Meditation für die anthroposophischen Ärzte
GA 316 — Dornach
Meditation für die anthroposophischen Ärzte
Vorbereitung: Wie finde ich das Gute?
- Kann ich das Gute denken?
Ich kann das Gute nicht denken.
Denken versorgt mein Ätherleib.
Mein Ätherleib wirkt in der Flüssigkeit meines Leibes.
Also in der Flüssigkeit des Leibes finde ich das Gute nicht.
- Kann ich das Gute fühlen?
Ich kann das Gute zwar fühlen; aber es ist durch mich
nicht da, wenn ich es nur fühle.
Fühlen versorgt mein astralischer Leib.
Mein astralischer Leib wirkt in dem Luftförmigen meines Leibes.
Also in dem Luftförmigen meines Leibes finde ich das durch
mich existierende Gute nicht.
- Kann ich das Gute wollen?
Ich kann das Gute wollen.
Wollen versorgt mein Ich.
Mein Ich wirkt in dem Wärmeäther meines Leibes.
Also in der Wärme kann ich das Gute physisch verwirklichen.
Ich fühle meine Menschheit in meiner Wärme
- Ich fühle Licht in meiner Wärme.
(Achtgeben, daß diese Lichtempfindung auftritt in der Gegend, wo das physische Herz ist)
- Ich fühle tönend die Weltsubstanz in meiner Wärme.
(Achtgeben, daß die eigentümliche Ton-Empfindung vom Unterleib nach dem Kopfe, aber mit Ausbreitung im ganzen Leibe geht)

- Ich fühle in meinem Kopfe sich regend das Weltenleben in meiner Wärme.
(Achtgeben, daß die eigentümliche Lebensempfindung vom Kopfe nach dem ganzen Körper sich verbreitet)

—An Helene von Grunelius