Lessons for the Participants of Cognitive-Cultic Work 1906–1924
GA 265a
Igne Natura Renovatur Integra Das Rosenkreuzerische Motto
Aufzeichnungen von Camilla Wandrey
Das Geheimnis der wahren Sonne.
Menschliche Kraft, die die Götter zurückgelassen haben im Menschen.

Göttliche Kraft.
Dies Zeichen ist das Symbolum des Heiligen Gral (Spitze nach oben) und auch das Symbolum für die Erweckung der Meisterkraft im Lebendigen: Spitze nach unten.
Das ist die Christuskraft, die als Vril beschrieben worden ist im «Zanoni». Sie ist jetzt noch im elementaren Keimzustand. Sie wird dasjenige sein, welches in der «königlichen Kunst» den eigentlichen Inhalt für die Hochgrade entfalten wird. Der Schüler muss sie sich ganz allein, ohne viel zu fragen, erringen. Er wird dadurch lernen, aus der Erkenntnis der ewigen Gesetze in den Tag [hineinzuschaffen]. Das ist die «königliche Kunsw».
Alles, was uns entgegentritt in Kunst, Wissenschaft und Religion, soweit es nicht ein Geschenk der Götter ist und deshalb im Symbol des } ausgedrückt ist, ist aus der «königlichen Kunst» entsprungen. Damit ist also das Zeichen &R Kain. Das Zeichen [Abels] t.
Der große Zukunftsgedanke der «königlichen Kunst» ist, das Lebendige in ähnlicher Weise zu bemeistern, zu durchdringen, wie der Geometer das Unlebendige mit Lincal, Zirkel, Wasserwaage und so weiter bemeistert und durchdringt. Diese «königliche Kunst» will das Lebendige so [umgestalten] und zusammenfügen, wie derjenige, der einen Tempel baut, die unlebendigen Steine zusammenfügt. Das ist der große Zukunftsgedanke der «königlichen Kunst».
Das Tau ist das , dem der obere Balken weggenommen ist, L das Mineralreich ist weggelassen. Der Mensch beherrscht es bereits. Wenn das Pflanzenreich in Aktion tritt erhält man L. Das will ausdrücken: Das, was aus der Erde heraus in der Menschenseele sich entfaltet, wie sich die Pflanze aus Erdenkräften entfaltet, das wird, rein von allen minderen Kräfte des Astralischen, als Macht sich über die Erde hin entfalten. So ist das Symbol der künftigen «königlichen Kunst» das L.
Die Arbeiter am Tempelbau, das heißt die in sozialen Gemeinschaften aus der Erkenntnis der «ewigen Gesetze» zusammenwirkenden Menschen aus aller Welt, werden durch dies Zeichen zusammengerufen. Dies L-Zeichen symbolisiert eine ganz neue Macht, die auf Freiheit gegründet ist und in der Erweckung einer ganz. neuen Naturkraft besteht. Das ist eine ähnliche Kraft, wie sie bei der drahtlosen Telegrafie wirkt.
Es wird den Menschen möglich sein, wenn diese Kraft in nicht moralischem Sinn angewandt wird, auf weite Entfernungen hin große Verheerungen anzurichten. Das wird bis zu einem Höhepunkt dieser Entwicklung geschehen, dann überschlägt sie sich, und dann wird das Tauzeichen Ausdruck sein für die Triebkraft, die nur durch selbstlose Liebe in Bewegung gesetzt werden kann.
Maschinen werden durch diese Kraft in Bewegung gesetzt werden. Und sie werden stillstehen, wenn selbstsüchtige Menschen sie bedienen wollen werden.
Das ist die wichtigste Kraft, die in unsre Kultur eingeimpft werden muss, wenn sie sich nicht überschlagen soll. Hart vor der Grenze, dass diese Kraft einfließe, stehen wir heute!