Anthroposophy and its Opponents

GA 255b — 23 May 1922, Stuttgart

Mitgliedervortrag

Meine lieben Freunde! Es wird notwendig sein, daß ich, bevor ich meine heutige Auseinandersetzung mache, einiges Einleitende sage. Wir stehen in einer gewissen Krisis unserer anthroposophischen Bewegung, die sich ja zeigt in der immer größer und größer werdenden Gegnerschaft, insbesondere in dem Charakter, den diese Gegnerschaft annimmt. Es ist zwar etwas außerordentlich Unsympathisches, über diese Gegnerschaft zu sprechen, das werde ich daher auch nicht tun - oder wenigstens in sehr eingeschränktem Sinne -, aber es ist notwendig, daß wir gerade in dem gegenwärtigen Zeitpunkt uns doch bewußt werden, welche Richtungen die einzelnen Bestrebungen innerhalb unserer anthroposophischen Bewegung im Laufe der letzten Jahre angenommen haben.

Ich brauche ja nur die Erinnerung wachzurufen derjenigen Mitglieder dieser Bewegung, welche bereits längere Zeit innerhalb derselben stehen - derjenigen Mitglieder, welche mitgemacht haben vor allen Dingen die ältere Phase unserer anthroposophischen Bewegung, die ja einen mehr esoterischen Charakter hatte, die wirkte, möchte ich sagen, mehr aus der geistigen Substanz selber heraus. Die Erinnerung an die besondere Art, wie dazumal Anthroposophie verbreitet worden ist vor der Öffentlichkeit, die möchte ich zunächst einmal wachrufen. Sie ist ja in ihrem esoterischen Charakter in der letzten Zeit wohl besonders ersichtlich geworden durch die Veröffentlichung jenes Münchner Zyklus in der «Drei», durch welchen ganz im Sinne einer esoterischen Auseinandersetzung gesprochen werden sollte über den Gegensatz der orientalischen Geistesanschauung und der okzidentalischen. Es sollte dort gezeigt werden, wie der Christus-Impuls zur Ausgestaltung der okzidentalischen Geistesanschauung in der Welt gewirkt hat. Und wer sich heute noch vertieft in dasjenige, was in jenem Zyklus auseinandergesetzt worden ist — der ja heute ganz öffentlich zugänglich ist -, der wird sich vor die Seele stellen können die besondere Art, wie dazumal gestrebt worden ist, Anthroposophie zuerst vor kleinere Kreise und dann vor immer größere Kreise hinzutragen, wie aber das Ganze doch eine Art einheitlichen Charakter getragen hat, der von einem gewissen esoterischen Grundzuge beherrscht war. Daß in den letzten Jahren im allgemeinen die anthroposophische Bewegung einen etwas andern Charakter angenommen hat, das, meine lieben Freunde, hing ja nicht von denjenigen ab, die diese anthroposophische Bewegung in aktivem Sinne zu führen haben. Ich möchte sagen: was notwendig geworden ist in den letzten Jahren, das haben wir ja nicht gesucht, das ist als eine Forderung von der Außenwelt an uns herangekommen. Durch die Verbreitung der anthroposophischen Literatur — welche ja eine ziemlich große allmählich geworden ist -— haben sich die verschiedensten Kreise, die zunächst mit dem allmählichen esoterischen Aufbau nicht mitgegangen waren, mit der anthroposophischen Weltanschauung bekannt gemacht und haben diese anthroposophische Weltanschauung dann von denjenigen Gesichtspunkten aus beurteilt, die ihnen eben gerade zugänglich waren.

Insbesondere auf das eine möchte ich dabei aufmerksam machen, wie allmählich wissenschaftliche und wiissenschaftlich-theologische Kreise sich immer mehr und mehr anfingen zu beschäftigen mit der anthroposophischen Weltanschauung. Dadurch wurde Anthroposophie, die durchaus ja einen wissenschaftlichen Charakter annehmen kann, wenn sie will, in diesen wissenschaftlichen Charakter gewissermaßen von außen hineingerissen, und es war nur natürlich, daß eine Anzahl jüngerer Mitarbeiter mit guter wissenschaftlicher Schulung es nun ihrerseits aufnahmen, der anthroposophischen Bewegung diesen wissenschaftlichen Charakter aufzuprägen. Dadurch hat das öffentliche Wirken der anthroposophischen Bewegung, wie es in der letzteren Zeit hervorgetreten ist auf Kongressen, Hochschulkursen und so weiter, einen ganz anderen Charakter angenommen, als es früher hatte. Und vielleicht kann ich, wenn das auch ein bißchen radikal klingt, diesen anderen Charakter dadurch bezeichnen, daß ich sage — dies ist weder ein Tadel noch ein Lob, sondern einfach etwas, was ich konstatieren will -: Wenn ich manches ältere Mitglied der anthroposophischen Bewegung ansehe, so verhält sich das so, daß es sagt: Wir haben uns eben hineingefunden durch die Erkenntnis- und religiösen Bedürfnisse unseres Herzens in die esoterische anthroposophische Bewegung, insofern sie ihre geistige Substanz dargelebt hat; wir haben den Charakter dieser Esoterik, wenn auch selbstverständlich in der Weise, wie er sich in öffentlichen Vorträgen der älteren Zeit unserer anthroposophischen Bewegung darleben mußte, in uns aufgenommen; jetzt aber hören wir da, wo Anthroposophie vertreten wird, einen wissenschaftlichen Grundton, der in einer gewissen Weise auch das Anthroposophische von dem Elementarsten aus allmählich logisch aufbaut, so wie man es in der äußeren Wissenschaft gewohnt ist.

Und so möchte wohl manch solch Mitglied sagen: Das ist etwas, was uns eigentlich nicht interessiert; zum Teil halten wir es für ganz selbstverständlich, zum Teil hält uns das nur auf; wir kommen auf dem inneren Wege eines spirituellen Verstehens viel schneller zu den Einsichten, die ja Anthroposophie geben kann, als wenn sie so Stück für Stück durch allerlei Gedanken und logische Maschen aufgebaut wird, die wir eben gar nicht brauchen, die uns eigentlich außerordentlich überflüssig erscheinen und uns nicht interessieren. Warum, meine lieben Freunde, sollte man diese Dinge nicht einfach so sagen, wie sie eben in den Empfindungen vieler unserer Mitglieder existieren? Wir haben einmal heute diese zwei Strömungen, möchte ich sagen - in der Hauptsache diese zwei Strömungen. Dadurch, daß wir diese zwei Strömungen haben, würde ja eigentlich all demjenigen, was Anthroposophie aus ihrem eigenen Seelischen heraus wollen muß, und auch demjenigen, was von außen gefordert wird, genügt werden können, wenn nicht eben ein anderes wäre; und dieses andere müssen wir uns doch mit einer gewissen inneren Stärke, mit einem gewissen Ernst zum Bewußtsein bringen.

