Esoteric Lessons 1910–1912

GA 266II — 24 December 1910, Stuttgart

Esoterische Stunde

Unser esoterisches Verantwortungsgefühl muß geschärft werden, theosophische Gewissenhaftigkeit müssen wir uns angewöhnen. Draußen in der Welt ist sie heute wenig zu finden. Beispiel: 1. Ein Herr, der ein großes Werk schreiben und auch über Theosophie etwas aufnehmen will, bittet, da er keine Zeit hat, sich damit zu beschäftigen, Dr. Steiner, ihm seine Meinung darüber zu sagen. — 2. Ein Amerikaner, der hier von Dr. Steiner gehörte Vorträge, soweit er sie versteht, zusammenfaßt und in Amerika als Buch drucken läßt.

Theosophischen Takt müssen wir uns angewöhnen, über Esoterische Schule etc. nur sprechen, wo es angebracht ist; über okkulte Dinge nie reden beim Essen.

Unser physischer Leib ist ganz eng mit dem Ätherleib verwachsen. Eine Lockerung ist möglich auf zwei Weisen:

  1. auf exoterische Weise durch äußere Übungen und vegetarische Kost.
  1. auf esoterische Weise durch Schulung, Meditationen etc. Diese wirken auf den Astralleib, und dieser wirkt dann erst auf den Ätherleib, so daß er sich lockert. Man könnte sagen, daß als Gegenstück zum physischen Rückenmark und Gehirn durch
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Meditation, Konzentration etc. auferbaut wird ein Vordermark mit den Lotosblumen.

So ist es das Richtige, so daß keine Schädigung des physischen Leibes eintreten kann. Wendet man dagegen nur äußere Mittel an, so tritt eine Lockerung des Ätherleibes ein, ohne daß durch Meditationen oder Einfließen theosophischer Wahrheiten der Ätherleib gestärkt wird. Die Folge müssen Krankheiten des physischen Leibes sein oder, wenn sich der Ätherleib auch vom physischen Gehirn gelockert hat, Konfusität und so weiter.

German original of Esoteric Lesson