Faculty Meetings with Rudolf Steiner II

GA 300c — 18 December 1923, Stuttgart

Einundsechzigste Konferenz

Seit der Konferenz im Oktober waren neun Wochen vergangen. Nur im ersten Schuljahr gab es einmal ein längeres Intervall zwischen zwei Konferenzen (12 Wochen). Jetzt, im Dezember 1923, stand alles im Zeichen der bevorstehenden Gründung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Am 18. Dezember fand eine Besprechung mit den Vorständen der Anthroposophischen Gesellschaft und der Freien Anthroposophischen Gesellschaft statt. Die Konferenz konnte daher erst um 9 Uhr abends beginnen.

Themen: Die Abiturvorbereitungen. Pädagogische Ratschläge für bestimmte Schüler. Empfehlung, in der 10. Klasse«Vril» von Bulwer zu lesen.

Bemerkungen: Der Schüler, den Rudolf Steiner angemeldet hatte, besaß eine komplizierte Konstitution; die pädagogischen Empfehlungen dazu haben aber allgemeingültigen Charakter.

Ein schon besprochenes Mädchen aus der 1. Klasse bekam bestimmte Eurythmieübungen. Diese bezogen sich nicht auf das Nicht-hören-Wollen von Märchen, sondern auf die besondere Eigenart des Mädchens.

Vorsitz! Rudolf Steiner.

RUDOLF STEINER: Wir wollen reden über alles das, was Sie zu sagen haben in der langen Zeit.

HERBERT HAHN: Reden wir über die 12. Klasse.

Er legt die Zuschrift an das Ministerium betreffend die Abiturienten vor.

RUDOLF STEINER: Das Ministerium hat sich noch nicht das zweite Mal geäußert. Warum war das notwendig, hinzuzusetzen, dass es im Wesen des Epochenunterrichts liegt, dass noch Gegenstände durchgenommen werden? Bei den großen offiziellen Sachen ist es das Gescheiteste, die Leute nicht zu verärgern durch Dinge, die sie nicht mögen.

ERICH SCHWEBSCH erklärt: [Das warf, weil geschrieben wurde, dass nicht genügend Stoff da ist.

RUDOLF STEINER: Das hätte man mit der Deklaration der Schüler vorausnehmen können. Das würde ja bei jedem zutreffen, dass er in den nächsten Monaten noch etwas dazulernen wird. Es hat sich fast um sechs Monate gehandelt. Wenn es sich handelt um Inhalte. Bei diesen Eingaben war zu berücksichtigen die Reife vor allen Dingen, dass sie den Stoff noch etwas lernen werden, das ist selbstverständlich. Es muss das berücksichtigt werden.

MAMA RÖSCHL: Ich habe das hinzugeschrieben, weil ich das decken wollte, falls die Schüler versagen.

RUDOLF STEINER: Es könnte sich nur beziehen auf den Glauben von Ihnen, dass sie dann. versagen werden, wenn Sie schon bestimmte Dinge durchgenommen haben werden.

WALTER JOHANNES STEIN berichtet, Geschichte hätte er durchgenommen bis zur Meer-Revolution.

RUDOLF STEINER: Die Hauptschwierigkeit liegt darin, dass die meisten Kinder den Unterricht über Goethe nicht durchgemacht haben.

Man hätte eigentlich das der Schulbehörde geben sollen, was die Schüler aufgeschrieben haben, als ihre frühere Lektüre. Dann hätte man bei jedem hinzusetzen können das, was Sie hier gemeinsam hinzugelesen haben. So sind Sie in die üble Lage versetzt, dass so eine Menge Dinge darinsteht, die eine Menge von Kindern nicht kennt. Die Anmeldung von Privatschülern geschieht für jeden extra.

ERICH SCHWEBSCH: Die Schüler sind wirklich fleißig und helfen einander.

RUDOLF STEINER: Was würde in der Literatur noch durchzunehmen sein?

WALTER JOHANNES STEIN: Shakespeare, Lessings Eintreten für Deutschland. Goethes geistige Entwicklung (von Schwebsch durch

genommen). Pädagogische Provinz wollte ich auch durchnehmen. Götz von Berlichingen, das können die Kinder. Iphigenie hat Schwebsch durchgenommen. Lasso kennen die meisten, aber nicht alle. Goethe als Naturforscher wollte ich noch besprechen.