Es ist nämlich durchaus möglich, von den elementaren Auseinandersetzungen — denn elementar sind doch alle Auseinandersetzungen, die von den Formen der heutigen Wissenschaft durchzogen sein müssen oder sollen -, es ist durchaus möglich, von diesen elementaren Auseinandersetzungen ausgehend, die Anthroposophie aus Mathematik, aus Physik, aus Chemie, Biologie, Geschichte, Soziologie und so weiter heraus wissenschaftlich zu begründen, um allmählich aufzusteigen zu demjenigen, was durchaus innerlich esoterisch ist. Allein, dazu brauchten wir einen weitaus größeren Kreis von aktiven Mitarbeitern, brauchten wir vor allen Dingen, ich möchte sagen eine Arbeit, die einzig und allein diesem gewidmet wäre. Denn es werden sich ja eigentlich die älteren Mitglieder nicht unmittelbar beklagen können, daß der esoterische Grundton der älteren anthroposophischen Bewegung nicht wenigstens da hervortritt, wo Zweigversammlungen gehalten werden, wo in Zweigversammlungen fortgesetzt wird dasjenige, was früher eben auch mit einem gewissen esoterischen Grundcharakter in den Zweigversammlungen geübt worden ist. Wenn das, was in kleineren Kreisen als eine gewisse Fortsetzung des esoterischen Lebens eingefügt worden ist, nicht in der entsprechenden Weise jetzt eine Fortsetzung finden kann, so ist es ja nicht aus dem Grunde, daß dies nicht etwa geschehen könnte aus den inneren Kräften der anthroposophischen Bewegung, sondern das ist ja lediglich aus dem Grunde, weil gerade die daran beteiligten Mitglieder dies nicht mit dem nötigen Ernste aufgefaßt haben und es namentlich nach außen hin in einer Weise behandelt haben, daß sie selbst die Fortsetzung eben zunächst unmöglich machen beziehungsweise gefährden. Darüber will ich also nicht sprechen. Aber daß in den Zweigversammlungen der alte esoterische Charakter bewahrt geblieben ist, das ist ja jeder der Zweigversammlungen abzulesen, die gerade hier an diesem Orte gehalten worden sind. Auf der andern Seite ist das völlig Exoterische, das aus der Wissenschaft heraus Begründete, in unseren Öffentlichen Vorträgen mehr hervorgetreten.

Zwischen beiden Bestrebungen klafft heute innerhalb unserer Bewegung ein Abgrund; es gibt keine Vermittlung, keine Brücke führt über diesen Abgrund. Und wir können eben die Brücke nicht schlagen, weil einfach die Mitarbeiter dazu fehlen, und weil denjenigen, die Mitarbeiter sind, die Zeit fehlt, diese Brücke zu schlagen von dem, was die Welt heute von uns fordert -— wissenschaftliche Begründung der Anthroposophie -, und dem, was aus der Esoterik heraus gearbeitet werden muß. Das ist natürlich etwas, was im Prinzip eigentlich durchaus ergänzt werden müßte, was gesucht werden müßte, wozu uns aber heute Zeit und Arbeitskräfte eben noch fehlen. Es ist aber nicht zu leugnen, daß gerade wegen dieses Abgrundes das Ganze unserer anthroposophischen Bewegung in gewisser Weise krankt, äußerlich und innerlich krankt. Denn erstens wird immer wieder und wiederum das auftreten, daß eine gewisse Mitgliedschaft, welche das eine liebt, gegen das andere sich außerordentlich kritisch verhält. Diejenigen, die da glauben, den Wissenschaftscharakter der Anthroposophie in vollstem Sinne des Wortes in sich zu tragen, verachten oftmals dasjenige, was ja im Grunde genommen doch auch aus berechtigten Untergründen hervorgeht. Und insbesondere ist auch das Umgekehrte der Fall - in begreiflicher Weise, aber deshalb nicht weniger die Gesamtbewegung schädigend -, daß diejenigen, die schneller zu den Resultaten, zu den letzten Ergebnissen kommen können, den langsamen Weg, der schon einmal durch die Forderungen unserer heutigen Zeit gegeben ist, den langsamen, wissenschaftlichen Weg als für sie langweilig und unbequem und unnötig finden. Aber ganz abgesehen davon: Dadurch, daß zwischen den beiden Strömungen ein Abgrund klafft, über den heute eine Brücke noch nicht führt, so daß ich zum Beispiel selbst genötigt bin, in öffentlichen Vorträgen möglichst den wissenschaftlichen Charakter zu wahren, dann wiederum in Zweigvorträgen in das Esoterische einzutauchen, dadurch hat unsere ganze Bewegung etwas, was sie hemmt, was sie nicht in der entsprechenden Weise vorwärtskommen läßt.

Denn es hat etwas Ungesundes, meine lieben Freunde, wenn zum Beispiel, sagen wir, da oder dort ein Hochschulkurs, ein Kongrefß abgehalten wird, und es kommen dann die außenstehenden Leute dahin; es kommen - das ist ja nicht zu leugnen - Leute dahin, die zunächst keinen Dunst haben von dem, was in der Anthroposophie der Welt gegeben werden soll, was der Wissenschaft und auch dem praktischen Leben durch die Anthroposophie gegeben werden soll. Sie hören nun dort dasjenige, was wir heute eben auf solchen Kongressen, auf solchen Hochschulkursen vorbringen, sie werden es ja - weitaus die meisten — ablehnen. Aber es gibt natürlich auch solche - und auf die kommt es ja eigentlich an, es kommt auf sie an, auch wenn sie im einzelnen Falle noch so wenige sind -—, es gibt auch solche, die schon den Ernst und auch den Wissenschaftscharakter der Anthroposophie fühlen, die sich sagen können: das ist doch etwas, was weiter geprüft werden muß. - Es ist das aus dem Grunde, weil sie eben da angesprochen werden in den Formen, in denen man ja auch heute sonst über allerlei Weltanschauliches in der Welt redet. Wenn dann solch eine Persönlichkeit hereingeschneit käme in eine Zweigversammlung, in der gerade etwas besonders Intimes, aus der Esoterik heraus Klingendes abgehandelt würde, und sie würde etwas hören, was mitten herausgerissen ist und wofür ihr die Voraussetzungen ganz fehlen, so kann es natürlich durchaus sein, daß sie sagt: Da machen sie uns in der Öffentlichkeit dieses vor, aber in ihren eigentlichen intimeren Versammlungen sieht man ja, daß sie ganz verrückt sind. — Sehen Sie, meine lieben Freunde, das ist etwas, was durchaus in dem Gebiete der Möglichkeit liegt - es kommt gar nicht darauf an, in welchem Grade es heute schon wirklich wird. Es wurde ja in hohem Grade wirklich, weil wir immer Mitglieder unter uns gehabt haben, denen jedes Taktgefühl fehlt für den Verkehr mit den anderen Menschen, denen sie alles Mögliche von der Anthroposophie an den Kopf werfen, das diese anderen dann nicht verstehen. Wie gesagt, es kommt alles Mögliche schon vor. Aber es kommt nicht einmal so sehr darauf an, inwiefern diese Dinge wirklich werden, sondern wie die Bewegung selbst ist, was in ihr möglich ist, denn davon hängt ihr Gedeihen, ihre Gesundheit und ihre Krankheit ab. Es ist ja durchaus naheliegend, zu allen möglichen Vorurteilen gerade mit Bezug auf die Ausbreitung der anthroposophischen Erkenntnis zu kommen, weil man glaubt, der oder jener könnte auf leichte Weise von dem oder jenem überzeugt werden. Ja, sehen Sie, da möchte ich Ihnen ein Beispiel erzählen, von dem ich schon öfter gesprochen habe.

