Correspondence with Edith Maryon 1912–1924

GA 263 — 28 March 1923, Hildesheim

Letter from Edith Maryon

Edith M Rudolf an Rudolf Steiner

Bildhauer Atelier Goetheanum
[vermutlich nach dem 25. März 1923]

Dienstag Morgen

Sehr verehrter lieber Lehrer,

der Brief ist gerade angekommen, so daß ich denke, wenn ich jetzt schreibe, bekommen Sie auch diesen vor der Abreise. Wie schade solche Hetze, ich dachte, es sei bloß Probe am Samstag.

Es ist mir sehr leid, daß die Gesellschaft keine befriedigenden Taten bewirkt. Auch gestern abend habe ich ein so unangenehmes Gefühl gehabt, daß Sie Grund haben, mit etwas sehr unzufrieden zu sein, und das tat mir sehr leid. Ich hoffe, ich bekomme noch Nachricht. Der Gesundheitszustand ist immer ziemlich gleich. Gestern kam Frau Dr. Weg[man]. Sonntag war sie nicht wohl - Magengeschichte -, sie sagte, viele haben das gerade jetzt. Gestern hatte es auch Bauer. Der dicke Bub hat Grippe Rückfall.

Bauer geht nach Basel am Nachmittag und will den Brief mitnehmen, sie schickt Grüße; Kalähne möchte auch Grüße senden. Die Schweizer Zeitungen sind vollgestopft mit der Grenzgeschichte, ziemlich empfindlich im Ton. Sonst habe ich nichts zu melden; nur beste Wünsche, Hoffnungen auf Samstag und [auf] Verbesserung für die Sache in Stuttgart.

Mit herzlichsten Grüßen

Edith Maryon

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