The Christmas Conference
GA 260 — Dornach
Rudolf Steiners Begrüssungsworte beim «Rout»
Diese Begrüßungsworte wurden von Helene Finckh mitstenographiert. Die Lücken zu Beginn erklären sich dadurch, daß sie, da die Begrüßung nicht offiziell angekündigt worden war, mit dem Mitschreiben nicht gerechnet hatte.
... Wir haben heute hierher gebeten, um uns bei dieser schmerzlichen Jahreserinnerung ... bei einer solchen beengten Zusammenkunft stelle ich mir vor, daß ganz aus einer solch ernsten Stimmung heraus die Gemüter und Seelen anthroposophischer Freunde in persönlicher Aussprache sich finden müssen. Wir brauchen das, meine lieben Freunde, wir brauchen es ja immer, daß wirklich in unserer Gesellschaft Mensch den Menschen findet, Herz das Herz findet, Seele die Seele findet. Wir brauchen es aber insbesondere hier, wo wir in diesem so notdürftigen Raume uns zusammenfinden müssen und in unserer unmittelbaren Nachbarschaft haben dasjenige, was so schmerzlich erinnert an das, was wir versuchten, als äußeres Zeichen für unsere heilige Sache zu haben. Und ich meine, es müßte eines jeden Bedürfnis von uns sein, am heutigen Nachmittag die Möglichkeit zu finden, nach den verschiedensten Seiten hin sich auszusprechen über den Schmerz, die Trauer, aber auch im Gegenteil sich anzuregen, Hoffnung, Mut, Kraft, die wirfür die Zukunft haben wollen, zur Entwickelung und zur Entfaltung zu bringen. Das, meine lieben Freunde, möchte ich, allerdings ausschmerzbewegtem Herzenheraus, als die ersten Worte gesagt haben, als die ersten Worte, die Ausgang bilden sollten für recht vieles, das fruchtbar unter uns anthroposophischen Freunden heute Nachmittag gesprochen werde. Möge das so sein!