Als die anthroposophische Bewegung noch - in durchaus selbständiger Weise - innerhalb der theosophischen Bewegung wirkte, da kam einmal zu mir ein Vorsitzender eines Zweiges der Theosophischen Gesellschaft, eines auswärtigen Zweiges, der ein sehr bedeutender Gelehrter ist, ein bekannter Gelehrter in seinem Fache; es war ziemlich im Beginne der anthroposophischen Strömung innerhalb der theosophischen Bewegung. Ich versuchte zunächst, weil ich es mit einem Fachgelehrten zu tun hatte, da oder dort anzutippen aus seinem eigenen Fach, ihm dasjenige vorzutragen, was aus seinem Fach heraus dann hinführen konnte zur Anthroposophie. Ich trug ihm vor etwas über Pflanzenwachstum, über das Hineingestelltsein der Pflanze in das Weltall, ging dann von da allmählich über in das mehr anthroposophisch Substanzielle. Das interessierte ihn gar nicht. Und das Richtige war, im richtigen Moment zurückzuzucken und sich zu sagen, der Mann will, wenn er an seiner Universität als Lehrer wirkt, so vortragen, wie die andern vortragen, er will, wenn er in seinem botanischen Kabinett ist, so seine Schüler anhalten, wie das üblich ist, und will mit Bezug auf dasjenige, wie er sich als Botaniker vor die Welt hinstellt, in Ruhe gelassen werden: dies geht Anthroposophie nichts an. Dagegen wurde er sofort warm, wenn man anfing, vom Astralleib direkt zu sprechen, vom Ätherleib direkt zu sprechen. Er konnte ganz hübsch auf der einen Seite seiner Buchführung seine Gelehrsamkeit haben, auf der anderen Seite dasjenige, was ihm anthroposophischtheosophisch gegeben wurde. Es fiel ihm aber gar nicht ein, zwischen dem einen oder andern irgendeine Verbindung herstellen zu wollen, so daß es selbstverständlich das Gegebene war, abzulassen von dem Bemühen.

Das ist natürlich etwas, was in der neuesten Zeit nicht immer berücksichtigt worden ist. Man will, allerdings mit einer Eifrigkeit, mit einem Enthusiasmus denjenigen Menschen Anthroposophie in ihre Fachgelehrsamkeit hineintragen, die sie gar nicht haben wollen, die sie mit aller Gewalt heraus haben wollen. Es schadet natürlich nichts, wenn man das, was aus den verschiedenen Wissenschaften heraus Anthroposophie zu sagen hat, an die Öffentlichkeit bringt, wenn man es an diejenigen bringt, die mit gesundem Menschenverstand das auffassen können. Aber man erfährt eben immer wieder und wiederum das Vorurteil, man solle, wenn man Botanik auseinandersetzt, die Botaniker einladen, wenn man Zoologisches auseinandersetzt, die Zoologen, wenn man Ästhetisches auseinandersetzt, die Ästhetiker einladen. Es ist das, was da herrscht, ein gewisser Zug von Weltfremdheit. Dieser Zug von Weltfremdheit, der ist es, der uns sehr, sehr viel geschädigt hat gerade in den letzten Jahren, und diesen Zug von Weltfremdheit sollten wir eben überwinden. Man sollte gar nicht glauben, daß wir auf dem Umwege durch die Fachgelehrsamkeit Anthroposophie verbreiten können. Wir sollten uns klar sein darüber, daß die Fachgelehrsamkeit eben von außen gezwungen werden muß, das Anthroposophische anzunehmen - von sich aus wird sie das nicht tun. Nicht darum handelt es sich -— ich möchte nicht mißverstanden werden -, im Eifer zu erlahmen und zu sagen: also müssen die Sachen anders gemacht werden. Es handelt sich darum, daß man die Dinge in gesunder Weise sieht, wie sie nun einmal in der Welt vorhanden sind.

Ganz genau dieselben Dinge, die ich jetzt gesagt habe in bezug auf das Wissenschaftliche in der Anthroposophie, ganz dasselbe gilt in bezug auf das Soziale und das Soziologische, nur daß da eben ein noch stärkerer Zug von Weltfremdheit hervortritt und wir dadurch in die üble Lage gekommen sind, die sich heute in einer Gegnerschaft zum Ausdruck bringt, die ja gar nicht irgendwie für Anthroposophie sich interessiert. Diese Gegnerschaft will etwas ganz anderes, und sie wird in unserer eigenen Mitte durchaus in einer falschen Weise angesehen und daher ja natürlich auch unterschätzt, so daß der Glaube immer Anhang findet, der sich richtet gegen dasjenige, was ich eigentlich seit langer Zeit immer wiederum vorgebracht habe: daß man nicht glauben solle, es breite sich diese Gegnerschaft nicht aus. Sie wird sich ausbreiten, sie wird immer größere Formen annehmen, und sie ist jetzt auf dem Wege, eigentlich nach und nach jede öffentliche Tätigkeit für die Anthroposophie innerhalb Deutschlands unmöglich machen zu wollen. Darin dürfen wir uns auch gar keiner Illusion hingeben, daß dieses Bestreben heute schon in ganz energischer Weise besteht: jede öffentliche Tätigkeit innerhalb Deutschlands für die Anthroposophie zu unterbinden. Das ist, was mir obliegt, vorzugsweise gerade hier an diesem Orte zu sagen, weil ja an diesem Orte durch dasjenige, was hier aufgenommen worden ist in den letzten Jahren, auch die Verpflichtung vorliegt, die Dinge im rechten Lichte zu sehen, und weil es gerade hier unmöglich ist, sich Illusionen hinzugeben.

Und sehen Sie, meine lieben Freunde, das gibt ja ein Bild davon, wie wir uns immer bewußter und bewußster werden müssen der Bedingungen des anthroposophischen Lebens, wie wir uns nicht einspannen dürfen in Lieblingsvorstellungen, wie wir uns immer bekannt machen müssen mit den Forderungen der Zeit und wie wir vor allen Dingen in der ernstesten Weise dasjenige auffassen müssen, was durch die anthroposophische Bewegung in die Welt dringen soll. Es ist ja bei uns allmählich Sitte geworden, die Dinge an vielen Punkten zu beginnen, das zu machen und das zu machen und ganz zu vergessen, daß alles einzelne nur einen Sinn hat, wenn die ganze anthroposophische Bewegung gesund ist und wenn wirklich aus allem einzelnen heraus zum Ganzen der anthroposophischen Bewegung das Nötige getan wird. Und daran fehlt es ja außerordentlich. Vor allen Dingen findet dasjenige wenig Echo, was immer wieder und wiederum seit Jahren, gerade seit die Bewegung sich mehr veräußerlicht hat, von mir selber in den einzelnen Zweigen gesagt worden ist. Es wurde das, was gesagt worden ist, eben nicht mit dem nötigen Ernste betrachtet.