RUDOLF STEINER: Man müsste ökonomisch vorgehen. Unter den Dingen, die Sie durchnehmen wollen, sind Dinge, die man schon durchnehmen sollte. Aber zum Examen braucht man nicht Goethe als Naturforscher. Zum Examen ist es nicht notwendig. Briefe über ästhetische Erziehung werden sie nicht gefragt. Lyrik wird besonders Schmerzen machen, denn das ist nicht so leicht. Von Hauptmann ist «Hannele» besser als «Die Weber». Von Goethe als Naturforscher haben die keine Ahnung. Bei solchen Prüfungen ist es eine missliche Sache, dass man sich genötigt sieht, solch ein Programm auszustellen. Wenn jemand das Doktorat machen wollte, würde man auch nicht mehr verlangen. Wenn diese Dinge schulmäßig durchgemacht werden sollen, ist es in zwei Jahren nicht zu machen. Denken Sie hier, da ist «Faust» 1. Teil.

Ich möchte überhaupt wissen, wie kann man das alles in der Schule durchnehmen. Meinen Sie, dass man Themen für Deutsch-Arbeiten daraus geben wird? Die Dinge, die beim schriftlichen Examen vorkommen, die muss man bezwingen.

HERMANN VON BARAVALLE: Ich habe vier Wochen gegeben. [Ich] glaube, fertig zu werden.

RUDOLF STEINER: Meinen Sie, dass es notwendig ist, drei Wochen Wiederholung zu machen?

HERMANN VON BARAVALLE: Ich meine schon.

RUDOLF STEINER: Dann ist doch das Beste, dass Sie mit der Wiederholung des Rechnens fertig sind gerade vor dem Abiturientenexamen. Wie steht es mit den Aussichten bei den Kindern nach Ihrer Ansicht?

WALTER JOHANNES STEIN: Ich glaube, dass sie bestehen werden.

ERICH SCHWEBSCH: R. M, ist genügend, N. mangelhaft.

Es wird über einzelne Schüler und einzelne Fächer berichtet.

RUDOLF STEINER: Wenn man oft hinkommt aufs Ministerium, wer-den die denken, man hat ein schlechtes Gewissen und ist der Meinung, dass es nicht mit rechten Dingen zugeht. Man sollte sich jetzt nicht um die Sache besonders kümmern, sondern nur, wenn die Behörde schreibt und man antworten muss. Man wird sehen, wie die Dinge werden. Abmelden kann man zu jeder Zeit.

In der allerletzten Zeit, da würde es notwendig sein, dass man sich darauf verlegt, dass die Schüler genötigt sind, viel aus sich selbst heraus zu formulieren und zu beantworten. Dass sie selbst viel tätiger sind. Und auch nicht so leicht, wenn ein Schüler nicht irgendetwas gleich weiß, nicht so leicht ihm nachhelfen. Er braucht diesen Willen, diese Sachen aus sich herauszuholen. Dies ist wesentlich besser geworden, [als es] früher war, da die Schüler nichts zu tun hatten, als zuzuhören. Ich muss alle Klassen wieder durchgehen. Bei der nächsten Gelegenheit muss es sein.

Es wird ein Brief [von Wetzel] vorgelegt, in dem die Waldorfschule eingeladen wird, Schülerarbeiten in Berlin auszustellen.

RUDOLF STEINER: Es wäre gut, wenn man den Mann zu einer näheren Äußerung zwänge. Man misste ihn veranlassen zu sagen, was er damit will. Ausstellung der Schülerarbeiten hat nur einen Zweck bei solchen Gelegenheiten, wo Kurse veranstaltet werden, wo der ganze Rahmen, der ganze Inhalt und Aufbau der Waldorfschule entwickelt wird. Aber Arbeiten [allein] ausstellen? [Dann] werden die Leute, die das anschauen sollen, nicht wissen, was man will von ihnen, solange sie die Bestrebungen der Waldorfschule nicht genau kennen. Es ist so, wie wenn man von einem illustrierten Kindermärchenbuch sagt, wir wollen bloß die Bilder vorlegen. Man wird nichts davon verstehen. Die Herren müssen sieh äußern, ob sie geneigt sind, die Waldorfschule zu vertreten.

ERICH SCHWEBSCH: sagt von W in der 11. Klasse, dass er Hilfe haben will.

