Lessons for the Participants of Cognitive-Cultic Work 1906–1924

GA 265a — 16 December 1910, Berlin

Maya

Aufzeichnungen aus dem Nachlass von Elisabeth Vreede

Maya = Maha - a - ya = das große Nicht-Sein. «Ya» ist eigentlich «Stärke des Geistes», so auch in «Jachin». Unser Leib ist Maja; wer ihn erforschen will, um die Fähigkeiten des Menschen kennenzulernen, kommt ebenso wenig zum Ziel wie derjenige, der den Telegrafenapparat elektrotechnisch untersuchen würde, um die Botschaften, die damit depeschiert werden, zu verstehen.

Nach dem Untergang von Troja wurde die Nachricht von Berg zu Berg aus Kleinasien nach Griechenland mit Hilfe von Feuersignalen gemeldet. Heute würde man das mit dem Telegrafen tun. Das Ergebnis ist das Gleiche. Ebenso wenig wie zwischen solcher Kundgebung und dem gebrauchten Material ein Zusammenhang besteht, gibt es einen solchen zwischen dem menschlichen Geist und seinem Körper. Sie haben nichts miteinander zu tun; der Körper ist nur durch die Erdverhältnisse bedingt; auf anderen Planeten denkt und fühlt man mit ganz anderen Gestalten.

Es ist absolut notwendig, dass der Mensch richtig denkt, denn das Denken beeinflusst nicht nur uns selber, sondern, wenn Menschen sich falsche Vorstellungen machen, dann «müssen Götter Welten brechen», wie es im Rosenkreuzerdrama heißt, um das wiederum auszugleichen.

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