Vor allen Dingen müssen wir uns ja an die Grundtatsachen halten, die der heutigen anthroposophischen Bewegung eigen sind. An diese Grundtatsachen müssen wir uns halten. Wir müssen uns bewußst werden, daß seit der Mitte des 15. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert hinein - genauer bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die menschliche Entwicklung vorzugsweise eine solche war, die den Verstand, die den Intellekt erstens in Anspruch genommen hat für den Fortschritt der Menschheit, zweitens aber zu einer bestimmten Höhe gebracht hat. Der Intellekt ist wunderbar ausgebildet worden in den verflossenen Jahrhunderten. Allein geradeso, wie jedem einzelnen Lebensalter, dem Kindesalter, dem Jünglingsund Jungfrauenalter, dem reifen Mannes- und Frauenalter, dem Greisenalter eine bestimmte Art der Seelen- und Leibesentwicklung entspricht, die dann in den nächsten Lebensabschnitt nicht hineingeht, so ist es auch mit der Entwicklung der Menschheit im allgemeinen. Es ist einmal das abgelaufene Zeitalter das des Intellekts, des Verstandes. Und diese Verstandesentwicklung, sie soll nicht - das liegt in den Gesetzen der Menschheitsentwicklung - in den weiteren Fortschritt dieser Entwicklung hineingehen. Es ist so, daß wir jetzt stehen vor dem Beginn einer spirituellen Entwicklung der Menschheit. Dasjenige, was der Verstand leisten kann, hat er zunächst geleistet; er kann nur noch so, wie er ausgebildet worden ist in verflossenen Jahrhunderten, als ein Erbstück hineingetragen werden in die weitere Menschheitsentwicklung. Dagegen ist die Menschheitsentwicklung darauf angewiesen, die Welle spirituellen Lebens zu berücksichtigen, die aus den geistigen Höhen heute überall einströmt in die physisch-sinnliche Welt, in welcher der Mensch lebt, und eine spirituelle Art der Entwicklung an die Stelle der reinen Verstandesentwicklung zu setzen.

Es kann ja so sein, daß diejenige Menschheit, die bisher die zivilisierte war, sich sagt: Wir halten fest an dem alten Verstande; wir halten fest an Experiment und Beobachtung und an dem, was der Verstand daraus machen kann; wir lehnen dasjenige ab, was einzelne behaupten: daß gerade in unserer Zeit eine mächtige Welle spirituellen Lebens aus geistigen Höhen in das irdische Leben hereindringt; wir wollen nichts davon wissen, wir wollen dem Verstand weiter dienen. — Sie können das nicht, denn der Verstand hat seinen Höhepunkt überschritten, er kann nur fortgepflanzt werden; aber diese Fortpflanzung bedeutet zugleich, daß er in einen Verfall geht. Der Verstand kommt tatsächlich in einen Verfall; wir sehen diesen Verfall heute schon beginnen, können ihn heute äußerlich schon nachweisen. Was nützt es, sich in solchen Dingen eine Binde vor die Augen zu machen? Man soll nur einmal unbefangen auf eine einzelne Erscheinung, die darüber aufklärend sein kann, hinsehen. Man sehe hin, wie zum Beispiel die Jugend, die sich den Studien gewidmet hat, vor etwa 40 Jahren, sogar mit ihrer Lehrerschaft zusammen, noch etwas hatte vom Individuellen in der Verstandesbetätigung. Man konnte an Menschen vor 40 Jahren hintreten - sie waren gute Verstandesmenschen, sie suchten vom Verstand aus in die sinnliche und in die geistige Welt einzudringen, so gut man eben mit dem Verstande da eindringen kann. Wenn man ihnen entgegentrat — es waren manchmal ganz junge Leute -, so war dasjenige, was sie sprachen, in den ersten fünf Minuten interessant, Individuelles kam aus einer menschlichen Persönlichkeit heraus; man sagte sich, nun bin ich neugierig, was er weiter sagen wird, und man hörte ihm mit einer gewissen Befriedigung zu. Heute, wenn man wiederum an solche Menschen, meinetwillen an junge Menschen, herantritt und man hört ihnen in den ersten fünf Minuten zu - oder vielleicht nicht einmal so lange -, man hört ihnen also zunächst etwas zu, so zeigt sich, ihr Verstand rädert schon ab, wie etwas, was aus einer Maschine kommt; man ist nicht neugierig auf das, was sie weiter sagen werden, denn man kann es vorher wissen: die Maschine rattert weiter. Es ist, wie wenn die Menschen ganz maschinell geworden sind; das Individuelle ist selbst auf dem Gebiete des Verstandeswesens ganz verloren gegangen. Man kann auch sogar schon die einzelnen Menschen gar nicht mehr voneinander unterscheiden, denn jeder sagt dasselbe, namentlich in bestimmten Gruppen sagt jeder dasselbe.

An dieser Erscheinung läßt sich der Verfall des Verstandes in einer ganz außerordentlich deutlichen Weise studieren — ganz äußerlich, ohne daß man auf die geistige Seite dabei eingeht. Kurz, der Verstand hat eben seinen Höhepunkt überschritten; er kann zwar vererbt werden, aber er wird einem Verfall ausgesetzt sein, und die Menschheit braucht die Aufnahme desjenigen, was an spirituellem Leben aus den geistigen Höhen in das physische Erdenleben hereinströmt. Das kann zurückgewiesen werden. Aber wenn es zurückgewiesen wird, hört eben für diejenigen Menschen, die es zurückweisen, die Möglichkeit des menschlichen Fortschritts, der menschlichen Kultur, der menschlichen Zivilisation auf, und die Weiterentwicklung der Menschheit muß sich andere Völker, andere Gegenden suchen. Das ist es, was hier mit aller Schärfe betont werden muß, was auch mit aller Schärfe gesehen oder gehört werden soll. Denn, meine lieben Freunde, wir leben nicht nur in einem Zeitalter des Umschwungs der irdischen Verhältnisse, sondern dieser Umschwung der irdischen Verhältnisse ist ja nur der Ausdruck für den Umschwung, der sich im seelisch-geistigen Reiche vollzieht, das zunächst sich ja in der Sinneswelt nur offenbart, das aber dieser Sinneswelt als ein geistiges Reich zugrunde liegt.

Wir haben innerhalb der Welt, die wir mit unseren Sinnen überschauen, das Feste-Irdische, das Flüssige-Wasserförmige, das Luftförmige-Gasförmige; wir haben dasjenige, was im Wärmeäther lebt, wir haben dann das Äthergebiet. So wie die Menschheit geworden ist, redet sie ja von Erde, Wasser, Luft und so weiter in dem ganz äußerlichen Sinne, wie das die Sinne eben sehen, und es wird nicht berücksichtigt, daß ja all den Wirkungen zugrunde liegen Tatsachen, die sich im Festen, Erdigen abspielen: geistige Elementarwesen und ihre Tätigkeit. Wir haben es nirgends zu tun bloß etwa mit Gold, Silber, Granit und so weiter, mit dem, was erdig ist, wir haben es überall zu tun mit zugrundeliegenden geistigen Wesenheiten. Das feste Erdenreich ist belebt von geistigen Elementarwesenheiten. Diese geistigen Elementarwesenheiten sind geahnt worden in dem alten instinktiven Hellsehen; man hat sie als Gnomen bezeichnet. Man braucht ja diese Benennung meinetwillen außer dem Dichterischen nicht fortzusetzen, denn die gescheite Menschheit der Gegenwart lacht darüber, wenn gesagt wird, daß es Gnomen gibt, aber es gibt sie eben einmal, geradeso wie es Elektrizität, Magnetismus und so weiter gibt. Es gibt eben Wesenheiten im Festen, Irdischen, die für die äußeren Sinne nicht sichtbar sind, die aber einen Verstand haben, der wesentlich klüger, schlauer, listiger ist als der menschliche Verstand. Man möchte sagen, ihrer ganzen Wesenheit nach sind diese dem Irdischen zugrundeliegenden Elementargeister wirkender Verstand, wirkende Schlauheit, wirkende List, aber auch wirkende Logik. Wenn ein Mensch noch so gescheit ist im verstandesmäßigen Gebiet, so gescheit wie diese Elementargeister der Erde kann der Mensch niemals werden, nicht einmal ein Viertel so stark. Da müssen wir uns schon klar machen, daß der Verstand, so wie er in uns ist, doch immer nur bis zu einem gewissen Grade kommt. Und diese Elementargeister wirken, sie sind da, sie sind wahrhaftig im Weltenganzen ebenso da wie die Menschen.