RUDOLF STEINER: Das Verhältnis zur Klasse müsste sich aus seinem Charakter ergeben. Man müsste ihn malen lassen das, was auf dem Gegenstand darauf ist, nicht die Gegenstände selber; [wie das Licht auf dem Gegenstand wirkt], die beleuchtete Seite, die Schattenseite. Nicht den Tisch, aber das Licht auf dem Tisch, den Schatten auf dem Tisch. [Ihm fehlt der Anschauungssinn in der Malerei.] Er ist ausgesprochen defekt. Es ist gut, ihn an der defekten Stelle anzupacken. Lassen Sie ihn versuchen, ein menschliches Gesicht zu machen; [er soll aber] keine Nase zeichnen, nur die Licht- und Schattenflecke darauf. Man muss versuchen, mit ihm über die Dinge zu reden. Er ist psychopathisch. Er müsste angehalten werden zum plastischen Vorstellen. Er wird in der Arithmetik besser sein als in der Geometrie. Er muss angehalten werden, auch Geometrisches zu durchschauen, nicht gedächtnismäßig zu betreiben.

ERICH SCHWEBSCH hat in der 11. Klasse gute Erfahrungen gemacht.

Es wird gesprochen über Cliquenbildung in der 11. Klasse.

RUDOLF STEINER: Geben Sie das Aufsatzthema: «Sonderling und geselliger Mensch», wo sie genötigt sind, das richtig durchzudenken.

HERMANN VOM BARAVALLE fragt wegen des englischen Unterrichts in der 11. Klasse. Es ist «Warren Hastings» von Macaulay gelesen worden.

RUDOLF STEINER: Neben der Prosa wäre englische Lyrik [mit ihnen] zu lesen, zum Beispiel die Seeschule. Dann Kapitel aus Emerson, mit seinem sprunghaften, aphoristischen Stil, etwa die über Shakespeare und Goethe. Man müsste versuchen, auf Aphoristisches und Nichtaphoristisches hinzuweisen, Dies müsste man besprechen und dabei etwas Psychologie treiben. [Emersons] Art zu schreiben bestand darin, dass er eine ganze Bibliothek genommen und [die Bücher] um sich ausgebreitet hat. Er ging spazieren im Zimmer, las da und dort einen Satz, schrieb einen Satz und ging dann wieder umher. Er ließ sich anregen von der Bibliothek. Daran wird man die Sprünge bemerken. [Nietzsche hat über seine Emerson-Lektüre geschrieben, über «On nature» von Emerson.] Nietzsche hat das in seinem [Hand] exemplar so gemacht, dass er gewisse Dinge eingerahmt hat. Dann hat er [das] nummeriert. — Also Lyrik und Emerson.

ROBERT KILLIAN: [Was soll man als] Lektüre [nehmen] im Französischen in der 10. Klasse? [Kann man] Poincaré [lesen]? [Es wollen viele Schülerinnen abgehen.]

RUDOLF STEINER: Es bleibt doch eine gefährliche, merkwürdige Sache. Im Prinzip kann man schon so etwas machen, aber mit Poincaré nicht, weil so viel Verlogenheit darin ist.

Dagegen für die, welche austreten, ob es nicht etwas sein müsste, das scheinbar von der Lebenspraxis abweicht, und doch wieder hinführt. Das wäre «Vril» von Bulwer. [Das kann in der 10. Klasse gelesen werden.]

Es gibt eine Sammlung von französischen Essays bei Hachette, und darin sind Aufsätze vom anderen Poincare, dem Mathematiker. Darin ist irrt' zweiten Teil auch einer über technisches Denken. Das ware etwas, was man gut brauchen kann.

Im Englischen kommt für die 12. Klasse etwa von Mackenzie «Humanism» in Betracht.

Wir können nicht mitgehen mit der Abschaffung des Französischen [in den öffentlichen Schulen.]

EDITH RÖHRLE wegen der Schwierigkeiten in der a Klasse. Einige Schüler möchten eine andere Lehrerin haben.

