{"corpus":"steiner","locus":"GA 69a/1911-02-24/p023","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"One example: Aristotle was already at the turning point of the intellectual age, but he still saw back in dark notion at the time in which the human being knew something by clairvoyance, at the processes of human imagining and feeling, at the human evolution, and he describes this. He did no longer have the ancient clairvoyance; he had the tradition only. There he said, if the human being is active in his soul, in his wake state, we deal with the physical body at first, and this has its organs. However, Aristotle would still have been reluctant to regard the material body as the only member of the human being. He pointed to a higher member that has its centre near the heart, and from this supersensible member certain currents originate which go up especially to the brain and spread as supersensible currents in the human body. One still called these currents “cold light” in the Middle Ages that pours forth in particular into the brain to invigorate its physical organs. Still in the Middle Ages people spoke of this cold light which spreads out where the physical heart is.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"I. Spiritual Science and the Future of Humanity","site_heading":null,"date":"1911-02-24","location":null,"word_count":191,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69a/1911-02-24/p023","alignment_confidence":"medium","alignment_reason":"beads:length","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"eLib2017","book_title":"Truths and Errors in Spiritual Research","publisher":null,"publisher_inferred":false,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA069a/English/eLib2017/19110224p01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. No translator is established for this lecture: nothing at the level of the lecture names one. Do not attribute this English to a translator, and do not borrow a credit from another lecture of the volume. 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Unsere Intelligenz, unsere verstandesmäßige Erfassung der Welt, die Seelenverfassung, die wir heute haben, wo wir total auf unsere Sinne bauen und die sinnliche Wahrnehmung mit dem an das Gehirn gebundenen Verstand kombinieren, alles das, was wir im Alltagsleben uns vorstellen und was wir in der Wissenschaft treiben, das konnte in das allgemeine menschliche Bewußtsein nur dadurch hineinkommen, daß für eine Weile das alte Heilsehen zurücktrat, übertönt wurde vom intellektuellen Bewußtsein. Das alte hellseherische Bewußtsein mußte zurücktreten, damit die intellektuelle Kultur innerhalb der Menschheit sich entwickeln konnte. Wer nur ein wenig den Grundcharakter des Mittelalters zu beachten versteht, der weiß, daß die eigentümliche Erscheinung der Geistesentwicklung des Mittelalters zu erklären ist, wenn man weiß, daß dieses Mittelalter die Zeit ist, in welcher nach und nach die Möglichkeit des alten Hellsehens verschwindet. Der größte Impuls in der Menschheitsentwicklung, der Christus-Impuls, der einmal die Menschheit zum vollen Hellsehen hinaufführen wird, hatte die Aufgabe, das alte Hellsehen zurücktreten zu lassen. Und so sehen wir, daß mit dem Heranbrechen der neuen Zeit sich eine eigenartige Erscheinung zeigt: das alte Hellsehen tritt zurück, nur die Überlieferung an jene Wahrheiten, die man durch das alte Hellsehen gewonnen hatte, bleibt. So pflanzten sich im Mittelalter die Wissenszweige fort, welche gewonnen waren auf der Grundlage eines alten Hellsehens, aber man wußte das gar nicht mehr, man hatte nur die Ideen begriffen, die in der Urzeit gefunden waren, ja, man wandte sie sogar gegen den Ausgang des Mittelalters ganz falsch an. Ein Beispiel: Aristoteles, der alte griechische Philosoph der vorchristlichen Zeit, stand schon am Wendepunkt zu dem Zeitalter, in dem die intellektuelle Bildung der Menschheit begonnen hatte, aber er sah noch zurück, obwohl fast nur noch in dunkler Ahnung an die Zeit, in der die menschliche Natur nur durch das Hellsehen etwas gewußt hat, zurück auf die Vorgänge der menschlichen Begriffsvorstellung und Empfindungen, überhaupt in die menschliche Entstehung, und diese schildert er. Er konnte es nicht mehr sehen, da er nicht mehr dem Zeitalter angehörte, wo man durch das alte Hellsehen einzudringen vermochte in die Geisteswelt, er hatte nur die Überlieferung. Da sagte er: Wenn der Mensch in seiner seelischen Tätigkeit, in seinem wachen Zustande ist, dann haben wir es im Menschen zunächst mit dem zu tun, was man physischen Leib nennen kann, und dieser hat seine Organe. Aber Aristoteles wäre noch durchaus abgeneigt gewesen, in materieller Weise in diesem physischen Leib das einzige zu sehen, was die menschliche Wesenheit ausmacht. Er wies hin auf ein nächsthöheres Glied, das seinen Mittelpunkt da habe, wo etwa das menschliche Herz ist, und von diesem übersinnlichen Glied gehen gewisse Strömungen aus, die besonders zum Gehirn hinaufgehen und sich als übersinnliche Strömungen im Menschenleibe verbreiten. Diese Strömungen wurden noch im Mittelalter «kaltes Licht» genannt, das namentlich in das Gehirn hinein sich ergieße, um da die physischen Organe des Gehirns zu beleben. 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