Die Menschen haben es bis zu einer gewissen Höhe ihres Verstandes gebracht in dem Zeitalter der letzten Jahrhunderte. Das war, ich möchte sagen eine Zeit der Trockenheit und der Dürre für diejenigen Elementargeister, die ich eben jetzt bezeichnet, charakterisiert habe. Die sahen sich in ihrer Herrschaft gewissermaßen zurückgehalten durch das Zusammenwirken desjenigen, was die Menschen als Verstand entwickelten. Sie hielten sich auch zurück, aber seit der menschliche Verstand im Verfall ist, seit der Zeit taucht in ganz vernehmlicher Weise eben dieser Verstand der Elementargeister in die Wirklichkeit auch des Menschenlebens ein. Und wenn die Menschen solche wirkenden Automaten sind, wie sie heute sind, so ist das aus dem Grunde, weil sie eigentlich unter dem Einflusse der schlauen Elementargeister des Verstandes stehen, der in dem allerobersten Oberstübchen eigentlich niemals wirken würde. Aber in denjenigen Menschen, denen wir — wie eben erwähnt — nicht zuhören mögen, weil sie doch immer dasselbe sagen, ist das Verstandeswirken vom Gehirn etwas hinuntergerutscht, und in diesen Unterpartien machen sich sodann gleich die charakterisierten Elementargeister geltend. Sie machen sich so stark geltend, daß ahnungslose Gemüter sich aufgetan haben in der neuesten Zeit, die etwa folgendes sich vorstellen. Sie sagen: Mit diesem Verstande, der uns das oder jenes von der Welt verrät, mit dem kennt man sich nicht aus, mit dem ist es nichts besonderes; da muß im Uhnterbewußten viel, viel mehr vorhanden sein. Aus dem Unterbewußten wirkt vieles herauf. Man kann mit dem Menschen schon gar nicht mehr reden, denn durch das, was man mit ihm redet, verrät er ja nicht das, was als Verstand in ihm wirkt. Man muß ihn analysieren, da wird dann dasjenige, was heruntergerutscht ist als Verstand, durch die Analyse heraufgebracht werden können. — In Wahrheit ist eigentlich diese ganze Analysiererei nichts anderes als ein Aufzeigen, wie stark die schlauen, die listigen Elementargeister in allerlei Unterstübchen der Menschen wirken. Ahnungslos sind manche Gemüter diesen Erscheinungen gegenüber, weil sie eben selber von dem allmählich automatisch gewordenen Verstande, wie er in der Wissenschaft wirkt, suggestiv beeinflußt werden. Das ist ja die Schwierigkeit der Verständigung, die eine wirkliche Erkenntnis des Tatbestandes auf diesem Gebiete hat gegenüber demjenigen, was heute vielfach noch mächtig ist, aber mächtig in der Art, daß es zu gleicher Zeit die ganze Zivilisation zerbröckelt.

Geradeso nun, wie innerhalb des Festen, Irdischen die Geister der Schlauheit, die Geister des Verstandes wirken, so wirken innerhalb des wässerigen Elementes diejenigen geistigen Wesenheiten, die in ihrem ganzen Sein verwandt sind mit dem menschlichen Fühlen, aber dieses Fühlen in einer viel intensiveren Art ausleben können. Wir Menschen stellen uns hin vor die Dinge, wir stellen uns hin vor die blühende, duftende Rose, wir sind in einem gewissen Sinne von der blühenden, duftenden Rose erfreut, entzückt. Aber die Wesen, von denen ich jetzt spreche, stellen sich nicht so hin vor die Dinge, sondern sie weben und wesen durch die Dinge durch, sie leben selber dann in dem Duft der Rose das Wohlbehagen eines Fühlens durch und durch mit, das wir nur in seinen äußeren Wirkungen an uns herankommend haben; sie leben sich durch das Flüssige durch, sie leben sich durch das Wärmende und Kaltende durch; sie leben in demjenigen darinnen, wovon als an seiner Oberfläche das ausgeht, was wir Menschen im Fühlen haben. Aber je mehr die Menschen dem Verfall des Verstandes anheim gegeben sein werden, desto mehr wird gerade alles dasjenige, was zum menschlichen Empfindungsleben im menschlichen Organismus gehört, ausgesetzt werden diesen geistigen Wesenheiten, die im Flüssigen ihr Element haben; und wiederum wird der Mensch durchdrungen werden in seinen unterbewußten Regionen von diesen geistigen Wesenheiten.

Das Atmen der Menschheit wird immer mehr und mehr beeinflußt werden bis tief in die Organisation hinein von denjenigen Wesenheiten, die mehr dem menschlichen Willen verwandt sind und die mehr in dem luftförmigen Element unseres Erdendaseins leben. Diese Wesenheiten, sie zeichnet vor allen Dingen das aus, daß sie als Vielheit, als Mannigfaltigkeit existieren, so existieren, daß man sagen kann: ihre Zahl ist unermeßlich. Gerade wenn Sie herangehen an das Heer derjenigen Elementargeister, die in dem Festen, Erdigen leben, wenn Sie, sagen wir, an einen Klumpen des Irdischen herankommen — was nützt es denn, diese Dinge nicht so auszusprechen, wie sie sind, es muß möglich sein, diese Dinge so auszusprechen, wie sie sind, wenn auch die Welt diese Dinge dann anschuldigt und als verdreht und paradox hinstellt -, wenn man einen solchen Klumpen anfaßt, der gerade voll ist von solchen schlauen, listigen Wesen, kommen sie von allen Seiten heraus, man hat einen ganz kleinen Klumpen etwa in der Hand, aber die Zahl der Wesen, die drinnen sind, ist unermeßlich, sie vergrößert sich vor dem geistigen Anblick, alles quillt heraus. Man kann das, wovon man glaubte, es sei eine Einheit, anfangen zu zählen: 1, 2, 3, 4 - man zählt, man ist gewöhnt, bei dem, was man sonst im äußeren Leben hat, zu zählen, aber jetzt merkt man: Wenn man diese Wesenheiten zählen soll, ist ihre Zahl so, daß beim Zählen: eins, zwei, drei -, während man von 1 zu 2 kommt, es sich so vermehrt hat, daß es nicht mehr richtig ist, es ist die Drei schon da, bevor man fertig ist, bis zu zwei gezählt zu haben. Selbst unsere Rechnungsoperationen reichen nicht aus - sie sind ja auch aus dem Verstande heraus -, um auch nur zahlengemäß in die Reiche einzudringen, mit denen man es hier zu tun hat.

