Correspondence with Edith Maryon 1912–1924
GA 263 — 26 April 1914
Letter from Edith Maryon
Edith Maryon an Rudolf Steiner
58, Grove Park Terrace,
Chiswick, W. London
[vermutlich nach dem 18. April 1914]
[Ab] morgen ist meine Adresse
The Grange, Goudhurst Kent.
Sonntag
Verehrter lieber Lehrer,
verzeihen Sie, daß ich Ihnen noch einmal schreibe, ich gedachte es nicht zu tun, aber Herr Dr. Felkin weiß gar nicht, was er mir als Behandlung geben darf, bis Sie gesagt haben, was Sie denken, daß am besten zu tun sei. Wir wollen nicht Ihre Maßnahmen stören, und ich selbst denke, daß Sie wissen, was ich tun dürfte, und wenn es Ihnen erlaubt ist, mir Ihren Rat zu geben, so könnte es eine große Hilfe sein für Herrn Dr. Felkin und auch für mich. Meine Gesundheit ist durch diese Arbeit (sie ist schwer) etwas schlechter geworden und so gehe ich morgens zu Freunden auf dem Lande bis 4. Mai.
Auf esoterischem Gebiet habe ich in diesen letzten Tagen etwas gelernt und heute ein Erlebnis gehabt, und jetzt habe ich nicht mehr Finsternis in der Seele, und von dieser Seite könnte ich mit Geduld eine Antwort erwarten, aber ich fühle mich verpflichtet, zu fragen, was am besten unter diesen Umständen [circumstances] zu tun ist für Dr. Felkin, meine Familie, und auch mich selbst.
Mit der okkulten Seite der Sache fühlen wir uns nicht ganz sicher, um den richtigen Weg zu finden. Es ist immer gegen mein Gefühl, wenn ich Sie etwas frage, weil es immer mehr Arbeit für Sie ist, aber was kann ich anderes tun? Und dieses ist wirklich wichtig.
Darum bitte ich Sie, mir ein Telegramm zu schicken, oder an Herrn Dr. Felkin; seine telegraphische Adresse ist Felskamm, London.
Miss Wilson kann Ihnen weiteres sagen, es geht so viel schneller auf Englisch!
Ich hoffe, es kann «Auf Wiedersehen» sein, mein heber Lehrer! Wie kann ich Ihnen danken? Ihre Schülerin
L. Edith C. Maryon
(Heute hat Herr Dr. Felkin gesagt, daß er alles Notwendige über meine Gesundheit schon gesagt hat.)