Die Entstehung und Entwickelung der Eurythmie 1923–1925

GA 277d — 6 November 1924, Kassel

Eurythmie-Aufführung

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Aus einem Brief von Marie Steiner an Rudolf Steiner, Stuttgart, 8. November 1924

Lieber E., nun sind wir bei unserer letzten Etappe angelangt, hier in Stuttgart. Schuurmans sind schon nach Dornach gefahren wegen ihres Umzugs, und Stuten besorgt hier die Arbeit mit den Musikern. In Kassel hatten wir einen überfüllten Saal (er fasst 1000 Menschen). Unsere Herren zählten 50 Menschen, die zurückgewiesen wurden. Das hat meinen Zahnarzt z.B. schr erstaunt, der da sagte, die größten Künstler hätten jetzt leere Säle. Ich glaube auch, dass wenn wir jetzt immer weiter gereist wären, wir die gegenwärtige Sensation oder Attraktion geworden wären. Bis zur nächsten Reise sind wir vielleicht wieder vergessen.

[...] Ich wollte bis zum 14. oder 15. hier bleiben, um noch Verschiedenes in der Eurythmie-Schule zu regeln. Ich habe fast Angst nach Dornach zurückzukommen und Dich vielleicht zu ermüden. Ich hab Dir ja wohl durch meine Arbeit draußen am besten jetzt gedient.

Nun muss ich zur Probe, - wir stellen die Oberon-Szenen mit einigen Choristinnen von hier.

Aus einem Brief von Rudolf Steiner an Marie Steiner, Dornach, 9. November 1924

M. l. M. Herzlich gefreut hat mich das Telegramm von Eisenberg, das besagt, dass auch in Cassel ein guter Erfolg war. Und dankbar bin ich für Deine Briefe, die mir ein Bild davon geben, wie Du die schwere Arbeit durchgemacht hast.

Ich möchte Dir diese paar Zeilen nach Stuttgart noch senden als Gedankengruss. Du hast ja wol dort heute Deine erste Vorstellung.

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