Nun, sehen Sie, das ist die eine Welt, die ja da ist. Wir können heute wunderbar Chemie treiben und auch durch allerlei Verstandeskünste dasjenige, was in der Chemie getrieben wird, anthroposophisch machen — zunächst durchaus berechtigt -, denn Sauerstoff, Wasserstoff, Chrom, Brom, Jod, Fluor, Phosphor, Kobhlenstoff und so weiter, sie sind ja da; Kalium, Kalzium sind ja da, sie haben gewisse Beziehungen zueinander, gewisse Wirkungen aufeinander. Wir können ja das alles tun, und das ist sehr schön. Aber alldem, was wir da tun, liegen ja geistige Wirkungen zugrunde, liegen geistige Wesenheiten mit ihren Taten zugrunde. Und wir müssen vordringen von dem, was wir äußerlich, meinetwillen auch äußerlich anthroposophisch betrachten, zu dem, was als Geistiges da zugrunde liegt. Wir müssen zu den geistigen Elementarwesen vordringen, müssen das nicht ablehnen. Wir müssen uns also bewußt sein, daß wir, wenn wir nur in verstandesmäßiger Weise die Kultur der letzten Jahrhunderte auch in die wissenschaftlichen Zweige hinein fortsetzen, wir dadurch doch nicht weiterkommen. Wir müssen uns bewußt sein, daß wir nur weiterkommen, wenn wir die Welle geistigen, spirituellen Lebens berücksichtigen, die überall herein will in unsere physische Welt und der wir entgegenkommen müssen, wenn wir nicht als Menschheit mit unserer Kultur verfallen wollen.

Sobald wir hinaufsteigen in den Äther, treffen wir den Wärme-Äther, den Licht-Äther, den sogenannten chemischen Äther und den Lebens-Äther. Wenn wir diese Ätherformen durchschauen mit dem geistigen Blick, mit demjenigen Blick, der die Elementarwesen findet, von denen ich eben gesprochen habe, dann finden wir auch die Elementarwesen der Äther-Sphären. Wir finden die Lichtwesen, wir finden die Zahlwesen, wir finden die Wesen, welche das Leben durch den Kosmos strömend machen, es tragen. Wir finden das alles. Diese Wesenheiten haben einen ganz anderen Charakter als die Wesenheiten in den unteren Elementarreichen. Ich will die Eigenschaften der oberen Wesen und der unteren Wesen charakterisieren und will das eben heute nur mit der Zahl tun. Ich sagte, das Wesentliche der unteren Elementargeister besteht darin, daß ihre Zahl unermeßlich ist, daß wir gar nicht nachkommen können mit dem Zählen. Die Wesenheit der oberen Wesen besteht darin, daß sie alle ineinanderfließen; die Lichtwesen verhältnismäßig noch wenig — die haben eine gewisse Individualität-, aber je weiter wir zum Lebensäther kommen, desto mehr finden wir bei den darin befindlichen Wesen, wie sie das Bestreben haben, eine Einheit zu bilden; und wir beginnen, nicht mehr unterscheiden zu können das eine Wesen von dem anderen Wesen, weil das eine Wesen in dem anderen drinnen lebt, sich mit ihm verbinden will zu einer Einheit. Eine entsprechende Erkenntnis, die sich insbesondere auf den Äther richtete, auf das Geistige des Äthers, kam daher zu der monotheistischen Geistesvorstellung, die ihren Höhepunkt erlangt hat im alttestamentlichen jüdischen Monotheismus. Jahve ist im wesentlichen die Zusammenfassung dessen, was die verschiedenen Äther-Elementargeister aus sich machen wollen, indem sie zu einer Einheit zusammenfließen. Dem heutigen Menschen steht es nicht frei, bloß hinzuschauen auf dasjenige, was in der äußeren physischen Kultur und Zivilisation lebt, ihm obliegt es, die Geschehnisse des Weltalls in intensivem, umfassenderen Sinne zu erschauen.

Und da kann man sehen, wie - wenn der Mensch nun nicht erfaßt das Spirituelle, das hereinströmen will in die physische Kultur, in die physische Zivilisation - man kann sehen, wie diese Wesenheiten ihre bestimmten Ziele erreichen werden, wenn der Mensch sich nicht entschließt, aufmerksam zu werden auf das hereinbrodelnde Heer der Verstandes-, Empfindungs- und Willenswesen, also der Erde-, Wasser-, Luftwesen, auf das Hereinströmen all der Wesen, die mit den Äther-Wirksamkeiten zusammenhängen. Dann werden diese Wesen, unbeeinflußt von menschlicher Erkenntnis, ihre eigenen Wege gehen. Und wir können heute schon, wenn wir eine Beobachtungsgabe für solche Dinge haben, sehen, wie die Elementargeister der niederen Reiche, des Erdenreichs, des Wasser-, des Luftreichs, gewissermaßen beschlossen haben, aus der Erde etwas anderes zu machen, als was für den Menschen geeignet ist. Diese Elementargeister haben beschlossen, die Menschen allmählich mehr oder weniger zu Automaten zu machen, aus der Erde etwas wesentlich anderes zu machen als das, was für den Menschen als irdisches Dasein geeignet ist. Diejenige Gestalt der Erde, die ich schildern mußte, als ich in meiner «Geheimwissenschaft» die Weltentwicklung in dem Sinne zu schildern hatte, wie sie, ich möchte sagen in den Absichten derjenigen Wesen gelegen hat, die am Ausgangspunkte der Weltentwicklung gelebt haben, diese Gestalt möchten diese Elementarwesen nicht haben, denn alle diese Elementarwesen der niederen Reiche, sie möchten sich als das Heer des Ahriman ausbilden. Und indem der menschliche Intellekt in den Verfall kommt und der Mensch nicht dasjenige, was er als seinen Intellekt entwickelt hat, erhellt durch Spiritualität, so wird der menschliche Intellekt während seines Verfalls auf dem Umwege durch die Elementargeister — die gewissermaßen nun, wenn ich mich jetzt einmal so ausdrücken darf, auf ihren Kongressen etwas viel Gescheiteres wissen, als wir auf unseren Kongressen -, es wird auf dem Umwege durch die Elementargeister dasjenige, was menschliche Verstandesleistung ist, übergeführt in ahrimanische Verstandesleistung der Erde. Und diejenigen Elementargeister, die im Ätherwesen leben, die gesellen sich zu den luziferischen Wesen hinzu und wollen ebenfalls an diesem Anderswerden des Irdischen arbeiten. —- Ich möchte sagen: Härten und durchwellen und durchweben möchten die niederen Elementargeister das Irdische in anderer Weise, als es geschehen soll zugunsten des Menschen; die höheren Elementargeister möchten dem, was von den niederen durchwellt, geschmiedet wird, nun einen solchen Charakter geben, daß es in den Kosmos hinauswirken könne. Der Mensch aber würde sich in dem, was da gearbeitet würde, eben nur fortentwickeln, ich möchte sagen als eine Art Ungeziefer dieses Planeten, der auf diese Weise zustandekommen soll.

