Lösung der Aufgabe, so daß Sie sie am Morgen wirklich niederschreiben können. Das wird mit Recht erzählt. Wer solche Dinge nicht richtig untersuchen kann, wird sie immer mißverstehen. Man soll nur ja nicht glauben, daß man die wirkliche Lösung im Traum gefunden hat. Was man wirklich im Traum gefunden hat, woran man glaubt, sich zu erinnern, das ist irgend etwas ganz anderes. Das ist etwas, was sehr wenig logisch abzulaufen braucht, was aber jene wohltätige Wirkung im menschlichen Gemüte hat, die eintritt, wenn eine Spannung in eine Entspannung überführt wird. Vor dem Einschlafen war der Mensch eben in einer solchen Spannung seines Gemütes, daß er die Aufgabe nicht lösen konnte. Er brütete und brütete, es fehlte ihm etwas. 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