{"corpus":"steiner","locus":"GA 69c/1913-11-15/p045","lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"text":"Spiritual science shows how it became possible for the human being to have this inner, mystical experience of Christ. By way of comparison, we find in Western philosophy the thought expressed that had we no eyes we could not see colors. Our eyes must be so built that they can perceive colors; there must be an inner predisposition to colors in our eyes, so to speak. Had we no eyes, the world would be colorless and dark for us. The same reasoning applies to the other senses. They too must be predisposed for the perception of the external world. From this argument Schopenhauer and other philosophers have concluded that the external world is a world of our representations. Goethe has coined the fine motto, “Were the eye not sun-like it could never perceive the sun.” We might say further, “The human soul could never understand Christ were it not able so to transform itself that it could inwardly experience the words, ‘Not I, but Christ in me.’”","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"11. From Jesus to Christ","site_heading":null,"date":"1913-11-15","location":null,"word_count":167,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69c/1913-11-15/p045","alignment_confidence":"low","alignment_reason":"identity_contradicted","two_voice_volume":false,"translation_credit":{"scope":"unit","status":"not_established","translator":null,"identified_edition":"SOL2024","book_title":"A New Experience of Christ","publisher":"Steiner Online Library","publisher_inferred":true,"match_score":1.0,"source_url":"https://www.rsarchive.org/Lectures/GA069c/English/SOL2024/19131115p01.html","evidence":null,"reason":"no_translator_named","note":"Neither the lecture's own page nor rsarchive's lecture list names a translator for it. No translator is established for this lecture: nothing at the level of the lecture names one. Do not attribute this English to a translator, and do not borrow a credit from another lecture of the volume. Cite the German for anything load-bearing."},"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69c/1913-11-15/p045"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/69c/1913-11-15/p045","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. 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The aligner paired 5 German passage(s) with 3 English, but the English side holds only ~49% of the German side's length (415 vs 840 words). One or more of the German passages above is likely NOT represented in this translation at all. Do not treat the English as carrying their content: read the German passages directly, and if you need to quote, quote the German. Absence of a phrase from the English here is NOT evidence it is absent from Steiner."},"paired_german":{"status":"paired","german":[{"locus":"GA 69c/1913-11-15/p042","passage_number":42,"text":"Der Mensch braucht jetzt nicht mehr den Gott dadurch erreichen, dass er entweder seinen Egoismus oder seinen Stolz erhöht, sondern den Gott erreicht er dadurch, dass er Mensch bleibt, [indem er selber sein Menschentum zu einem höheren Selbst, zu einer größeren Innerlichkeit überführt und damit auch die Äußerlichkeit überwindet]. Dadurch also, dass der Christus in den Entwicklungsgang der Menschheit hineinkam, kann man nun zum Menschen sagen: Du sollst Mensch bleiben; auch innerlich sollst du Mensch bleiben, denn in dir selbst findest du das, was seit dem Mysterium von Golgatha in deine Seele eingetaucht ist. Du brauchst nicht nach unten oder nach oben aus dem Menschen herauszugehen. - Erhöhung des Egoismus war einst notwendig bei der einen [Mysterienart] - Erhöhung des Stolzes bei der anderen. Dasjenige aber, was [heute] nach dem Mysterium von Golgatha notwendig ist für die Menschenseele, die nun finden soll das, was man früher innerhalb der Menschheit, innerhalb der menschlichen Erdengeschichte selber gefunden hat - was [damals] notwendig war - und das man mit keinem anderen Wort bezeichnen kann: Das ist die tiefste, die bedeutsamste Eigenschaft des Menschen, das ist die Liebe! In der einen Mysterienart musste der Egoismus entwickelt werden, in der anderen Mysterienart der Stolz. Nun handelt es sich darum, dass der Mensch fähig gemacht wird, gerade über diesen Egoismus und diesen Stolz hinauszugehen und den höheren Menschen in sich zu fühlen, der nach Überwindung des Egoismus [und des Stolzes] strebt. Und es handelt sich zugleich darum, einzulaufen in eine Entwicklung, die nicht in den Stolz und in den Hochmut hineintreibt, sondern die innerhalb des Elementes der Liebe stehen bleibt. Das liegt dem bedeutungsvollen Wort des Paulus zugrunde: «Nicht ich, sondern der Christus in mir!» Man fühlt den Christus seit dem Mysterium von Golgatha zunächst als dasjenige, wodurch man sich also mit seinem Göttlichen vereint, nicht nur dem Worte nach, sondern durch das Mysterium von Golgatha [auch in Wirklichkeit].","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"word_count":313,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/69c/1913-11-15/p042"},{"locus":"GA 69c/1913-11-15/p043","passage_number":43,"text":"Wenn Gott außer mir sich in mich ergießen will, wenn ich außerhalb meines Leibes bin, [wenn ich im Weltall aus den Tiefen der eigenen Seele heraus in Gott bin,] wenn ich [mich] in mir zur eigenen Seele erkrafte, dann schaue ich die Geheimnisse der Liebe! - Das konnte sich der alte Mysterienschüler sagen und mit ihm alle anderen Menschen, die Anhänger waren von diesen oder anderen Religionsbekenntnissen. [Es handelt sich nicht um etwas, was außer mir gefasst wird, sondern um etwas, was ich finde, wenn ich die Wege meiner eigenen Seele fortsetzen will, wenn ich von dem ausgehe, was ich im Alltag erlebe: Das Einzige, was wir auf der Erde erleben, wenn wir aus uns selbst herausgehen, das ist die Liebe, die ich im andern Wesen finde - im Übergreifenlassen der einen Seele in die andere Seele.] Man bleibt die Seele, die man ist, wenn man sich in der anderen Seele liebevoll findet; man bleibt das Wesen, das man ist, wenn man sich in dem anderen Wesen liebevoll findet. Der Mensch bleibt und ist immer noch Mensch, wenn er den Christus in sich finden will, und er findet den Christus in sich, weil es durch das Mysterium von Golgatha möglich geworden ist, dass die Seele, wenn sie über sich selber hinausgeht und nun in der Menschensphäre bleibt, zu dem kommt, was das paulinische Wort sagt: «Nicht ich, der Christus in mir!» Es ist ein mystisches Erlebnis, wenn man fühlt, dass ein höheres Selbst, ein höheres Menschentum in einem lebt, dass dieses höhere Menschentum dasjenige ist, was die eigene Seele trägt von Leben zu Leben, von Körper zu Körper, was die Seele einbettet in das Geistige. Es ist das Erleben des Christus in sich - es ist ein mystisches Erleben! Wir können es in Wahrheit nicht erleben, wenn wir nicht durch Entwicklung derjenigen Seelenkraft, die sich in den verschiedenen Erscheinungen der Liebe zeigt, über die Seele selber - aber in ihr [bleibend] - hinausgehen. So erlebt der Mensch mystisch den Christus in sich. 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