Zur Geschichte und aus den Inhalten der ersten Abteilung der Esoterischen Schule 1904 bis 1914

GA 264 — 4 May 1907, Munich

An Wilhelm Selling in Berlin

Briefe im Zusammenhang mit der Wahl von Annie Besant VIII

München, 4. Mai 19071

Mein lieber Herr Selling!

Beifolgend sende ich Ihnen die zur Wahl noch notwendigen Sachen und bitte Sie um die Vervielfältigung.

  1. Ein vertraulicher Brief an alle meine esoterischen Schüler. Diesen bitte ich Sie in 250 Exemplaren zu machen. Er ist besonders für sich — also nicht mit etwas anderem zusammen - im verschlossenen Kuvert an diejenigen Adressen zu senden, welche ich spätestens morgen früh (Sonntag) mit Eilbrief an Sie absende. Sie können also morgen Sonntag diesen Brief vervielfältigen und Fräulein Boesé kann dann die Adressen auf die Kuverts schreiben und die Absendung Montag besorgen. Porto berechnen Sie mit mir.
  1. Stimmzettel und Information dazu. Diese sind zusammen in ein verschlossenes Kuvert zu geben und jedem Mitgliede der deutschen Sektion zuzusenden. Wir können es der Ordnung halber doch nicht anders machen. Also an jedes Mitglied der deutschen Sektion geht brieflich Stimmzettel und Information dazu.

Das Zirkular an die Esoteriker muß mindestens 24 Stunden vor der Absendung der Stimmzettel abgehen. Sind Sie also in der Lage, den Brief an die Esoteriker Montag abzusenden, dann kann der Stimmzettel Dienstag abgehen, oder, wenn Aufschub nötig, sonst entsprechend.

Fräulein Boesé wird Ihnen jedenfalls bei allem helfen, und ich bitte Sie, die Sache recht exakt zu halten. Den vertraulichen Brief kann natürlich kein [Nicht-]Esoteriker in die Hand bekommen.

Mit allerherzlichsten Grüßen Ihr Dr. Rudolf Steiner



  1. Rudolf Steiner weilte damals zur Vorbereitung des theosophischen Kongresses in München. ↩

German original of To Wilhelm Selling in Berlin · ← Previous · Next →