Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 15 May 1922, Hildesheim

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner

Bildhauer Atelier Goetheanum,
15. Mai 1922

Sehr verehrter lieber Lehrer!

Der Brief heute morgen war mir sehr lieb und willkommen, gerade als ich dachte, schon so lange und immer noch keine Nachricht, wie es alles geht, und ob man zu müde ist - das möchte ich ganz besonders wissen — oder ob man Kopfweh hat? Ich schicke diese paar Zeilen nach Köln ins Hotel, und dann schreib’ ich wahrscheinlich noch nach Hamburg. In Leipzig habe ich keine Adresse. Werden Sie zurücksein am 24.? Am 25. ist die Kinderaufführung, hoffentlich werden Sie wenigstens dann angekommen sein, aber ich hoffe noch auf früher! Es befriedigt mich sehr, daß bis jetzt alles so gut gegangen ist, näheres über die dummen Fragen in Leipzig werde ich später hören. Hier ist nichts Besonderes, ich bin sehr fleißig, obwohl ich nicht viel schnitzen kann, leider, so mache ich allerlei anderes, morgen fahre ich nach Basel, um einiges zu besorgen. Fahren Sie über Stuttgart auf der Rückreise? Ich hoffe richt, weil Sie dort immer aufgehalten werden, und ich habe so viele Dinge zu fragen in diesem leeren Atelier!

Ich denke ganz besonders heute an den Vortrag und schicke alle guten, guten Wünsche, daß alles gut gehen möge.

Mit herzlichsten Grüßen

Edith Maryon

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