Dem ist nur zu entgehen, wenn die Menschheit sich entschließen will, darauf zu achten, daß eine spirituelle Welle herein will in unsere irdische Entwicklung, daß diese spirituelle Welle uns anleiten will, den Christus-Impuls in der Gestalt zu empfinden und zu schauen, wie er in der Gegenwart empfunden und geschaut werden muß. Dieser Christus-Impuls wird ja gerade am allermeisten bekämpft von der heutigen Theologie, und es ist ja charakteristisch, meine lieben Freunde, daß ein Theologe an der Basler Universität, ein Kollege Nietzsches, Overbeck, als Theologe in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts zum Nachdenken darüber gebracht worden ist, ob denn überhaupt die heutige Theologie — da er als Professor auch mitzureden hatte -, ob die überhaupt noch christlich ist. Und in einem sehr geistreichen Buche, das einen sehr tiefen, wenn auch nicht gerade erfreulichen Eindruck auf Nietzsche gemacht hat, hat Overbeck nachgewiesen: Es mag ja vieles Christliche heute noch geben in den Menschengemütern, aber ganz gewiß gibt es nichts Christliches mehr in der Theologie drinnen; die ist jedenfalls unchristlich geworden. - So möchte man zusammenfassen dasjenige, was ÖOverbeck dargestellt hat. Die Menschen sind sich dessen gar nicht bewußt. Sie sind sich zum Beispiel gar nicht bewußt, daß ja in einer solchen Schrift wie Harnacks «Wesen des Christentums», überall da, wo Christus oder Jesus steht, der Name weggestrichen werden kann und einfach Jahve, Jehova hingeschrieben werden kann, und der Sinn sich gar nicht besonders ändert. Denn diesen Sinn faßt er besonders dahin, daß er sagt: In dieses Evangelium gehört nicht der Sohn, sondern allein der Vater; dasjenige, was man den Sohn nennt, ist nur die Lehre des Vaters. -— Daß das Wesentliche des Evangeliums die Botschaft von dem Sohn ist, das ist ja das Christliche. Aber Harnack hat das nicht mehr; er ist kein Christ mehr.

Da sehen wir schon die Wirkung dessen, was unter dem Einfluß der oberen, der ätherischen Elementarwesen geschieht, die nur nach der Einheit hinstreben, aber nicht nach der vom Christus-Impuls durchwebten Einheit. Diesen Christus-Impuls müssen wir in uns aufnehmen, und wir können ihn nur fruchtbar aufnehmen, wenn wir uns hinwenden zu den Anschauungen, die kommen können durch die spirituelle Welle, die herein will, durch viele Tore herein will in unsere gegenwärtige physische Erde. Derjenige, dessen Sinne dafür offen sind, der kann überall wahrnehmen, wie das Geistige herein will und wie das Geistige uns erst in der jetzigen Zeit die wahre Gestaltung des Christus, des Christus-Impulses und des Mysteriums von Golgatha vermittelt.

Das alles hat aber eben seine stärkste Feindschaft bei denen, die selbst als Theologen und Philosophen - wenn sie auch in Begriffen und Ideen reden — Materialisten, krasse Materialisten geworden sind. Es nützt eben heute nichts, in denselben formelhaften Worten über das Weltengeheimnis zu reden, mit denen man über chemische, magnetische, elektrische Erscheinungen redet. Es kann unsere Kultur, unsere Zivilisation nur weiterbringen, wenn wir von dem Äußeren in das Innere dringen, wenn wir wirklich den Willen haben, auf die geistige Welt wiederum ebenso hinzuschauen, wie auf die physische. Es ist merkwürdig, wie einem heute die Leute sofort sagen: Ja, zu dem einheitlichen Gott und zu dem einheitlichen Geist wollen wir uns bekennen, aber laß uns in Ruhe mit den vielen Geistwesen. — Derjenige, der die Wahrheit auf diesem Gebiete kennt, der kann sie mit den Vielen aus dem Grunde nicht in Ruhe lassen, weil es eben wirklich recht recht viele sind — wie ich Ihnen an dem Beispiel der irdischen Elementarwesen gezeigt habe, von denen es nur so wolkt, wenn man überhaupt einmal auf sie auftrifft. Das Geistige ist in seinem niederen Gebiet, in der einen Sphäre, da wo es heute zum Ahrimanischen hinneigt, durchaus in unermeßlicher Zahl vorhanden - da ist es beherrscht von der Zahl; in demjenigen Gebiete, wo es nach dem Ätherischen, nach dem Höheren hinstrebt, ist es beherrscht von dem Streben nach Einheit, nach Zusammenschluß. Aber wiederum besteht heute innerhalb dieser Reiche die Tendenz, daß das Viele sich mit dem Einen und das Eine sich mit dem Vielen verbinden möchte. Diese Verbindung kann aber nur im Sinne der richtigen Menschheitsentwicklung erfolgen, wenn die Menschheit sich darauf einläßt, diese geistigen Reiche ebenso in das Feld ihres Wissens, ihrer Erkenntnis einzubeziehen, wie dasjenige, was mit den Sinnen geschaut werden kann.

Und nun, meine lieben Freunde, habe ich mich heute bemüht, vor Sie hinzustellen, ich möchte sagen ein sehr esoterisches Kapitel, ein esoterisches Kapitel, das aber zugleich mit den wichtigsten Erscheinungen unserer Zeit, unserer Gegenwart, in Zusammenhang steht. Wir dürfen heute nicht bloß geschichtlich dasjenige schildern, was äußerlich vorgeht, wir müssen heute auch auf diejenigen Tatsachen hinweisen, die in dem nächsten Reiche sich abspielen - in dem nächsten Reiche, wo die niederen und die höheren Elementarwesen heute durch den Verfall des menschlichen Intellekts und durch das Sich-Wehren der Menschen gegen die Spiritualität sich anschicken, die Erde in Besitz zu nehmen, sie den Menschen zu entreißen. Sie wollen sie jenen Menschen entreißen, denen doch gegeben ist der Christus-Impuls, der von dem Mysterium von Golgatha ausgegangen ist, um mit ihm die Erde in dem Sinne zu entwickeln, wie sie sich weiter entwickeln soll nach der Absicht jener geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien, die am Anfange dieser Entwicklung gestanden haben und die der Erde von Anfang an die Richtung ihrer Entwicklung gegeben haben. Die Menschheit muß sich hineinfinden in diese Richtung, in diese Linie.

Nun, meine lieben Freunde, noch ein anderes muß einmal vor unsere Seele treten. Jedesmal, wenn in der Menschheit die Spiritualität aufgetreten ist und sich hat geltend machen wollen, ist die Feindschaft der Gegner dieser Spiritualität auch aufgetreten. Und es gab ja immer ein Ringen innerhalb der menschlichen Entwicklung um die Spiritualität. Wir sehen heute unter uns, wie nun ein wüstes Bekämpfen desjenigen beginnt, was als anthroposophische Weltanschauung sich ausbreiten will, ein Bekämpfen von Seiten aus, die ja mit Mitteln kämpfen, denen nur dann beizukommen ist, wenn man zur rechten Zeit ihnen noch die Larve vom Gesicht herunterreißt. Nicht um zu kritisieren, aber um aufmerksam zu machen auf das, was nötig ist, möchte ich doch einiges erwähnen. Sehen Sie, wieviel geht heute im Kampfe gegen die Anthroposophie von gewissen Leuten aus, von denen in einer unerhörten, brutalen, unmenschlichen Weise — weil mit Lügen, mit Unwahrhaftigkeit gekämpft wird, phantasiert wird -—, von Leuten, die eigentlich gar nichts wissen von dem, was sie bekämpfen. Kampf war ja immer da, meine lieben Freunde.

