«Die Einberufung» (LE Sursis)

Schwank in drei Akten von A. Sylvane und J. Gascogne
Aufführung im Residenz-Theater, Berlin

Eine drollige Begebenheit mit unmöglichen, aber heiteren Situationen zu versetzen und daraus ein Gemisch zu erzeugen, das ein Publikum zum Lachen bringt, welches sich nach langweiliger, prosaischer Tagesarbeit, nach ausgiebigem Diner und wohligem Mittagsschlafe amüsieren will, ohne irgendwie den Verstand in Tätigkeit zu versetzen oder sich anders als durch leichten Sinneskitzel aufzuregen: das alles verstehen die Franzosen. Und diese Methode, beim Publikum zu reüssieren, versteht, ins Berlinische übertragen, die Leitung des Residenz-Theaters. Davon hat sie mit der «Einberufung» eine Probe abgelegt. Man lacht im ersten Akte über einige gute Witze; man lacht in den folgenden zwei Akten über die Unverfrorenheit der Autoren, derlei Trivialitäten aufzutischen. Aber man lacht. Die «Einberufung» wird wohl hundert und mehr Aufführungen erleben.

German original of “The Recall” (Le Sursis) · ← Previous · Next →