RUDOLF STE1NER: Man muss das mit Humor behandeln. Scheinbar darauf eingehen und dann ad absurdum führen. Es sind immer Schüler da, die möchten die Lehrer tauschen. Man muss auf seinem Standpunkt fest beharren und es mit Humor nehmen. Einmal könnte man sagen: Was habt ihr gegen mich? Ich bin [doch] eine ganz nette Dame. Es ist kein Grund, dass ihr mich hasst. — Da können Sie manchmal in ein paar Minuten viel mildern.

FRITZ VON BOTHMER fragt wegen P. Z. im Turnunterricht.

RUDOLF STE1NER: Er bringt die Hauptkörperrichtung nicht in die Lage der Schwerkraft. Man versuche, ihn Hängeübungen machen zu lassen, wobei er im Reck angehängt ist. Das ist wörtlich gemeint. Durch solch eine Übung wird befreiend auf den Astralleib gewirkt. Sie bekommen solche, die schauen so aus, als ob der Astralleib zu groß wäre, wie ein schlotternder Kittel uni sie herum. Durch diese Übungen wird der Astralleib strammer mit dem Ich verbunden. Das fühlen die als eine Wohltat, wenn sie die Füße vom Boden entfernen; etwa auf eine Leiter klettern und ruhig oben sitzen bleiben. Bei solchen Kindern werden Sie auch meist bemerken, dass sie durch dieses Hängen des astralischen Leibes etwas haben wie eine schmierig-e, fettige Haut. In irgendeiner Weise wird es schon so sein. Auch runzelige Haut könnte es sein. [...] [Zwischenbemerkung.]

Es wäre möglich, eine Stunde so zu gestalten im Turnen, dass man die Kinder so gruppiert, dass sie das machen, wozu ihr Temperament sie treibt.

CAROLINE VON HEYDEBRAND fragt nach den dramatischen Kinderaufführungen bei Margaret McMilian.

RUDOLF STEINER: Sie machen die Dinge dort, die gar nicht angemessen [sind] dem Lebensalter. Das Dramatisieren ist unmöglich vor dem zehnten Jahr mit den Kindern zu machen. Nachher ist es ganz gut. Ihre Methode, die Kraft und Impulsivität [von Miss McMillan], ist es, die wirkt. Die Methode hat sehr viel von dem, was die Engländer haben; sie machen alles zu früh. Das wird hervorgerufen durch die eigentümliche Beziehung, die der Engländer hat zu dem Sich-Darlehen als Mensch. Er will als Mensch gelten. Das wird durch solche Dinge großgezogen. Solche Menschen bekommen eine starke Ausbildung des astralischen Leibes, der das Ich auf ein gewisses Niveau hinunterbringt, das in der übrigen europäischen Welt nicht vorhanden ist. Der Engländer sieht [geistig] so aus wie ein Mensch, der immer ausgeschnitten geht, der nie Hemdkragen trägt. Das Ich steckt so darinnen. So sind sie in ihrem Habitus. Dadurch bekommen sie den Charakter einer gewissen sozialmenschlichen Wohlhaben heit, der ihr Nationalcharakter ist. Dramatische Selbstdarstellung des Menschen, auch Bernhard Shaw. Sie machen etwas aus sich, was gelten will, [und was die anderen erkennen].

ERNST LEHRS spricht über A. V [in der 9. Klasse], er sei unbeholfen im Aussdruck.

RUDOLF STEINER: Man müsste seine Schrift üben, elementar. Wenn er anfangen würde, als Nebenaufgabe täglich nur eine Viertelseite so zu schreiben, dass er auf jeden einzelnen Buchstaben formend achtgibt, wenn er also dies machen würde, einzelne Buchstaben zu schreiben, dann würde das zurückwirken auf seinen ganzen Charakter.

Außerdem ist seine Augenachsenkreuzung nicht richtig. Öfter ihn darauf aufmerksam flachen, dass seine Augen parallel schauen. Wie einen Kurzsichtigen ihn lesen lassen. Die Augenachsen schlendern, ebenso auch sein Gang. [Er hat keinen Sinn für Rhythmus.] Man könnte ihn veranlassen, fest aufzutreten, er schleift [beim Gehen]. Man kann ihn Stampfschritte machen lassen. Er kommt mir vor wie ein Mensch, der eigentlich von einer Inkarnation den ersten Teil des Lebens und von der nächsten Inkarnation gleich den zweiten Teil dazugesetzt hat. Es passt nichts zusammen. Er hat schon Kant gelesen. Er kann Dinge nicht, die ein anderes Kind kann. Aber er stellt Fragen, die höchst merkwürdig sind, die zeigen, dass er ein höchst entwickeltes Seelenleben hat. Er fragt: Kommt nicht die Sonne auf uns auch zu? Solche Fragen stellt er aus wenig Untergründen [heraus]. Man müsste absonderliche Dinge diszipliniert mit ihm machen. Zum Beispiel, Knoten in ein geschlossenes Band schlingen. Stark seine Neugier entwickeln, ohne dass es ihm gleich durchsichtig wird. Alle Dinge, die ihn dazu führen, über sie nachzudenken.