Sehen Sie, es ist jetzt viele Jahre her, da wurde ich zum Beispiel von einer gewissen Seite her verdächtigt, daß ich in dem, was ich wirke, ein Sendling der Jesuiten sei, daß das alles von den Jesuiten die Impulse bekäme. Diese Anschuldigung ging von gewissen Seiten aus — es ist jetzt viele Jahre her. Nachher kam die andere Anschuldigung: daß das, was ich treibe, von den Freimaurern komme und daß die Jesuiten sich durchaus dagegen mit aller Kraft wenden müßten. Und noch viele andere Seiten könnte ich erwähnen, von denen aus man kämpfte, und die Federn, mit denen man da kämpfte - ich meine die Schreibfedern, denn Vögel waren die gerade nicht, wenigstens nicht sehr schöne -, wurden ja nicht immer in die reinste Tinte getaucht. Aber jetzt beginnt ein Kampf, gegen den ja der andere Kampf, den ich gerade charakterisiert habe, ein wirklich vornehmer war. Ein solcher Kampf beginnt jetzt. Und über diesen Kampf soll man sich nur ja keinen Illusionen hingeben, vor allen Dingen nicht jener, daß man da irgendwie mit Widerlegungen und dergleichen etwas machen könne. Man kann natürlich nicht in allen Einzelheiten sagen, das oder jenes soll getan werden, aber das Interesse für die Dinge, das Mitfühlen mit den Dingen, das möchte man doch aufrufen.

Sehen Sie, mit einer Persönlichkeit, deren Name ja hier in Stuttgart viel genannt worden ist, hängt doch manches zusammen von der brutalen Gegnerschaft. Ich sage nicht, daß alles von da ausgeht, aber manches hängt damit zusammen. Nun ist in letzter Zeit wiederum eine Broschüre hier gemacht worden gegen diese Persönlichkeit anläßlich eines Vortrages, den sie gehalten hat. Ich muß doch immer wiederum fragen: Warum erscheinen denn solche Dinge bei uns mit Ausschluß der Öffentlichkeit? Warum werden denn die Dinge nicht in weiteren Kreisen bekannt, warum modern denn diese Dinge, die von unserer Seite aus behandelt werden, in unseren Magazinen? Wie gesagt, nicht in tadelndem Sinne, sondern nur im notierenden Sinne möchte ich das sagen. Wenn die Dinge weiter modern, wenn die Dinge weiter so getrieben werden, daß von unserer Seite dasjenige, was geschehen sollte, nicht getan wird, während - es wird nicht geglaubt, ich sage es seit Jahren - von der andern Seite in der intensivsten Weise mit allen Mitteln, auf allen Wegen gearbeitet wird, immerfort gearbeitet wird — wenn bei uns immer nur dann, wenn gerade da oder dort ein Stank gemacht wird, selbstverständlich ja das Hingebungsvollste getan wird von einzelnen, so ist das anerkennenswert, aber das andere ist nicht anerkennenswert, daß selbst jene, die unmittelbar beteiligt sind, die Hände in den Schoß legen gegenüber den Wühlereien oder höchstens philosophische Abhandlungen dagegen schreiben, was ja gar keinen Zweck hat.

Diese Dinge, die müssen einmal von jedem einzelnen überlegt werden. Vielleicht werden sie überlegt, wenn auf der anderen Seite gesehen wird, wie ja wirklich unsere physische Kultur durch die Weltverhältnisse heute gefährdet ist, wie aber hinter dieser physischen Kultur eine Welt steht, die geistig charakterisiert werden muß, so wie ich es heute getan habe, auf die wir hinschauen müssen, wenn wir überhaupt von Menschheitsschicksal reden wollen. Denn es ist nicht wahr, daß Menschheitsschicksal nur charakterisiert werden kann mit dem, was man äußerlich wahrnehmen kann. Menschheitsschicksal hängt innig zusammen mit jenen geistigen Wesenheiten und ihren Taten, die hinter den äußeren Naturreichen als die Elementarreiche zunächst stehen, die wir auch erkennen müssen, wenn wir erkennen wollen, wie die Welt geführt wird. Dazu gehört nicht nur, daß wir Theorien treiben, dazu gehört, daß wir eben mit aller Lebendigkeit in uns aufnehmen die Realität des Wirkens der elementarischen und höheren Geister, von dem uns verkündet wahre Geisteswissenschaft, so wie wir durch die äußeren Nahrungsmittel dasjenige aufnehmen, was unsere physischen Leibesvorgänge unterhält. Erst dann, wenn wir uns wissen werden in einer Welt des Geistes ebenso wie in der Welt der Materie, werden wir die Möglichkeit finden, die richtige Stellung zu gewinnen, die wir einnehmen müssen, wenn Anthroposophie ihre Aufgabe erfüllen soll.

Wenn das nicht ganz ernst bedacht wird, dann wird in diesem jetzt erweiterten Hause vielleicht sehr bald gesehen werden können, wie die großen Hoffnungen, die manche verbunden haben mit der anthroposophischen Bewegung, nicht erfüllt werden können. Aber es kann ja bedacht werden! Man könnte ja aufblicken - lebendig, nicht bloß theoretisch, innerlich bewegt und enthusiastisch, nicht bloß bequem - von dem, was auf dem physischen Plan vorgeht, zu dem, was in der geistigen Welt sich vollzieht.

Das ist dasjenige, was ich heute vor Ihren Seelen hier entwickeln wollte. Ich möchte dazu nur noch sagen: Auch das ist natürlich zu berücksichtigen, daß ja, was jetzt in radauhafter Weise als Hetze gegen die Anthroposophie auftritt, doch nur das äußere Produkt der unwahrhaftigen Hetze ist, die von den dahinterstehenden, oftmals als sehr geistig angesehenen Persönlichkeiten, seit Jahren getrieben wird. Manches, was in wissenschaftlichen Kreisen auftritt, ist denn doch etwas, was durch seine innerliche Unwahrhaftigkeit, durch den mangelnden Willen, wirklich einzudringen in die Dinge, sein redlich Teil dazu beigetragen hat, daß jene, die mit verbundenen Augen in den Kampf hineingetrieben werden heute, in einer etwas radauhaften Weise und Hetze gegen Anthroposophie auftreten. Ich möchte sagen, zu dem, was die Handlanger tun, haben diejenigen, die vielfach als «Meister» angesehen werden, schon ihr redlich Teil beigetragen, denn auch der wissenschaftliche Kampf gegen Anthroposophie ist nicht mit reinlichen Waffen geführt worden.

German original of Spiritual Dimensions of Generic Behavior · ← Previous · Next →