The Fateful Year of 1923

GA 259 — 13 February 1923, Stuttgart

An die Arbeitsgruppen der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland

Liebe Freunde!

Aus dem Aufruf, den wir Ihnen hiemit überreichen, werden Sie ersehen, von welcher Bedeutung für die Anthroposophische Gesellschaft die vom 25. bis 28. Februar 1923 stattfindende Delegierten-Versammlung sein wird. Wir legen in dem Aufruf zugleich diejenigen Gesichtspunkte vor, die wir als wesentlichste Grundlagen für die Beratungen ansehen. Wir dürfen die Hoffnung aussprechen, daß, wenn Sie nun die Delegierten Ihres Vertrauens zu dieser Versammlung entsenden, wir alle gemeinsam in der Lage sein werden, in brüderlicher Gesinnung unsere Angelegenheiten zu beraten und zu ordnen.

Wir möchten Ihnen in der Art, wie Sie Ihre Delegierten bestimmen wollen, auch in der Anzahl der Delegierten, völlig freie Hand lassen; insbesondere halten wir es für gut, wenn sich auch solche Gruppen vertreten lassen, welche innerhalb oder außerhalb der anerkannten Arbeitsgruppen gemeinsame anthroposophische Arbeit leisten. Außer den Delegierten ist jedes Mitglied der Anthroposophischen Gesellschaft zur Teilnahme an den Beratungen berechtigt. Es wird gebeten, Delegierten-Ausweise und Mitgliedskarten mitzubringen. Während der Tage der Versammlung werden Räume zu freien Zusammenkünften, Gruppenberatungen, Einzelbesprechungen usw. zur Verfügung gestellt werden können.

Über die Versammlung wird ein eingehender Bericht erstattet werden.

Wir werden versuchen, einer beschränkten Anzahl Delegierten freie Unterkunft bei unsern hiesigen Mitgliedern zu verschaffen. Wir bitten daher, die Namen der Delegierten, die darauf angewiesen sind, und Wünsche wegen der Unterbringung evtl. telegraphisch hierhergelangen zu lassen.

Falls es einzelnen der Arbeitsgruppen finanziell schwer fallen sollte, ihre Delegierten hierherzusenden, bitten wir um rasche Benachrichtigung, damit es uns möglich ist, nach Maßgabe der vorhandenen Mittel auszuhelfen.

Alle Zuschriften in Angelegenheit der Delegierten-Versammlung bitten wir zu richten an Herrn Jürgen von Grone, Stuttgart, Champignystr. 17, und mit dem Vermerk «Delegierten-Versammlung» zu versehen.

Wir machen aufmerksam, daß die Angelegenheit eine äußerst dringende ist, und bitten Sie um schnellste Inangriffnahme der Vorbereitungen zur Bestimmung der Delegierten.

Mit herzlichen anthroposophischen Grüßen

Jürgen von Grone, Dr. Eugen Kolisko, Emil Leinhas, Johanna Mücke, Dr. Otto Palmer, Dr. Friedrich Rittelmeyer, Dr. Carl Unger, Wolfgang Wachsmuth

Zum Programm der Delegierten-Versammlung

Am Sonntag, den 25. Februar 1923, abends 8 Uhr, Landhausstraße 70

Versammlung der Delegierten.

Die weiteren Beratungen finden im Gustav-Siegle-Haus, Stuttgart, Leon hardsplatz, statt, und zwar Montag, den 26. Februar, 9 bis 12 Uhr vormittag

3 bis 6 Uhr nachmittag und 8 bis 11Uhr abends. Dienstag, den 27. Februar,

9 bis 12 Uhr vorm. und 2½ bis 4½ Uhr nachmittag. Mittwoch, den 28. Februar, 9 bis 12 Uhr vorm. und 2½ bis 4½ Uhr nachmittag.

Dienstag, den 27. Februar, abends 5 Uhr, Landhausstraße 70 Darbietung eurythmischer Kunst

unter Leitung von Frau Marie Steiner. Die Aufführung wird am Mittwoch, den 28. Februar, abends 5 Uhr, daselbst wiederholt.

Dienstag, den 27., und Mittwoch, den 28. Februar, je abends 8 Uhr, im Gustav-Siegle-Haus, Leonhardsplatz

Vortrag von Dr. Rudolf Steiner.

NB: Am 1. März werden die Preise der Fahrkarten voraussichtlich wieder eine Erhöhung erfahren, doch ist anzunehmen, daß auch diesmal die am 28. Februar gelösten Fahrkarten drei Tage Gültigkeit besitzen werden.

German original of To the Working Groups of the Anthroposophical Society in Germany · ← Previous · Next →