Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 4 November 1922, Hildesheim

Letter from Edith Maryon

Edith Maryon an Rudolf Steiner

Restaurant Ceres
Basel, [vermutlich Ende Oktober/Anfang November 1922]

Samstag

Sehr verehrter lieber Lehrer,

nur ein paar Zeilen, um Sie zu benachrichtigen, daß ich wieder einen Brief von Baron Rosenkrantz erhalten habe, worin er mir mitteilt, daß er bei Hotel Gwalia gefragt habe, aber es ist voll besetzt und auch etwas teuer, und es wird diesmal nicht möglich sein, weil sie kein Geld haben, die Hotelkosten zu bestreiten; deswegen befürchte ich, daß Ihr Schicksal sein wird, bei Dr. Larkins zu wohnen! Rosenkrantz sagt, daß Sie dort ganz ruhig wohnen werden und daß Sie und Frau Doktor eine Wohnung für sich haben werden, weitere Details bekam ich nicht.

Einen Ausschnitt der Basler Nachrichten sende ich.

Donnerstag haben Frl. v. Blommestein und Herr van der Pals ein Concert gegeben im Atelier von Frl.v.B. Fast ganz Dornach war da (Mitglieder), so wie Heringe waren wir eingepackt.

Sonst ist wenig zu melden, Sorge habe ich nur, daß vielleicht Sie von Stuttgart allein abreisten? Wenn nur versucht würde, ein bißchen Zeit zum Ausruhen zu finden im Haag, um das Kopfweh weg zu jagen! Ich hoffe sehr darauf. Es geht sehr schlecht, hier zu schreiben, hoffentlich ist der Brief doch lesbar.

Mit allerbesten Grüßen

Edith Maryon

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