Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 17 May 1922

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner

Bildhauer Atelier Goetheanum,
17. Mai 1922

Sehr verehrter lieber Lehrer!

Heute Morgen hat mir Ehrsam das Telegramm gebracht - vielen Dank! Nur konnte ich daraus nicht entnehmen, ob der Vortrag gut verlaufen ist, ohne irgendwelchen Zwischenfall - weil ich mich fürchtete! Jedenfalls sind Sie in Mannheim angekommen, hoffentlich ohne verbrannte Finger, seelisch oder physisch. Ich mahne mich zur Geduld bis auf weitere Nachricht, bin aber doch ungeduldig! Noch immer konnte ich nicht nach Basel, heute gibt es ein Gewitter, und es scheint, als ob ich nochmals verhindert werde. Hier ist nichts Besonderes zu melden, viele sind ein bißchen krank, Magengeschichten, aber nicht schlimm, sagt Wegman. (Ich nicht.) Ljungquist, Mitscher, Gräfin Lerchenfeld, Donath und noch ein paar. Stuten sagte mir vor ein paar Tagen, er müßte nach Amsterdam, so ist er wohl jetzt fort - ich denke, er ist allein gereist! Kulerova und Geck ruhen sich beide aus, auch nichts Schlimmes. Hier ist es sehr langweilig, aber [man ist] recht fleißig.

Das Gewitter hat aufgehört, so werde ich jetzt doch nach Basel fahren können.

Ich hoffe, Sie bekommen einen Brief in Köln morgen, an das MonopolHotel adressiert, ein anderer (mit Zeitung) wurde nach München geschickt. Jetzt ist die Hälfte der Vorträge vorüber und ich freue mich auf den 24.! Fahren Sie über Stuttgart oder nicht?

Mit allerherzlichsten Grüßen

Edith Maryon

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