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GA 277d — 16 August 1923, Ilkley
Rudolf Steiner an Edith Maryon
Ilkley in Wharfedale (Yorks)
Hillside, 16. August 1923
Meine liebe Edith Maryon!
Auch bis jetzt ist alles gut gegangen. Herzlichen Dank für Briefe. Aber die Voraussetzung, daß die Vortragsberichte dem Verständnis eines Journalisten entstammen, ist ganz unrichtig-optimistisch. Die macht Baronin Rosenkrantz mit Dr. Wachsmuth zusammen, und die Journale sind dann entgegenkommend und nehmen sie auf. Heute war der vorletzte (zehnte) Vortrag. Eben komme ich von diesem. Nachmittag wird Eurythmie-Vorstellung sein. Wie es scheint, ist die erste Eurythmie-Darstellung doch ganz gut aufgenommen worden. Leute von uns, die unter fremden Leuten gesessen haben, sagen, daß gerade die fremden Menschen begeistert waren. Über die Eurythmiefiguren, die schon aufgestellt sind, spreche ich morgen, wenn die Leute die Eurythmie noch einmal gesehen haben werden.
Ich gebe mir Mühe, in den Vorträgen ein anschauliches Bild des Waldorfschulunterrichts zustande zu bringen. Und es scheint mir, daß das Verständnis gut ist.
Nun hoffe ich, daß die Gesundheit dort immer besser werde. In dieser Erwartung und sendend die allerherzlichsten Gedanken
Rudolf Steiner
Eben bekomme ich von
Frau Dr. Wegman Nachricht,
daß Fräulein Günther gestorben ist.
Adresse später:
Penmaenmawr
North-Wales Grand Hôtel
Programm habe ich noch immer nicht.