RUDOLF STEINER spricht über Oskar Simonys Abhandlung: «In ein ringförmig geschlossenes Band einen Knoten zu schlingen»: Weil es den meisten der Lehrer unbekannt ist, macht Rudolf Steiner vor, wie man ringförmig zusammengeklebte Papierstreifen, die ein-, zwei-oder dreimal in sich verwunden sind, der Länge nach in der Mitte durchschneidet. Bei einmal verwundenen Streifen ergibt das einen großen Ring; bei zweimaliger Verwindung zwei ineinanderhängende Ringe; bei dreimaliger wieder nur einen Ring, der aber in sich verknotet ist. Dabei erzählt Rudolf Steiner ausführlich von Oskar Simony. Von dem, was er dabei sagt, ist fast nichts aufgezeichnet worden.

RUDOLF STEINER: [Simony] hat die Primzahlen gezählt. Der hat gesagt, uni okkulte Erscheinungen zu ertragen, brauche man viel Humor. [Simony] war wie A. V. Er hat in der Salesianergasse gewohnt. Er schlenkert, einen farbblinden Rhythmus.

J. S. sollte Eurythmieübungen machen, [bei denen] er sehr aufpassen muss: Die [Buchstaben mit den] Armen verschränkt nach rückwärts, wobei er achtgeben muss auf das Entstehen der Übungen, die sich lange erhalten, ohne in die Gewohnheit überzugehen. Er kann in seiner Körperperipherie den Astralleib nicht in den Ätherleib hineinbekommen.

Der G. B. kann nicht als Lateinschüler gelten. Vielleicht ist es ganz gut für ihn, wenn er sitzt wie eine verlassene Insel. Dieses Isoliertsitzen wird gar nicht schlecht sein. Mir ist unmittelbar klar geworden, dass es guttut, wenn er isoliert sitzt.

BETTINA MELUNGER über L. B. in der 1. Klasse: Märchenerzählen kann sie nicht leiden und auch nicht Gedichte.

RUDOLF STEINER: Die sollte mit dem ganzen Körper 1 machen, mit Ohren und Zeigefinger U, mit den Haaren E, sodass sie alle drei Übungen so hat, dass darin etwas von Sensibilität ist. Sensibilität des Körpers erwecken. Das müsste längere Zeit gemacht werden.

RUDOLF TREICHLER: Die P. S. in der 7. Klasse kommt mit der linken Hand beim Schreiben fast schneller vorwärts als mit der rechten.

RUDOLF STEINER: Man sollte sie aufmerksam machen, dass sie nur mit der rechten Hand schreiben darf. Sie könnten versuchen, sie das rechte, nein, das linke Bein in Hockstellung versetzen zu lassen, sodass sie mit dem rechten Bein springt. Also auf dem rechten Bein springen mit hochgezogenem linken Bein. [Sie] ist ein Doppelhänder.

Wenn ausgesprochene Linkshänder da sind, dann müsste man sich entscheiden. Findet man die Möglichkeit — das kann man beobachten: Bei [wirklichen] Linkshändern [erscheinen die Hände wie vertauscht], schaut die linke Hand wie [sonst] die rechte aus. [Die linke Hand hat dann mehr Linien als die rechte.]

Das könnte man vorn Auge aus bekämpfen. Man lässt sie ihren rechten Arm beobachten, dass die Augenachsenkreuzung [von der Schulter] bis zur rechten Hand hinunterwandert und wieder herauf. Dann den Arm ausstrecken. Das dreimal wiederholen.

JOHANNES GEYER fragt wegen H. und St.

RUDOLF STEINER: Sie sollen noch. in. der Hilfsklasse bleiben.

[...] [Über Bauangelegenheiten.]

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